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News von heute: Verletzte bei Messerangriff in Den Haag

Mehrere Verletzte bei Messerangriff in London +++ BER-Betreiber nennt neuen Eröffnungstermin +++ Bewährungsstrafen für Eltern von verhungertem Baby in Hamburg +++ Die Nachrichten von heute im stern-Ticker.

Polizisten in der Grote Marktstraat in Den Haag

Polizisten in der Grote Marktstraat in Den Haag. Ein Mann hat mit einem Messer um sich gestochen und drei Menschen verletzt.

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Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Verletzte bei Messerangriff in Den Haag (21.14 Uhr)
  • Wegen Listerien: Käse-Rückruf bei Edeka-Südwest (18.13 Uhr)
  • Messerangriff auf der London Bridge - mehrere Verletzte (15.29 Uhr)
  • Flughafen BER soll im Oktober 2020 öffnen (14.27 Uhr)
  • Arbeitslose: Niedrigster Wert seit Wiedervereinigung (10 Uhr)

Die News von heute im stern-Ticker:  

+++ 23.06 Uhr: Israel fliegt Luftangriff nach Raketenbeschuss aus Gazastreifen +++

Die israelische Luftwaffe hat nach eigenen Angaben Einrichtungen der im Gazastreifen herrschenden Hamas-Islamisten angegriffen. Zuvor war wieder eine Rakete aus dem Küstenstreifen auf Israel abgeschossen worden und in unbewohntem Gelände eingeschlagen, wie israelische Medien berichteten. Von Verletzten wurde zunächst nichts bekannt. In israelischen Orten in Grenznähe zum Gazastreifen heulten zudem die Sirenen. Die Armee ging davon aus, dass der Alarm durch Luftabwehrfeuer aus dem Gazastreifen ausgelöst wurde. 

Erst vor zwei Wochen war der Konflikt zwischen Israel und militanten Palästinensern im Gazastreifen gefährlich eskaliert. Israel hatte gezielt einen Militärchef des Islamischen Dschihad getötet, woraufhin die Extremistenorganisation nach israelischen Armeeangaben mehr als 360 Raketen auf Israel abfeuerten. 

+++ 22.51 Uhr: Fall Wendt: Sachsen-Anhalts CDU hält an Parteichef Stahlknecht fest +++

Sachsen-Anhalts CDU hält auch nach dem Hickhack um die Personalie Rainer Wendt an Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) als Parteichef fest. Nach der Landtagsfraktion sprach ihm auch der Landesvorstand der Partei mehrheitlich das Vertrauen aus. Von den 20 Vorstandsmitgliedern stimmten 12 mit Ja, wie CDU-Generalsekretär Sven Schulze am späten Abend sagte. Das entspricht einer Zustimmung von 60 Prozent. 

"Nach der Woche ist das ein ehrliches Ergebnis", sagte Stahlknecht sichtlich aufgewühlt und rief seine Partei zur Geschlossenheit auf. Bei einer geheimen Abstimmung hatte zuvor bereits eine Mehrheit der Landtagsfraktion dem Minister das Vertrauen ausgesprochen. Vor einer Woche hatten Stahlknecht und Ministerpräsident Reiner Haseloff überraschend bekannt gegeben, dass der politische Hardliner und Polizeigewerkschafter Wendt Staatssekretär im Innenministerium werden soll. Nach viel Kritik wurde der Wechsel abgeblasen. 

+++ 21.14 Uhr: Verletzte bei Messerangriff in Den Haag +++

Im Zentrum von Den Haag hat ein Mann mit einem Messer um sich gestochen und drei Menschen verletzt. Das teilte die niederländische Polizei am Abend per Twitter mit. Medizinische Hilfsdienste seien zum Ort des Geschehens geeilt, meldete die niederländische Nachrichtenagentur ANP. Der Vorfall ereignete sich in einem Einkaufsviertel. Die Polizei fahndete am Abend eigenen Angaben zufolge nach einem Mann im Alter von etwa 45 bis 50 Jahren. Der Hintergrund der Tat war zunächst unklar.

Der Vorfall ereignete sich nur wenige Stunden nach einer Terrorattacke in London. Dort waren bei einem Messerangriff zwei Menschen getötet und drei weitere verletzt worden. Der mutmaßliche Täter wurde nach einer Rangelei mit Passanten von der Polizei erschossen. Er habe eine Bombenattrappe am Körper getragen, sagte der Chef der britischen Anti-Terror-Polizei, Neil Basu, bei einer Pressekonferenz am Abend.

+++ 21.08 Uhr: Vor AfD-Parteitag: Mehrere hundert Gegendemonstranten in Braunschweig +++

Kurz vor Beginn des AfD-Parteitag haben in Braunschweig mehrere hundert Menschen gegen die rechtspopulistische Partei demonstriert. Die Polizei wollte zunächst keine Teilnehmerzahlen nennen.

Der Parteitag findet am Samstag und Sonntag in der "Volkswagen Halle" in Braunschweig statt, der Namenszug wurde am Donnerstag aber mit grauen Platten abgedeckt. Die Polizei rechnet vor allem für diesen Samstag mit 10.000 bis 12.000 Demonstranten gegen das AfD-Delegiertentreffen. Mehrere Kundgebungen sowie zwei Aufzüge durch die Stadt sind angemeldet. Die Polizei plante im Vorfeld mit etwa 1000 Beamten für den dreitägigen Einsatz.

+++ 20.11 Uhr: Streit um Polizeikosten - Werder fordert solidarische Kostenteilung +++

Im Streit um die Kosten für Polizeieinsätze bei Bundesliga-Spielen pocht Werder Bremen auf die Solidarität der anderen 35 Vereine der Deutschen Fußball Liga (DFL). Der Verein habe bei der DFL eine "angemessene Teilung" der Kosten beantragt, teilte Werder mit. Die Bremer fordern die 35 Vereine auf, einem Vorschlag der DFL, die Kosten komplett auf Werder umzulegen, bei der Mitgliederversammlung in der kommenden Woche nicht zuzustimmen. "Die avisierte Beschlusslage erschüttere das Gefüge der 1. und 2. Bundesliga als Solidargemeinschaft", heißt es in der Mitteilung. 

Im März hatte das Bundesverwaltungsgericht entschieden, dass die Bundesländer diese Zusatzkosten grundsätzlich der Deutschen Fußball Liga in Rechnung stellen dürfen. Während die große Mehrheit der Länder das nicht tun möchte, hat das Land Bremen bereits Gebührenbescheide an die DFL verschickt. 

+++ 19.40 Uhr: Notenbank: Frankreich plant Klima-Stresstest für Finanzinstitute +++

Frankreich plant im kommenden Jahr einen Stresstest zum Klimawandel bei großen Banken- und Versicherungsgruppen. Damit solle ein langfristiges Risiko identifiziert werden, teilte die Banque de France auf Twitter mit. Die Aufsichtsbehörden beabsichtigten, "zwei oder drei negative Klimaszenarien" zu definieren, sagte der Chef der französischen Notenbank, François Villeroy de Galhau, am Freitag anlässlich der Konferenz "Climate Finance Day" in Paris der Nachrichtenagentur AFP zufolge. 

Details sollten demnach im ersten Quartal 2020 bekanntgegeben werden. Die Szenarien werden Villeroy de Galhau zufolge im Laufe des Jahres auf alle großen französischen Banken und Versicherungen angewendet werden. Die Ergebnisse des Klima-Stresstests würden anschließend veröffentlicht. Der Vorgang sei sehr wichtig, um Klimarisiken besser einschätzen zu können, betonte der Notenbank-Chef dem Bericht zufolge.

+++ 19.10 Uhr: Maltas Regierungschef erwägt im Skandal um Mord an Journalistin offenbar Rücktritt +++

Zwei Jahre nach dem Mord an der Enthüllungsjournalistin Daphne Caruana Galizia steht Maltas Regierungschef Joseph Muscat offenbar vor einem Rücktritt. Die Zeitung "Times of Malta" berichtet, Muscat habe Vertrauten gesagt, er plane unverzüglich zurückzutreten. Für scharfe Kritik hatte zuvor die Entscheidung seiner Regierung gesorgt, einem verdächtigen Geschäftsmann keine Straffreiheit im Gegenzug für eine Aussage zuzusichern - während Muscats Ex-Kabinettschef zwei Tage nach seiner Festnahme wieder freigelassen wurde.

+++ 18.13 Uhr: Wegen Listerien - Käse-Rückruf bei Edeka-Südwest +++

Wegen möglicher Gesundheitsgefahr ruft die Firma Schwyzer Milchhuus einen in ganz Süddeutschland bei Edeka verkauften Käse zurück. Bei der Käsesorte "Rohluft Cruair" wurden Listerien nachgewiesen. Die Warnung wurde am Freitag auf dem Portal Lebensmittelwarnung.de veröffentlicht. Dabei geht es um Packungen mit circa 200 Gramm Gewicht und den Mindesthaltbarkeitsdaten 30. Dezember 2019 und 1. Januar 2020. Der Käse wurde in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Saarland, Teilen Hessens und Teilen Bayerns über Filialen von Edeka Südwest verkauft.

+++ 16.52 Uhr: Napoleon-Stiefel für 117.000 Euro versteigert +++

Ein Stiefelpaar von Napoleon Bonaparte hat bei einer Versteigerung gut 117.000 Euro erzielt. Das teilte das Pariser Auktionshaus Drouot mit. Der frühere französische Kaiser soll die Stiefel ab 1815 in der Verbannung auf der Insel Sankt Helena getragen haben. Der Wert der 48 Zentimeter hohen schwarzen Lederstiefel mit flachem Absatz war auf bis zu 80.000 Euro geschätzt worden. Napoleon gab seine Stiefel für gewöhnlich bei dem Pariser Schuhmacher Jacques im Viertel Montmartre in Auftrag. Der 1,69 Meter große Kaiser trug Stiefel in der heutigen Größe 40. Napoleon wurde vor gut 250 Jahren geboren, am 15. August 1769. Der Korse machte während der Französischen Revolution Karriere in der Armee und ließ sich 1804 zum Kaiser krönen. Er starb 1821 in der Verbannung auf Sankt Helena.

+++ 16.40 Uhr: Polizei prüft "Terror"-Hintergrund bei Angriff in London +++

Nach dem Stichwaffen-Angriff mit mehreren Verletzten nahe der London Bridge im Zentrum Londons prüft die Polizei einen "Terror"-Hintergrund. Allerdings waren die Umstände des Angriffs im Zentrum der britischen Hauptstadt zunächst weiter unklar, wie die Polizei im Kurzbotschaftendienst Twitter mitteilte.    

+++ 15.29 Uhr: Messerangriff auf der London Bridge - mehrere Verletzte +++

Bei einer Messerattacke mitten in London sind mehrere Menschen verletzt worden. Das teilte Scotland Yard am Freitag mit. Ein Mann wurde festgenommen. Der Vorfall ereignete sich auf der zentralen Themsebrücke London Bridge.

Berichten zufolge sollen mehrere Schüsse gefallen sein. Der britische Nachrichtensender Sky News berichtete, die Polizei habe auf einen Mann geschossen. Eine Bestätigung gab es dafür aber zunächst nicht. 

Einem BBC-Reporter zufolge, der am Tatort war, hatten mehrere Menschen versucht, einen Mann zu Boden zu drücken. Dann seien Schüsse gefallen. In einem Video, das in sozialen Medien kursierte, war zu sehen, wie mehrere Polizisten ihre Waffen auf einen am Boden kauernden Mann auf der Brücke richteten.

+++ 14.27 Uhr: Flughafen BER soll am Ende Oktober 2020 eröffnen +++

Mit neun Jahren Verspätung soll der Hauptstadtflughafen BER am 31. Oktober 2020 eröffnen. Diesen Termin habe Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup am Freitag dem Aufsichtsrat genannt, teilte die Betreibergesellschaft Flughafen Berlin Brandenburg (FBB) im Kurzbotschaftendienst Twitter mit. Weitere Angaben zur Eröffnung sollen demnach am Nachmittag bei einer Pressekonferenz gemacht werden.

+++ 13.59 Uhr: Antisemitische Straftaten - Mutmaßlicher Gewalttäter in Psychiatrie +++

Ein mutmaßlicher antisemitischer Gewalttäter ist in Berlin in die Psychiatrie eingewiesen worden. Dem 50-Jährigen wird zur Last gelegt, aus einer "wahnhaft antisemitischen Gesinnung heraus" etwa zwei Jahre lang öffentlich Plakate mit Inhalten gezeigt zu haben, mit denen auch der Holocaust geleugnet worden sei, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Passanten, die den Verdächtigen darauf ansprachen, seien misshandelt und verletzt worden. Der Mann sei der gefährlichen Körperverletzung in sechs Fällen, der Körperverletzung und der Bedrohung vom Frühjahr 2017 bis zum Frühjahr 2019 dringend verdächtig. 

+++ 13.42 Uhr: Flugbetrieb in Berlin-Schönefeld nach Bombenfund wieder aufgenommen +++

Der nach dem Fund einer Weltkriegsbombe eingestellte Flugbetrieb am Flughafen Berlin-Schönefeld ist vorerst wieder aufgenommen worden. Die Flüge könnten sicher stattfinden, teilte der Airport im Kurzbotschaftendienst Twitter mit. Knapp eine Stunde zuvor war der Flugbetrieb wegen des Bombenfunds gestoppt worden. 

+++ 13.19 Uhr: Flugbetrieb in Berlin-Schönefeld nach Bombenfund eingestellt +++

 Am Berliner Flughafen Schönefeld ist der Flugbetrieb am Freitagmittag wegen einer Weltkriegsbombe eingestellt worden. Die Bombe sei bei Bauarbeiten entdeckt worden, sagte ein Flughafensprecher. "Die Entschärfer sind vor Ort und verschaffen sich zunächst einen Überblick." Wie lang der Flugbetrieb unterbrochen bleibt, lasse sich noch nicht abschätzen.

+++ 12.59 Uhr: Bewährungsstrafen für Eltern von verhungertem Baby in Hamburg +++

Das Hamburger Landgericht hat die Eltern eines verhungerten Babys zu jeweils zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Der Vorsitzende Richter bezeichnete das Verhalten des 34 Jahre alten Vaters und der 33-jährigen Mutter als "krasses Betreuungs- und Fürsorgeversagen". Sie hätten den bedrohlichen Zustand des Kindes erkannt, seien aber dennoch nicht zum Arzt gegangen. Sie hätten gefürchtet, das Sorgerecht für das Baby und ihre sechs anderen Kinder zu verlieren. Der Junge sei bei seiner Geburt am 29. August 2017 ein gesundes Kind von 2850 Gramm gewesen. Vom ersten Tag an sei er nicht richtig ernährt worden. Kurz vor seinem Tod am 13. November 2017 habe das Baby deutlich sichtbare Zeichen von Unterernährung gezeigt. Der Junge hatte eine Dickdarmentzündung und litt unter Durchfall. Schließlich starb er an Kreislaufversagen. Bei seinem Tod wog das zehn Wochen alte Kind weniger als 2820 Gramm

+++ 12-48 Uhr: Religionsunterricht in Hamburg auch von nicht christlichen Lehrern +++

An den Hamburger Schulen sollen künftig auch Vertreter nicht christlicher Religionsgemeinschaften Religionsunterricht für alle Schüler geben. Das teilte Schulsenator Ties Rabe gemeinsam mit der Bischöfin der evangelischen Nordkirche, Kirsten Fehrs, sowie Vertretern der katholischen Kirche, der jüdischen Gemeinde, der alevitischen Gemeinde und der muslimischen Verbände mit.

+++ 11.50 Uhr: Daimler will bis Ende 2022 weltweit Tausende Stellen streichen +++

Der Autobauer Daimler will in den kommenden drei Jahren weltweit Tausende Jobs streichen. Freiwerdende Stellen sollen nicht wieder besetzt, die Altersteilzeit ausgeweitet und ein Abfindungsprogramm für die Verwaltung in Deutschland angeboten werden, teilte der Konzern mit. Entsprechende Eckpunkte seien nun mit dem Gesamtbetriebsrat ausgehandelt worden. Betriebsbedingte Kündigungen soll es nicht geben. Vorstandschef Ola Källenius hatte Mitte des Monats schon angekündigt, konzernweit rund 1,4 Milliarden Euro Personalkosten einsparen und jede zehnte Managementstelle streichen zu wollen, aber keine Details genannt.

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+++ 11.18 Uhr: Schule angezündet - 15-Jähriger muss mehr als vier Jahre in Haft +++

Das Aachener Landgericht hat einen Brandstifter zu viereinhalb Jahren Jugendstrafe verurteilt, weil dieser unter anderem seine Schule in der Eifel angezündet hatte. Das Urteil gegen den 15-Jährigen erging wegen siebenfacher schwerer Brandstiftung sowie versuchten Mordes in zwei Fällen, wie ein Gerichtssprecher sagte. Demnach hatte der Jugendliche unter anderem Ende vergangenen Jahres Feuer in seinem Gymnasium in Schleiden gelegt, um einen Elternsprechtag zu verhindern. Bei dem Großbrand entstand ein Schaden von mehreren Millionen Euro. Des weiteren setzte er ein Wohnhaus in Brand, dessen zwei Bewohner sich nur knapp retten konnten - eine Frau wurde bei einem Sprung aus dem Fenster verletzt. 

Strafmildernd wertete das Gericht das umfassende Geständnis des Angeklagten. Außerdem hatte er sich in der nicht-öffentlichen Verhandlung bei den Geschädigten entschuldigt.

+++ 11.06 Uhr: "Ocean Viking" rettet 60 Migranten im Mittelmeer +++

Das Rettungsschiff "Ocean Viking" hat in der Nacht im Mittelmeer 60 Migranten an Bord genommen. Sie wurden etwa 111 Kilometer vor der libyschen Küste von einem überfüllten Holzboot gerettet, teilten die Hilfsorganisationen SOS Méditerranée und Ärzte ohne Grenzen auf Twitter mit. Unter ihnen befanden sich demnach auch ein drei Monate alter Säugling und sein dreijähriger Bruder. Vergangene Woche hatte die "Ocean Viking" insgesamt 215 Menschen an Bord genommen. Eine mit Zwillingen schwangere Frau und ein Mann wurden mit einem Hubschrauber vom Schiff geholt, bevor dieses am Wochenende in den Hafen der italienischen Stadt Messina einlief.

Vor Lampedusa: Italienische Küstenwache rettet 149 Menschen aus eiskaltem Wasser

+++ 10.57 Uhr: Spendenaufruf geht viral - Schüler in Kambodscha erhalten neue Räume +++

Für mehr als 400 Grundschüler in Kambodschas hat sich der Wunsch nach neuen Klassenräumen erfüllt. Ministerpräsident Hun Sen kündigte den Bau zweier neuer Gebäude für eine Schule in der nördlichen Region Preah Vihear an, wie örtliche Medien berichten. Zuvor waren im Internet Fotos viral gegangen, welche die Kinder wegen Platzmangels draußen vor der Schule beim Lernen zeigten. Die Aufnahmen seien für einen Spendenaufruf gemacht worden, berichtete die Zeitung "Khmer Times". Da die Zahl der Schüler seit vergangenem Jahr von 300 auf 425 gestiegen sei, habe die Schule nicht mehr genug Platz für alle Kinder.

In Preah Vihear schlossen nach den jüngsten Zahlen des Bildungsministeriums etwa 87 Prozent der Kinder die Grundschule ab, acht Prozentpunkte mehr als im nationalen Durchschnitt. Viele der Schulen befänden sich jedoch in schlechtem Zustand.

+++ 10.53 Uhr: Russlands Geheimdienst nimmt Frau auf der Krim wegen Hochverrats fest +++

Wegen Hochverrats und Spionage für die Ukraine hat der russische Inlandsgeheimdienst FSB eine Frau auf der Schwarzmeer-Halbinsel Krim festgenommen. Sie sei vom ukrainischen Geheimdienst angeworben worden, um geheime Militärdaten an Kiew weiterzugeben, erklärte der FSB in Moskau. Die russische Staatsbürgerin sei in der Küstenstadt Sewastopol festgenommen worden. Details zu ihrer Identität und den Vorwürfen nannte der Geheimdienst nicht. Der Verdächtigen drohen im Fall einer Verurteilung bis zu 20 Jahre Haft.

Russland hatte sich die Krim 2014 nach einem international nicht anerkannten Referendum einverleibt. Seit der Annexion hat das russische Militär seine Präsenz dort deutlich ausgebaut und spricht von einer "uneinnehmbaren Festung". Besonders groß ist aber die Angst vor Spitzeln. Die Ukraine verlangt die Rückgabe der Halbinsel.

+++ 10.21 Uhr: Bundesrat stoppt Steuergesetze des Klimapakets vorerst +++

Der Bundesrat hat wichtige Teile des Klimapakets der Bundesregierung vorerst gestoppt. Wegen des Gesetzes zu den steuerlichen Regelungen, zu denen die Pendlerpauschale und die Steuerermäßigung auf Bahntickets gehören, rief die Länderkammer den Vermittlungsausschuss an. Die Länder fordern eine andere Verteilung der finanziellen Lasten, die sich aus dem Klimapaket ergeben.

+++ 10.16 Uhr:  "Respektrente" ist Wort des Jahres 2019 +++

Der Begriff "Respektrente" ist zum Wort des Jahres 2019 gekürt worden. Bei der Bezeichnung für eine Grundrente für Menschen, die 35 Jahre lang berufstätig waren und eine Rente unterhalb des Existenzminimums beziehen, handle es sich um "die Neubildung eines Hochwertworts in der politischen Debatte", erklärte die Gesellschaft für deutsche Sprache in Wiesbaden. Das Wort habe das Jahr in besonderer Weise charakterisiert. Auf den Plätzen zwei und drei landeten "Rollerchaos" und "Fridays for Future".

+++ 10 Uhr: Arbeitslosigkeit sinkt auf niedrigsten Stand seit Wiedervereinigung +++

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im November auf 2,180 Millionen gesunken und hat damit den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung erreicht. In November waren 24.000 Menschen weniger arbeitslos als im Oktober und 6000 weniger als vor einem Jahr, wie die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 4,8 Prozent.

"Die aktuelle konjunkturelle Schwäche ist am Arbeitsmarkt weiterhin spürbar", sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur, Detlef Scheele dennoch. "Alles in allem zeigt er sich aber robust."

+++ 9.43 Uhr: Taifun "Kammuri" steuert auf Philippinen zu +++

Ein starker Wirbelsturm hat Kurs auf die Philippinen genommen und könnte den südostasiatischen Inselstaat morgen mit heftigen Regenfällen und Windböen treffen. Taifun "Kammuri" bewege sich derzeit auf die Ostküste des Landes zu, teilte der philippinische Wetterdienst mit. Seine Böen erreichten Windgeschwindigkeiten von bis zu 170 Kilometern pro Stunde und könnten noch stärker werden. Derzeit sei es aber eher unwahrscheinlich, dass der Sturm ein "Supertaifun" werde. 

In der östlichen Region Bicol und im Norden der Insel Luzon, wo auch die Großregion Metro Manila um die philippinische Hauptstadt liegt, riefen die Behörden zur Vorsicht auf. Auch Evakuierungen seien zu erwarten. In den betroffenen Gebieten stehen am Wochenende die Südostasienspiele bevor, die Sportveranstaltung soll morgen nördlich von Manila eröffnet werden.

+++ 9.19 Uhr: Zoll beschlagnahmt hunderte Kilo Dopingmittel am Flughafen Frankfurt +++

Zollfahnder haben am Flughafen in Frankfurt am Main 412 Kilogramm Doping- und Arzneimittel beschlagnahmt. Die Produkte wurden in mehr als einem Dutzend Paketen in der Luftfracht entdeckt, wie das Zollfahndungsamt in Frankfurt mitteilte. Insgesamt enthielten die Pakete rund 83.000 Ampullen Dopingmittel sowie Potenzmittel in zehntausend Tütchen sowie 11.000 Tabletten. Sie wurden bereits im September und Oktober entdeckt. Die aus Singapur stammenden Produkte sollten über Frankfurt nach Paraguay geschickt werden. Die als "Health Product" gekennzeichneten Waren unterliegen in Deutschland dem Arzneimittel- und Antidopinggesetz, weswegen auch die Durchfuhr verboten ist. Ein Strafverfahren wurde eingeleitet. Der Empfänger in Paraguay konnte jedoch nicht ausfindig gemacht werden, weil die angegebene Anschrift nicht existiert.

+++ 9 Uhr: Hongkonger Polizei beendet Einsatz auf besetztem Universitätscampus +++

Die Polizei in Hongkong hat ihren Einsatz auf dem tagelang von Demokratieaktivisten besetzten Gelände der Polytechnischen Universität beendet. Am Nachmittag (Ortszeit) entfernten die Sicherheitskräfte die Absperrungen rund um das Gebäude und verließen den umkämpften Uni-Campus, wie AFP-Reporter berichten. Nachdem die Universität verkündet hatte, dass fast alle Demonstranten die Universität verlassen hätten, war die Polizei gestern auf das Gelände vorgedrungen. Der Einsatz zielte nach Angaben der Polizei hauptsächlich darauf ab, Überreste von Molotow-Cocktails, anderen Waffen und Chemikalien einzusammeln.

Das Gelände der Polytechnischen Universität hatte sich im Zuge der monatelangen Demokratieproteste zu einem der wichtigsten Schauplätze entwickelt. Am 17. November wurde die Polizei durch einen Hagel von Steinen und Molotow-Cocktails daran gehindert, die Barrikaden der Demonstranten zu durchbrechen.

Video: Hongkong: Demokratische Bewegung trägt Sieg bei Bezirksratswahl davon

+++ 8.56 Uhr: Gauland hält sich erneute Kandidatur für Parteivorsitz doch noch offen +++

Kurz vor Beginn des AfD-Parteitages hält sich der Vorsitzende Alexander Gauland eine erneute Kandidatur für sein Amt doch noch offen. Wenn sein Ko-Vorsitzender Jörg Meuthen und der sächsische AfD-Politiker Tino Chrupalla als neue Doppelspitze bestimmt würden, "würde ich es gerne so lassen, wie es geplant war", sagte Gauland dem "Focus". "Ansonsten behalte ich mir eine Kandidatur für den zweiten Sprecherposten vor." Gaulands Bereitschaft, doch noch einmal anzutreten, hängt laut dem "Focus"-Bericht vom Freitag mit der Ankündigung des Bundestagsabgeordneten Gottfried Curio zusammen, ebenfalls für den Parteivorsitz zu kandidieren. "Viele Leute kennen Curio und er hält gute Reden", sagte Gauland dem Magazin. "Die Partei ist anarchisch. Ich weiß nicht, wie es ausgeht."

Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" hatte am Mittwoch berichtet, die AfD-Spitze habe sich darauf verständigt, dass Gauland nicht mehr antreten werde. Auch die Kandidatur Chrupallas sei auf einem Krisentreffen am Dienstag abgesprochen worden.

+++ 8.45 Uhr: Polizist in NRW wegen Reichsbürgerverdachts suspendiert +++

Im nordrhein-westfälischen Paderborn ist ein Polizist suspendiert worden, weil er der sogenannten Reichsbürgerbewegung nahe stehen soll. Gegen den 45-Jährigen werde ein Disziplinarverfahren eingeleitet, teilte die Kreispolizeibehörde mit. Der Beamte war demnach im Streifendienst eingesetzt. Ende Oktober hatten sich Kollegen an ihre Vorgesetzten gewandt. Grund dafür seien auffällige Äußerungen gewesen. Der Beamte wurde zunächst auf eine Innendienststelle ohne Bürgerkontakt versetzt. Seine Schusswaffe musste er abgeben. Die Beurteilung der Vorwürfe durch den Staatsschutz führte letztlich zur Suspendierung mit einem Betretungsverbot für die polizeilichen Diensträume, wie die Polizei weiter mitteilte.

Die sogenannten Reichsbürger erkennen die Bundesrepublik nicht an und weigern sich unter anderem häufig, Steuern zu zahlen. Laut Verfassungsschutzbericht lag ihre Zahl bundesweit im vergangenen Jahr bei rund 19.000. Davon galten 950 als rechtsextrem.

+++ 8.33 Uhr: Nordkorea bestätigt neuen Raketentest +++

Nordkorea hat seinen neuesten Raketentest bestätigt. Machthaber Kim Jong Un habe den Test eines besonders großen Mehrfach-Raketenwerfers gestern selbst beaufsichtigt, berichten die nordkoreanischen Staatsmedien. Die Nachrichtenagentur KCNA verbreitete Fotos, auf denen ein lächelnder Kim in einem schwarzen Ledermantel und applaudierende Militärs mit Fellmützen zu sehen sind. Ein weiteres Fotos zeigt den Start einer Rakete von einem Raketenwerfer auf einem Lastwagen.

Nordkorea hatte nach Angaben des südkoreanischen Militärs gestern zwei unbekannte Geschosse ins Meer abgefeuert. Japan bezeichnete sie als eine "Art ballistischer Raketen". Der Einsatz ballistischer Raketen ist Nordkorea durch Resolutionen des UN-Sicherheitsrats untersagt.

+++ 8 Uhr: Verdächtiger nach Brandanschlag auf Autos vor Polizeiwache in Stralsund gefasst +++

Nach einem Brandanschlag auf mehrere Autos vor dem Polizeihauptrevier in Stralsund in Mecklenburg-Vorpommern ist ein Verdächtiger festgenommen worden. Der 61-Jährige sitze nach der Vorführung beim Haftrichter in Untersuchungshaft, teilte die Polizei in Neubrandenburg mit. Bei einer Durchsuchung seiner Wohnung in Stralsund wurden demnach Beweismittel beschlagnahmt, "die den Mann nach derzeitigen Erkenntnissen mit dem Brandanschlag in Verbindung bringen". Sein Motiv ist laut Polizei aber noch unklar.

In der Nacht zu Dienstag waren vor dem Revier Brandsätze an einem Streifenwagen und zwei Privatautos gezündet worden. Die Autos wurden zerstört, verletzt wurde niemand. Die Beamten bezifferten den entstandenen Sachschaden auf rund 40.000 Euro.

+++ 7.14 Uhr: Weltweite Klimaproteste beginnen in Australien und Asien +++

In Australien haben die weltweiten Klimaproteste begonnen. In Sydney, das wegen der nahegelegenen Waldbrände unter einer dichten Rauchwolke hängt, versammelten sich hunderte Schüler und Aktivisten vor der Zentrale der Regierungspartei, weil Premierminister Scott Morrison bestreitet, dass die Brände, die seit Wochen im Südosten Australiens wüten, Auswirkungen des Klimawandels seien. Auch in Asien und der Pazifikregion folgten Demonstranten dem Protestaufruf der schwedischen Klimaaktivistin Greta Thunberg. In Japans Hauptstadt Tokio zogen hunderte Demonstranten durch den betriebsamen Stadtteil Shinjuku.

Wenige Tage vor dem Beginn der Weltklimakonferenz in Madrid wollen sich heute Menschen rund um den Globus für mehr Anstrengungen zum Klimaschutz einsetzen. In Deutschland will die Bewegung Fridays for Future mit neuen Protesten in mehr als 500 Städten ihre Forderungen nach einer Überarbeitung des Klimapakets und einem schnelleren Kohleausstieg unterstreichen.

+++ 6.50 Uhr: Terroranschlag geplant - Lange Haftstrafen für drei Australier +++

Mitten in der australischen Metropole Melbourne wollten sie zur Weihnachtszeit vor drei Jahren Menschen enthaupten und Bomben zünden - dafür sind drei Männer in Australien jetzt zu langen Haftstrafen verurteilt worden. Ein 27- und ein 29-Jähriger müssen für mindestens jeweils 28 Jahre ins Gefängnis, wie der australische Sender ABC unter Berufung auf das Oberste Gericht des Bundesstaates Victoria berichtete. Ein dritter Angeklagter muss demnach für mindestens 16 Jahre einsitzen.

Die drei Männer hätten die Ideologie der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) unterstützt und geglaubt, der Anschlag werde Allah gefallen, sagte Richter Christopher Beale laut ABC. "Die Dummheit dieser Überzeugung wurde nur durch ihre Boshaftigkeit übertroffen." Der Anschlagsplan sei ein Angriff auf die Grundwerte unserer Gesellschaft" gewesen.

+++ 6.10 Uhr: Hitlers Speisewagen steht nun dauerhaft im Museum +++

Das Deutsche Dampflokomotiv Museum kann den einstigen Speisewagen von Adolf Hitler und Salonwagen von ehemaligen Kanzlern wie Konrad Adenauer (CDU) dauerhaft ausstellen. Die Oberfrankenstiftung hat den Salonspeisewagen 10 242 von einem Privatmann gekauft und stellt ihn als Dauerleihgabe dem Haus in Neuenmarkt zur Verfügung. Laut Museum ist das Fahrzeug "ein einmaliges Zeugnis über die Regierung- und Repräsentationszwecke der deutschen Eisenbahn". Seine Geschichte wurde sogar schon in einem Dokumentarfilm verewigt, wie es heißt. Seit 2001 war der Salonspeisewagen schon im Deutsche Dampflokomotiv Museum zu sehen.

Es gibt noch andere historische Eisenbahnwaggons, die einst die Nationalsozialisten geordert hatten und die später bis Willy Brandt von Kanzlern der Bundesrepublik unter anderem für Wahlkampftouren genutzt wurden. Im Haus der Deutschen Geschichte in Bonn etwa steht seit 1990 Waggon 10 205 - als erstes Exponat des Museums. Helmut Schmidt bekam laut einem Sprecher noch einen neuen Salonwagen. "Dann waren Flugzeug, Hubschrauber und Auto erste Wahl."


+++ 5.32 Uhr: Amazon-Beschäftigte beginnen am Black Friday mehrtägige Streiks +++

Am Schnäppchentag Black Friday streiken Amazon-Beschäftigte an allen Standorten in Deutschland für einen Tarifvertrag. Die mehrtägigen Streiks hätten in der Nacht begonnen, teilte die Gewerkschaft Verdi mit. Betroffen seien die Standorte Leipzig in Sachsen, Bad Hersfeld in Hessen, Koblenz in Rheinland-Pfalz, Rheinberg und Werne in Nordrhein-Westfalen und Graben in Bayern. Die Beschäftigten forderten einen Tarifvertrag für "existenzsichernde Löhne und gute und gesunde Arbeit". Die Streiks dauern bis einschließlich Cyper Monday, einem weiteren Rabattaktionstag.

Verdi kämpft seit Jahren dafür, dass die Amazon-Beschäftigten einen Tarifvertrag bekommen und nach dem Tarif für den Einzel- und Versandhandel bezahlt werden. Amazon bezeichnet sich dagegen als "fairen Arbeitgeber". "Wir bezahlen am oberen Ende dessen, was für vergleichbare Tätigkeiten üblich ist und überprüfen jährlich unsere Löhne", erklärt das Unternehmen. Darüber hinaus gebe es zahlreiche Zusatzleistungen.

+++ 5 Uhr: US-Extremkletterer Gobright in Mexiko tödlich verunglückt +++

Der prominente US-Extremkletterer Brad Gobright ist in Mexiko tödlich verunglückt. Der 31-Jährige sei am Mittwoch gemeinsam mit seinem US-Kollegen Aidan Jacobson auf einer Klettertour im nördlichen Bundesstaat Nuevo León gewesen, als er beim Abseilen mehrere hundert Meter in die Tiefe gestürzt sei, teilte der Zivilschutz des Bundesstaates mit. Der 26-jährige Jacobson stürzte den Angaben zufolge gemeinsam mit Gobright ab, blieb aber im Gegensatz zu seinem Kameraden auf einem Vorsprung liegen. Er erlitt demnach Verletzungen unter anderem am rechten Knöchel. Die beiden waren auf der als "Leuchtender Pfad" bekannten Route in Potrero Chico unterwegs.

Gobright war in der Kletterwelt vor allem für spektakuläre Aktionen wie einen Rekordaufstieg am Granitriesen El Capitán im kalifornischen Yosemite-Nationalpark bekannt. Bei dem Free-Solo-Abenteuer an der berüchtigten Steilwand hatte er 2017 einen Rekord aufgestellt.

+++ 3.19 Uhr: Bundesumweltministerin warnt Länder vor Verzögerung des Klimapakets +++

Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat die Bundesländer davor gewarnt, das Klimapaket zu verzögern. "Mir ist wichtig, dass gerade die Verbilligung von Bahnfahrten nicht aufgehalten wird", sagte die SPD-Politikerin der Funke Mediengruppe. Eine Verzögerung der für Anfang Januar geplanten Entlastung wäre "politisch absolut falsch". Heute stimmt der Bundesrat über zentrale Teile des Klimapakets der Bundesregierung ab. Im Vorfeld der Beratungen war damit gerechnet worden, dass die Länder einen Teil der Regelungen stoppen könnten - insbesondere die steuerrechtlichen Bestimmungen. Dabei geht es unter anderem um die Mehrwertsteuerreduzierung bei Bahntickets. 

+++ 1.46 Uhr: Ein Toter und mehrere Verletzte nach Kohlenmonoxid-Vorfall +++

Im nordrhein-westfälischen Ratingen ist ein Mann in einem Mehrfamilienhaus tot aufgefunden worden. Drei Anwohner wurden gestern Abend mit Verdacht auf eine Kohlenmonoxidvergiftung ins Krankenhaus gebracht, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. Fünf Einsatzkräfte seien zudem durch das Einatmen relativ hoher CO-Konzentrationen leicht verletzt worden. Eine Anruferin hatte die Feuerwehr alarmiert, nachdem sie ihren Bruder leblos gefunden hatte. Im Treppenhaus des Mehrfamilienhauses schlugen plötzlich die CO-Messgeräte der Rettungsdienstler Alarm, wie der Sprecher sagte. Kurz darauf wurde das gesamte Haus evakuiert. Die Gaszufuhr sei nach dem Alarm sofort abgesperrt worden. Da alle Räume des Gebäudes eine zu hohe CO-Konzentration aufwiesen, wurden sie demnach intensiv maschinell belüftet. Die Ursache für den hohen CO-Wert ist unklar. 

Kohlenstoffmonoxid ist ein geruch-, geschmacks- und farbloses Gas. Es ist nahezu gleich schwer wie die Umgebungsluft. Es entsteht oft als Reaktionsprodukt bei einer unvollständigen Verbrennung.

+++ 1.06 Uhr: Udo Lindenberg würde gern mit Greta Thunberg Schlittschuhlaufen +++

Rockstar Udo Lindenberg würde gerne mit Klimaaktivistin Greta Thunberg Schlittschuhlaufen. "Ich bin schon als Kind Schlittschuh gelaufen, in Gronau auf dem Stadtparkteich", sagte der Sänger nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks Unicef. Auch auf der Eisbahn am Rockefeller Center in New York habe er schon mal eine Runde gedreht. "Naja, Schlittschuhe oder Rock'n'Roll-Schuhe - 'ne schnelle Sohle eben, so war das bei mir immer schon." Auf die Frage, mit wem er denn gerne mal zusammen Eislaufen würde, antwortete der 73-Jährige: "Am liebsten mit Greta Thunberg."

Lindenberg hat auch in diesem Jahr wieder eine Weihnachtsgrußkarte für Unicef gestaltet. Sie zeigt ihn mit Schlittschuhen vor einem Peace-Zeichen. Das Thema Eislaufen solle den Kampf gegen die Erderwärmung und das Schmelzen des Polarkreises symbolisieren.

+++ 0.29 Uhr: Sieben Tote bei Absturz von Kleinflugzeug in Ostkanada +++ 

Beim Absturz eines Kleinflugzeugs im Osten Kanadas sind sieben Menschen ums Leben gekommen. Wie die kanadische Verkehrssicherheitsbehörde TSB mitteilte, wurde das Wrack der einmotorigen Piper PA-32 in schwer zugänglichem Terrain nahe des Zielorts Kingston gefunden. Die in den USA registrierte Maschine war am Mittwoch in einem Vorort von Toronto gestartet und gegen 17 Uhr Ortszeit abgestürzt. Den Angaben zufolge starben der Pilot und seine sechs Passagiere bei dem Unglück. Bei den Toten handelte es sich demnach um zwei Kanadier und fünf US-Bürger, kanadischen Medienberichten zufolge eine Familie aus den USA mit drei Kindern im Alter von drei bis 15 Jahren sowie zwei Kanadier. Die Absturzursache ist unklar.

mad / ivi / fs / DPA / AFP