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"Cranium Kabookii": Es muss nicht immer virtuell sein

"Cranium Kabookii" ist eine gelungene Umsetzung des preisgekrönten Brettspiels - nur die Frage, warum man das Ganze ausgerechnet auf der Wii zocken soll, bleibt ungeklärt.

Die Grundidee von "Cranium" ist, die Klassiker "Pictionary", "Tabu" und "Trival Pursuit" mit ein paar Neuerungen zu vereinen. Hier muss also gerätselt, gemalt, gewusst und geschätzt, aber auch musiziert, codiert und kombiniert werden, um am Ende mit den meisten Spielsteinen dazustehen und zu gewinnen.

Bis zu vier Teams treten in 15 verschiedenen Aktivitäten gegeneinander an, die mal mehr, mal weniger gekonnt an die Fähigkeiten der Wiimote angepasst wurden. Vor allem in der Disziplin "Pantomas", in der Begriffe pantomimisch dargestellt müssen, zickte die Steuerung mitunter gewaltig. Ebenfalls knifflig: Mit der Wiimote unter Zeitdruck einen Begriff zu zeichnen, dessen Linien nach und nach wieder verschwinden.

Die mitgelieferte "Cranium Kabookii"-Dekoderbrille sorgt für faire Verhältnisse. Nur durch sie kann ein einzelner Spieler die entsprechende Aufgabe und versteckte Hinweise auf dem Bildschirm erkennen. Darüber passte Ubisoft die enthaltenen Quizfragen sowie den Humor jedem Ländermarkt individuell an und verpasste dem Ganzen einen charmanten und kindgerechten Comic-Look.

Cranium Kabookii

Hersteller/Vertrieb

Ubisoft/Ubisoft

Genre

Sonstiges / Besonderes

Plattform

Wii

Preis

ca. 50 Euro

Altersfreigabe

o.A.

Keine Frage: "Cranium Kabookii" macht in geselliger Runde für kurze Zeit durchaus Spaß - allerdings fällt uns selbst mit dem Blick durch die rosarote Dekoderbrille kein vernünftiger Grund ein, warum das alles vor dem Fernsehschirm geschehen muss, wenn die Brettspielversion doch wesentlich günstiger und unterhaltsamer ist ...

Bernd Fetsch/Teleschau / TELESCHAU
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