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"NBA 2K9": So werfen Profis Körbe

"NBA 2K9" besinnt sich auf die zahlreichen Stärken seiner Vorgänger. Neues gibt es zwar nur wenig. Dafür haben die Entwickler einige bekannte Features reanimiert. Unterm Strich bleibt "NBA 2K9" immer noch die Referenz in Sachen Basketball, wenn auch der Vorsprung auf "NBA Live 09" geschrumpft ist.

Die auf den ersten Blick wichtigste Neuerung ist das so genannte "Live Kader"-System, das in etwa dem "Dynamische DNS"-Feature von "NBA Live 09" entspricht. Bedeutet: In regelmäßigen Abständen stellt der Hersteller überarbeitete Spielerlisten zum Download bereit, was dafür sorgt, dass sich alle aktuelle Entwicklungen im Spiel widerspiegeln. Macht etwa ein Star im echten Leben eine kleine Krise durch, wirkt sich das auch auf seine Leistungen im Game aus. Und Rookies, die zu Beginn der Saison nicht mehr als Mitläufer sind, können sich zu überdurchschnittlich guten Spielern entwickeln. Fast noch wichtiger ist aber, dass die Teams stets auf dem aktuellsten Stand sind und Wechsel berücksichtigt werden. Aktuellstes Beispiel ist Allen Iverson, der in einer Nacht-und-Nebel-Aktion von den Denver Nuggets zu den Detroit Pistons transferiert wurde. Das macht Spaß und kommt dem - ohnehin schon sehr hohen - Realismusgehalt zugute.

Das Gleiche gilt auch für die verbesserte Künstliche Intelligenz. Es ist kaum mehr möglich, eine ganze Saison lang mit zwei oder drei Spielzügen zum Erfolg zu kommen. Die Computer-gesteuerten Teams erkennen, dass stets die gleichen Angriffsvarianten genutzt werden und passen ihre Verteidigung entsprechend an.

Nach einer Auszeit wieder mit an Bord ist die Karrierevariante "Association". In typischer Management-Manier ist der Spieler hier über mehrere Jahre für alle sein Team betreffenden Belange zuständig. Unter anderem kümmert er sich um die Transfers, die Verträge und das Training seiner Korbjäger. Spielen und gewinnen muss er natürlich auch noch. Ebenfalls wieder dabei ist die spaßige Variante "NBA Blacktop", die mit kurzweiligen Mini-Games wie "Dunkcontest", "Dreier-Shootout" und "21" aufwartet.

Allenfalls Profis dürften sich darüber freuen, dass die ohnehin schon anspruchsvolle Steuerung in "NBA 2K9" noch komplexer wurde. Mit dem neuen Online-Multiplayer-Modus, an dem bis zu zehn Mitspieler teilnehmen können, finden ambitionierte Zocker auch eine ideale Spielwiese, um ihr Können zu beweisen - sofern sie eine Xbox 360 oder PS3 ihr Eigen nennen. PC-Spieler müssen auf dieses Feature unverständlicherweise verzichten, dafür aber das Game über die Online-Plattform "Steam" aktivieren.

NBA 2K9

Hersteller/Vertrieb

Visual Concepts/Take2 Interactive

Genre

Sport

Plattform

PlayStation2, PC, PlayStation3, Xbox 360

Preis

ca. 60 Euro

Altersfreigabe

o.A.

Optisch überzeugt "NBA 2K9" auf ganzer Linie, die Präsentation ist - von der PS2-Fassung einmal abgesehen - abermals grandios. Die neue, dynamische Kameraperspektive treibt den Realismusgehalt in neue Höhen. Lediglich bei Nahaufnahmen, etwa bei Freiwürfen, zeigt sich, dass die Spielermodelle ein paar Macken haben. Richtig störend ist das aber nicht.

Artur Hoffmann/Teleschau / TELESCHAU