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"Nvidia Shield": Das Tablet für Gamer und Technikfreaks

Nvidia bewirbt das "Shield" als das ultimative Tablet für Gamer. Aber kann man mit dem Gerät noch mehr als nur daddeln? Wir haben die Zockerflunder im Alltag getestet.

Von Dominik Brück

Für Gamer optimiert: Das "Shield" von Nvidia.

Für Gamer optimiert: Das "Shield" von Nvidia.

Längst ist das Tablet für viele Nutzer zum täglichen Begleiter geworden: Mails checken, Nachrichten lesen, Texte schreiben, die Multifunktionstalente sollen den gesamten Alltag vereinfachen. Immer mehr wird nun auch das Spielen zu einer häufig genutzten Funktion der Tablets. Nvidia will diesem Trend Rechnung tragen und hat mit dem "Shield" ein Gerät auf den Markt gebracht, das besonders auf die Bedürfnisse von Gamern eingehen soll. Ob das Tablet trotz des deutlichen Fokus auf eine Zielgruppe noch alltagstauglich bleibt und was Zocker vom "Shield" erwarten dürfen, haben wir getestet.

Vormittags: Ein gutes Tablet, nicht mehr und nicht weniger

Mit dem "Shield" in der Tasche geht es aus dem Haus. Dort nimmt das Tablet mit seinen 221x126 Millimetern wenig Platz weg und belastet mit einem Gewicht von 390 Gramm auch die Schultern kaum. Egal ob in der Bahn oder beim Meeting, die Grundfunktionen des "Shield" unterscheiden sich kaum von anderen Tablets auf dem Markt. Nutzer bekommen mit dem Gerät ein gutes Tablet, aber auch nicht mehr. Mit dem Betriebssystem Android 5.0 Lollipop lassen sich Apps bequem aufrufen und bedienen. Praktisch für jeden, der das Gerät beruflich nutzt: Mit dem eingebauten Stylus-Stift lassen sich Notizen und kleine Zeichnungen bequem auf dem Tablet machen. Zudem ermöglicht der Stift eine präzise Bedienung auch mit Handschuhen. Störend ist nur, dass man den Stift nicht ganz einfach aus seiner Halterung lösen kann. Das gleiche gilt auch für die Knöpfe des "Shield". Diese reagieren erst auf stärkeren Druck und könnten ruhig etwas empfindlicher sein. Mobiles Surfen ist nur mit der 32-Gigabyte-Version des Tablets möglich, hier ist dann aber auch LTE verfügbar. Die 16-Gigabyte-Version lässt den Nutzer nur über Wlan ins Internet. Der interne Speicher lässt sich durch Einsetzen einer Micro-Sim problemlos erweitern.

Nachmittags: Das Herz des "Shield" schlägt für Gamer

Endlich Feierabend, Zeit für etwas Entspannung: Neben allem, was Googles Play Store hergibt, wurde von "Half Life 2" bis "Trine 2" eine ganze Reihe von Spielen speziell für das Gaming-Tablet optimiert. Die sehen auf dem Acht-Zoll-Display mit Full-HD-Auflösung von 1920x1200 Pixeln gut aus und laufen angenehm flüssig. Möglich wird das durch das Herz des "Shield", das eindeutig für Gamer schlägt: Der 2,2 Gigahertz Prozessor sorgt in Verbindung mit zwei Gigabyte Arbeitsspeicher für ordentliche Rechenpower. Seine wahre Stärke spielt das "Shield" aber nicht unterwegs, sondern in den eigenen vier Wänden aus. Zusammen mit der flexiblen Abdeckung, mit der sich das Tablet wie ein Monitor aufstellen lässt, und dem Wireless-Gamecontroller wird das Gerät zum wahren Spieleparadies.

Zwar muss man sich die Abdeckung für rund 30 Euro und den Controller für etwa 60 Euro dazukaufen, für das Spielerlebnis sind beide aber sehr sinnvoll. Denn durch den Controller, der gut in der Hand liegt und ohne Verzögerungen Befehle an das Tablet übermittelt, wird perfektes Konsolenfeeling erzeugt. Damit dieses noch gesteigert wird, lässt sich das "Shield" durch ein HDMI-Kabel problemlos an den Fernseher anschließen und projiziert dann das Bild direkt auf den großen Schirm, was auch bei schnellen Bewegungen der Spielfigur ordentlich aussieht. Aber auch das Display des Tablets kann als Plattform für externe Spiele benutzt werden. Am Abend im Bett noch schnell eine Runde zocken, währen der PC im Nebenraum steht? Kein Problem: Per Gamestream sollen sich zahlreiche Titel, darunter zum Beispiel "Assassins's Creed", vom Computer auf das "Shield" streamen lassen. Das funktioniert aber nur in Verbindung mit einer GeForce-Grafikkarte, weswegen wir diese Funktion leider nicht testen konnten.

Abends: Ein Film zu einschlafen – wenn der Akku hält

Kurz vor dem Einschlafen soll es dann noch ein kurzer Film sein – Überlänge wäre auch wahrscheinlich nicht möglich, denn der Akku des "Shield" hält mit nur 19,75 Wattstunden keinen ganzen Tag durch. Belastet man die Batterie noch zusätzlich mit längeren Gaming- oder Filmsessions ist schnell der Gang zur Steckdose fällig. Steht das Bett in Steckdosennähe, steht auch dem Filmvergnügen zum Abschluss des Tages nichts mehr im Wege – fast zumindest. In unserem Test bricht ab und zu die Wlan-Verbindung ab, was besonders bei der Nutzung von Streaming-Plattformen nervig ist. Ansonsten bekommt man auch hier ein gutes Filmerlebnis mit hochaufgelöstem Bild und ordentlichem Sound.

Insgesamt bietet das "Shield" im Alltag nichts, was andere Tablets nicht auch vorweisen können. Dabei bekommt man rund 300 Euro für die 16-Gigabyte-Version und rund 380 Euro für die 32-Gigabyte-Version aber eine gute Qualität. Besonders interessant dürfte das "Shield" aber für Gamer und Technikfreaks bleiben, da Normalnutzer kaum von der besonderen Ausstattung des Tablets profitieren, die eben unmittelbar auf Gaming ausgerichtet ist. Wer dann noch bereit ist rund 90 Euro für Controller und Abdeckung auszugeben, bekommt mit dem "Shield" ein gutes Tablet für den Alltag, mit dem es einfach nur richtig Spaß macht ordentlich zu zocken.

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Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.