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Apples iMac - leistungsstärker und deshalb teurer als nötig? Der Apple iMac 27-Zoll 2011 auf einen Blick


Obwohl sich beim neuen iMac aus dem Hause Apple nichts in Sachen äußerer Form getan hat, sind die Amerikaner mit dem taufrischen All-In-One-Computer einen deutlichen Schritt nach vorn gegangen.

Obwohl sich beim neuen iMac aus dem Hause Apple nichts in Sachen äußerer Form getan hat, sind die Amerikaner mit dem taufrischen All-In-One-Computer einen deutlichen Schritt nach vorn gegangen.

Die neue iMac-Familie für 2011 besteht wieder aus zwei 21,5-Zoll-Modellen und zwei 27-Zollern, die allesamt mit Intels Sandy-Bridge-Prozessoren (der zweiten Generation der angesehenen Core-i-CPU-Serie) ausgestattet sind.

Alle Geräte der Serie verfügen über einen Quad-Core-Prozessor Core i5 von Intel, während die 2010er iMacs, mit Ausnahme des teuersten Modells, lediglich mit Intel Dual-Core-Prozessoren ausgestattet waren.

Der 27-Zoll-iMac mit Intels Quad-Core-Prozessor Core i5 mit einer Leistung von 3,1 GHz wird zum Preis von 1899 Euro angeboten. Dieser kann zusätzlich auf einen Quad-Core Intel Core i7 mit 3,4 GHz aufgerüstet werden.

Beim Grafikprozessor erhält der Käufer einen AMD Radeon HD 6970M mit einem 1-GB-GDDR5-Speicher. In der Version von 2010 wurde noch ein ATI Radeon HD 5750 eingebaut. Unverändert bleibt beim neuen 27-Zoll-iMac jedoch die Festplatte. Standardmäßig ist ein 1-TB-Laufwerk (mit 7200 Umdrehungen pro Minute) enthalten, das jedoch optional durch eine 2-TB-Version, einem Solid-State-Drive mit einer Kapazität von 256 GB oder einer Kombination aus SSD und HDD ersetzt werden kann.

Ausgeliefert wird der iMac mit 4 GB Arbeitsspeicher, der auf 16 GB erweitert werden kann.

Der Mini-DisplayPort des 27-Zoll-iMacs wurde zugunsten von zwei Thunderbolt-Anschlüssen aufgegeben. Dabei handelt es sich um eine neue Technik, die sowohl Videobilder als auch Datenübertragung unterstützt. Ein Mini-DisplayPort-Monitor kann jedoch direkt über den Thunderbolt-Anschluss mit dem iMac verbunden werden. Damit ist die Nutzung von sogar zwei Monitoren möglich. Außerdem kann der Anschluss als Video-in-Port genutzt werden, sodass der 27-Zoll-Glanzbildschirm mit LED-Hintergrundbeleuchtung und einer Auflösung von 2560 x 1440 Pixel auch für andere Geräte einsetzbar ist.

In der neuen Serie wurde außerdem die FaceTime-Kamera einem HD-Upgrade unterzogen, und der SD-Kartenleser unterstützt nun auch das SDXC-Format.

Zusammengefasst macht Apple mit der Überholung des 27-Zoll-iMacs einen großen Sprung vorwärts. Während äußerlich, mit den Anschlüssen auf der Rückseite, nur eine kleine Änderung vorgenommen wurde, stellt der Wechsel zur zweiten Generation der Sandy-Bridge-Prozessoren einen massiven Leistungssprung dar. Auch der Einsatz der leistungsstarken AMD-Grafikkarte unterstützt die Fortschrittlichkeit des Gerätes.

Die neuen Thunderbolt-Anschlüsse werden ihre Leistung jedoch erst dann vollständig zeigen können, wenn geeignete Peripheriegeräte auf den Markt kommen. Allerdings hat diese Technik jetzt schon das Zeug dazu, die Datenübertragung zu revolutionieren.

Auch der SD-Kartenleser ist ein Pluspunkt, da dieser nun auch anspruchsvollere SDXC-Karten unterstützt. Ebenfalls verbessert wurde die Kamera, welche nun HD-Auflösung, ein 16:9-Bildformat und eine bessere Leistung bei schwachem Licht bietet.

Obwohl der 27-Zoll-Bildschirm des 2011er Apple iMacs eine sehr hohe Qualität bietet, wird er nicht in einer blendfreien Version, sondern nur als glänzende Variante, angeboten. Wenn man ein MacBook Pro erwirbt, kann man durchaus ein mattes Display aussuchen. Warum das bei der iMac-Serie nicht möglich ist, bleibt unverständlich. Das optische Laufwerk der neuen Serie ist ebenfalls nicht auf dem neuesten Stand und etwas in die Jahre gekommen.

Letztendlich ist der 27-Zoll große Apple iMac mit dem 3,4 GHz Core-i7-Prozessor ein unglaublich leistungsstarker Computer, der mehr bereithält, als eigentlich nötig ist.

Professionelle Anwender innerhalb der Kreativbranche werden den größeren Bildschirm und die erhöhte Leistung sicherlich willkommen heißen. Dem Durchschnittsanwender dürfte allerdings das günstigere 21,5-Zoll-Modell einen mehr als ausreichenden Dienst erweisen.

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