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Asus Eee Pad Transformer Prime Aus Tablet wird Laptop


Erweiterbares Tablet? Oder doch ein Laptop zum Auseinanderbauen? Das Asus Transformer Prime ist irgendwie beides und fordert das iPad mit ungewöhnlichen Mitteln heraus. Doch kann das Tablet im Test überzeugen?

Mit dem Tablet Transformer Prime verlässt Asus den "Schneller,dünner, leichter, besser"-Weg der Konkurrenz und kombiniert gute Leistung mit einer frischen Idee: Wieso nicht ein Tablet bauen, dass im Handumdrehen in einen Laptop verwandelt werden kann?

Zwar gibt es auch für iPad und Co. Tastaturen, doch keine der Lösungen ist so konsequent umgesetzt wie beim Transformer Prime. Aber auch bei den technischen Werten weiß der iPad-Herausforderer zu gefallen.

Ausgestattet mit einem Quad-Core-Prozessor von Nvidia und einem 10,1 Zoll großen Bildschirm mit 1280 x 800 Pixel Auflösung bietet das Tablet außerdem ein dünnes und leichtes Design. Als Betriebssystem dient das für Tablets optimierte Android 3.2 "Honeycomb". Mit diesen Werten stellt das Asus-Tablet sogar das vielgelobte Samsung Galaxy Tab 10.1 in den Schatten.

Wir haben es getestet.

Design

Das Eee Pad Transformer Prime ist dünner und großteils leichter als andere derzeit auf dem Markt erhältlichen Tablets.

Mit lediglich 8,3 Millimeter Dicke bietet das Transformer Prime ein sehr schlankes Design. Gegenüber dem mit 12,98 Millimeter wesentlich dickerem Transformer TF101, das diesen Sommer auf den deutschen Markt gekommen ist, stellt das Prime eine wahre Weiterentwicklung dar. Das Galaxy Tab 10.1 ist im Vergleich 8,6 Millimeter und das iPad 2 von Apple misst 8,8 Millimeter.

Mit 586 Gramm ist das Prime auch leichter als das iPad 2 (601 Gramm), jedoch etwas schwerer als das Samsung 10.1 (565 Gramm). Das noch nicht erhältliche Xoom 2 von Motorola wird 599 Gramm auf die Waage bringen.

Das Design des Prime erinnert an die Tablets von Samsung und Apple. Auf der Vorderseite ist der Bildschirm von einem großen schwarzen Rand umgeben und auf der Rückseite soll gebürstetes Metall für genügend Schutz sorgen.

Spezifikationen

Asus bietet den Anwendern sowohl ein Modell mit 32 GB internen Speicher, als auch eine 64-GB-Version. Außerdem verfügt das Tablet über WLAN, Bluetooth, einen Micro-HDMI-Anschluss und einen MicroSD-Anschluss für Karten mit bis zu 32 GB. Eines der Hauptmerkmale des Asus-Tablets ist aber der schnelle Tegra-3-Prozessor von Nvidia. Asus bietet diesen Rechenchip als erster Hersteller in einem Tablet an. Die CPU sollte beim Spielen genug Leistung bieten, um mit PC- und Konsolen-Spielen mithalten zu können.

Allerdings sollte man nicht die Qualität eines "Battlefield 3" (für den PC) erwarten. Dennoch wird der Prozessor anspruchsvolle Gamer mit Wasser- und Lichteffekten sowie der Darstellung von Rauch überzeugen können.

Verglichen mit dem Samsung Galaxy Tab 10.1 müssen die Anwender zwar kleine Abstriche hinnehmen, allerdings fallen diese nicht sonderlich ins Gewicht. Der Bildschirm des Samsung-Tablets ist etwas heller und die Farbwiedergabe ein wenig satter. Dafür bietet der Asus-Bildschirm allerdings einen besseren Schutz vor Blendeffekten bei direkter Sonneneinstrahlung.

Auch das Browser-Erlebnis ist spürbar schneller. Vor allem bei Seiten mit vielen Flash-Inhalten macht sich der bessere Rechenchip bemerkbar.

Der Vierkernprozessor wird sich aber auch auf die Apps auswirken und Anwendungen wie Gmail, Polaris Office oder die Kamera-Programme beschleunigen.

Beim täglichen Gebrauch soll der Akku des Transformer Prime laut Asus für zwölf Stunden halten. Beim originalen Transformer-Tablet sind es lediglich 9,5 Stunden.

Außerdem gibt es eine Tastatur-Dockingstation, die für das neue Tablet gestaltet wurde und die Akkulaufzeit auf 18 Stunden erhöhen soll. Die Dockingstation bietet neben einer vollständigen Tastatur auch einen USB-Anschluss und ein Touchpad. Das Prime kann dadurch in ein vollständiges Notebook verwandelt werden.

HD-Videos

Beim Transformer Prime handelt es sich um das erste Tablet innerhalb unserer Tests, mit dem Full-HD-Videos (1080p) ohne Verzögerungen wiedergegeben wurden.

Auch Hersteller anderer Tablets behaupten, dass ihre Geräte Videos mit solch einer Auflösung abspielen. In einigen Fällen werden Film-Streams zwar ohne Verzögerungen wiedergegeben, allerdings ist die Bildfrequenz nicht bei allen Tablets immer überzeugend. Beim Transformer Prime ist die HD-Qualität sowohl bei Hollywood-Filmen als auch bei Videos, die mit der 8-Megapixel-Rückseitenkamera des Tablets aufgenommen wurden, hervorragend. Auf der Vorderseite bietet das Tablet zudem eine 1,2-Megapixel-Kamera für Videotelefonate.

Preis

Die 64-GB-Version des Tablets wird ohne Dock 599 Euro kosten. Für denselben Preis ist das 32-GB-Modell samt Tastatur-Dockingstation erhältlich. Kauft man die Dockingstation separat, müssen 159 Euro berappt werden.

Zum Verkaufsstart des Asus Eee Pad Transformer Prime in Deutschland gibt es bisher keine offiziellen Informationen. Es könnte allerdings im Januar nächsten Jahres bereits soweit sein.

Fazit

Das Transformer Prime ist das beste Android-3.2-Tablet, das wir bisher gesehen haben. Dank des NVIDIA-Tegra-3-Prozessors bietet das Asus-Tablet beste Voraussetzungen für schnelles Gaming und eine großartige Videowiedergabe. Außerdem können sich Anwender auf eine lange Akkulaufzeit freuen. Darüber hinaus bietet das Tablet ein unglaublich dünnes Design und ist zudem äußerst leicht.

Einen kleinen Abstrich müssen Anwender jedoch bei der Auswahl der Apps machen. Das Apple iPad 2 ist nach wie vor die beste Wahl für Anwender, die einzigartige Anwendungen haben möchten.

Letztendlich kann das Asus Eee Pad Transformer Prime mit seinem schnellen Prozessor, dem klaren und selbst bei direkter Lichteinstrahlung gut erkennbaren Bildschirm sowie seinem leichten Gewicht und dünnem Design nicht nur mit anderen Tablets mithalten, sondern die meisten auch übertrumpfen.

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