HOME

Datenschutzbedenken lassen Microsoft umdenken: Microsoft überdenkt Nutzung seiner Ortsdatenbank auf Live.com

Microsoft hat sich nach einer Häufung von Datenschutzbedenken entschieden, seine Pläne hinsichtlich der Nutzung ortsbezogener Daten auf Live.com, zu überdenken.

Microsoft hat sich nach einer Häufung von Datenschutzbedenken entschieden, seine Pläne hinsichtlich der Nutzung ortsbezogener Daten auf Live.com, zu überdenken.

Laut dem IT-Nachrichtenportal "Cnet" hat Elie Bursztein, Post-Doktorant bei Stanford Security Laboratory, die Lawine losgetreten. Dieser wurde von Microsoft beauftragt, zu untersuchen, ob Geräte mittels der gespeicherten WLAN-Daten in Microsofts MAC-(Media-Access-Control)-Ortsdatenbank zurückverfolgt werden können. Bursztein behauptete später, dass er jedes von Microsoft erfasste mobile Gerät auffinden kann, war aber auch der Erste der darauf hinwies, dass Microsoft den Zugang zu dieser Datenbank nun eingeschränkt hat.

Im Juni hatte Google in einem ähnlichen Fall den Zugang zu seiner Ortsdatenbank eingeschränkt, nachdem sich die Anwenderbeschwerden bezüglich des Datenschutzes häuften.

Firmen wie Google und Microsoft legen diese Datenbanken an, um ortsbezogene Daten wie beispielsweise die Lokalisation von Hot Spots für Smartphones, Tablets und WLAN-Laptops bereitstellen zu können.

Ein Problem entsteht, wenn auch private MAC-Adressen gespeichert und veröffentlicht werden. Denn damit funktioniert das Ganze auch umgekehrt und das Smartphone, der Laptop oder das Tablet können lokalisiert und identifiziert werden.

Google und Microsoft haben bisher eine nicht unerhebliche Geldsumme in das Projekt gesteckt und schicken eine Menge Lieferwagen mit Kameras um die Welt, um Daten zur Lage von WLAN-Hot Spots zu sammeln und zu speichern.

Nun häufen sich Bedenken, dass Microsoft auch Daten von privaten Smartphones sammelt, die als private Hot Spots genutzt werden. Denn jedes Smartphone mit WLAN oder 3G ist ein potenzieller Hot Spot.

Microsoft überdenkt nun die Nutzung der Datenbank, die die MAC-Adressen beinhaltet. Auch wenn bis jetzt nicht klar ist, wie groß das Ausmaß der Datenschutzverletzung durch die Speicherung dieser Daten ist, häufen sich die Bedenken und Microsoft hat in weiser Voraussicht die Bremse gezogen.

TR / Tech Radar