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EU-Kartellstreit: Microsoft reicht rechtzeitig ein

Kurz vor Ablauf des Ultimatums hat Microsoft überarbeitete Unterlagen bei der Europäischen Kommission eingereicht. Seit mehr als zwei Jahren ringen die EU-Wettbewerbshüter und der Softwareriese um technische Daten.

Kurz vor Ablauf eines EU-Ultimatums hat Microsoft der Kommission in Brüssel technische Informationen für Konkurrenten geliefert. Die EU-Wettbewerbshüter wollen nun "zu gegebener Zeit" darüber entscheiden, ob Microsoft damit seine Verpflichtungen vollständig erfüllte, sagte der Sprecher von EU- Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes am Donnerstag in Brüssel. Das werde eher Monate als Wochen dauern. Dem weltgrößten Softwareunternehmen droht eine neue millionenschwere EU-Geldbuße.

Bei den Konflikt geht es darum, wie das Betriebssystem Windows für Arbeitsgruppenrechner mit Anwendungen anderer Hersteller dialogfähig gemacht werden kann. Brüssel fordert dazu seit Jahren komplette Schnittstelleninformationen, um die Konkurrenz in der Sparte anzukurbeln. Die Frist lief bis Donnerstag Mitternacht.

Microsoft-Konkurrenten sollen jetzt prüfen, ob die Informationen ausreichen. Auch der von der Kommission eingesetzt Treuhänder werde die Daten untersuchen. Microsoft sprach von einer wichtigen Etappe. Das Unternehmen werde weiterhin eng mit der Kommission zusammenarbeiten, um die Auflagen der Behörde vollständig zu erfüllen.

Microsoft hatte eine Gruppe von 300 Mitarbeitern beauftragt, um die Kommissions-Norm für die technische Dokumentation zu erfüllen. Microsoft hatte im Juli geänderte technische Informationen geliefert. Diese reichten laut Kommission jedoch nicht aus.

Die Kommission hatte dem Konzern Mitte des Monats mit einem täglichen Bußgeld von bis zu 3 Millionen Euro gedroht, falls die technischen Informationen nicht ergänzt werden sollten. Die Kommission hatte den Konzern im März 2004 mit einem Rekordbußgeld von 497 Millionen bestraft und ihn zur Öffnung von Windows für mehr Wettbewerb verurteilt. Im vergangenen Juli gab es dann ein weiteres Bußgeld von 280,5 Millionen Euro wegen Nichterfüllung der alten Sanktionen.

Reuters/DPA / DPA / Reuters
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Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.