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Hackerangriff bei Sony: Kundendaten im Internet abrufbar

Namen, Adressen, Kreditkartennummern - Millionen Sony-Kunden fürchten derzeit um ihre Daten, die bei einem Hackerangriff gestohlen wurden. Jetzt tauchte ein Teil der Daten im Internet auf.

Der Datenskandal bei Sony nimmt kein Ende: Einige der von Hackern aus Sony-Computern gestohlenen Kundendaten sind nach Angaben des japanischen Elektronik-Konzerns vorübergehend im Internet abrufbar gewesen. Eine Sony-Sprecherin erklärte am Samstag, man habe die Daten von 2500 Kunden - darunter Namen und einige Adressen - wieder aus dem Netz entfernen lassen. Sie stammten aus einer Datenbank, die 2001 aufgebaut worden sei.

Zudem kündigte die Sprecherin an, der Neustart des PlayStation-Netzwerks werde sich verzögern. Ein neuer Termin stehe nicht fest. Am vergangenen Sonntag hatte Sony angekündigt, der Dienst werde innerhalb einer Woche wieder angeboten.

Zusammenhang mit neuem Hacker-Angriff unklar

Insgesamt sind mehr als 100 Millionen Sony-Kunden von den Hackerangriffen auf die Systeme des Konzerns betroffen. Zunächst wurden Daten von 77 Millionen Nutzern des Online-Angebots der Spielekonsole PlayStation gestohlen, dann Daten von 25 Millionen Kunden des Online-Spiele-Angebots Sony Online Entertainment.

Erst am Freitag hatte sich der Konzernchef Howard Stringer für die Vorfälle entschuldigt. Zeitgleich gab es erste Hinweise darauf, dass es zu einem erneuten Hackerangriff kommen könnte. Eine Gruppe von Hackern hatte sich auf einem Chatkanal über Planungen ausgetauscht. Es sollte die Vergeltung sein für den Umgang des Unternehmens mit Daten. Die Hacker behaupteten, dass sie bereits Zugang zu den Sony-Servern hätten und Daten ins Netz stellen wollen. Ob die jetzt entdeckten Daten und die Ankündigungen in Zusammenhang stehen, ist jedoch unklar.

swd/Reuters / Reuters