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Überraschung aus Cupertino: Apple stellt iPad Pro mit Kamera aus selbstfahrenden Autos vor

Das kam überraschend: Apple hat am Mittwoch neue Geräte vorgestellt. Neben überarbeiteten MacBooks gibt es auch ein iPad, das mit einer neuartigen Kamera ausgestattet ist.

Der "Lidar"-Sensor in der Kamera des neuen iPad Pro soll für eine bessere Erkennung bei AR-Anwendungen sorgen

Der "Lidar"-Sensor in der Kamera des neuen iPad Pro soll für eine bessere Erkennung bei AR-Anwendungen sorgen

PR-Material

Für Apple beginnt das Jahr traditionell im März: Im Frühjahr 2019 stellte Konzern-Chef Tim Cook den neuen Streamingdienst Apple TV+ vor, ein Jahr zuvor legte er den Schwerpunkt auf den Bildungsbereich. Dieses Jahr gibt es zwar kein eigenes Event, dennoch hat Apple am Mittwoch neue Produkte vorgestellt: Neben einem aufgemotzten Macbook Air gibt es nun ein iPad mit einer spannenden Kamera. Die Neuerungen im Überblick.

iPad Pro mit Tiefenerfassungs-Kamera

Das neue iPad Pro gibt es in zwei Bildschirmgrößen - 11 und 12,9 Zoll - und hat einige spannende Funktionen spendiert bekommen. So bietet der neue A12Z-Chip eine höhere Rechenpower im Vergleich zum Vorgängermodell, dank Wifi-6-Unterstützung ist das Profi-iPad nun auch für das Wlan der nächsten Generation gerüstet. Trotz der schnelleren Performance bietet das iPad Pro nach wie vor zehn Stunden Akkulaufzeit, so Apple.

Die auffälligste Neuerung ist die überarbeitete Kamera mit Ultraweitwinkel-Objektiv. Beim iPad dient sie primär jedoch nicht der Fotografie, sondern einem anderen Zweck: Sie soll Augmented-Reality-Anwendungen auf das nächste Level heben. Dafür ist ein sogenannter Lidar-Scanner integriert (Abkürzung für "light detection and ranging").

Lidar ist eine Radar-Technologie zur optischen Abstands- und Geschwindigkeitsmessung, die man etwa aus autonom fahrenden Autos kennt. In Apple-Geräten kam diese Technologie bislang noch nicht zum Einsatz. Der Lidar-Scanner im iPad soll Abstände bis zu fünf Metern erkennen und sowohl in Innenräumen als auch im Freien verwendet werden können, so Apple. Die vom Scanner gemessenen Tiefenpunkte werden in Echtzeit mit den Daten der beiden Kameras und Bewegungssensoren in Einklang gebracht, wodurch das iPad ein "tiefergehendes Verständnis einer Szene" bekomme, erklärt Apple weiter. Davon profitiert etwa die in jedem iPhone und iPad vorinstallierte Maßband-App. Wie gut der Sensor funktioniert und welchen Mehrwert er liefert, werden Tests zeigen müssen.

Als neues Zubehör gibt es das Magic Keyboard ab Mai auch für das iPad Pro. Die Tastatur wird via USB-C angeschlossen, ist neigungslos verstellbar und mit einer Hintergrundbeleuchtung ausgestattet. Erstmals ist ein Trackpad integriert, wie man es sonst von Notebooks kennt.

Das iPad Pro (11 Zoll) beginnt bei einem Preis von 879 Euro, die 12,9-Zoll-Variante startet bei 1099 Euro.

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Macbook Air mit neuer Tastatur

Ebenfalls aufgemotzt wurde das Macbook Air. Das 13-Zoll-Notebook bietet nun dank Intel-Chips der zehnten Generation eine laut Apple bis zu zweimal schnellere Prozessor-Leistung und eine bis zu 80 Prozent höhere Grafik-Performance.

Was viele Kunden freuen dürfte: Die Basis-Speicherausstattung liegt bei mindestens 256 Gigabyte, zuvor waren es 128. Die für Vielschreiber jedoch beste Neuerung ist das Magic Keyboard, jene Tastatur, die erstmals mit dem MacBook Pro (16 Zoll) im vergangenen November ihre Premiere feierte. Die überarbeitete Tastatur bietet einen ein Millimeter großen Tastenhub und ist weniger anfällig als die häufig kritisierten Tastaturen mit Butterfly-Mechanik, die in den vergangenen Jahren eingesetzt wurde.

Das neue MacBook Air kann ab heute zu einem Einstiegspreis von 1199 Euro vorbestellt werden.

Mac Mini mit doppelt so viel Speicher

Beim Mac Mini gibt es nur ein kleines Update: Der Schreibtisch-Rechner erhält in der Grundausstattung für 929 Euro ebenfalls doppelt so viel Speicher (mindestens 256 Gigabyte).