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Kriminalistik: Computer helfen bei Identifizierung unbekannter Leichen

Rund 50 Tote konnten in Deutschland allein im vergangenen Jahr nicht identifiziert werden. Eine Rostocker Anthropologin rekonstruiert mit Computerhilfe das frühere Aussehen der Menschen, von denen häufig nur wenige Reste übrig sind.

Die beiden Männer mussten etwa ein Jahr tot in ihren Schlafsäcken im Frankfurter Nidda-Park gelegen haben. Ihre Schädel waren zertrümmert und die Knochen von Tieren gefressen oder verschleppt worden. Lange rätselten die Ermittler über die Identität der Männer, bis die biologische Anthropologin Ursula Wittwer-Backofen mit einem computergestützten Spezial-Verfahren Gesichtsbilder der Unbekannten anfertigte. Der Erfolg kam nach zwei Wochen. Die Toten wurden wiedererkannt. Die Informatiker aus Georgien hatten in Deutschland Arbeit gesucht und waren ermordet worden.

Für die ganz schweren Fälle

Die Wissenschaftlerin erforscht die Grundlagen für die "Gesichtsrekonstruktion über Computersuperpositionen" in Rostock am Max-Planck-Institut. Die praktische Anwendung läuft über die Universität Freiburg. Mittlerweile kommen Anfragen von Ermittlungsbehörden aus ganz Deutschland. "Bei uns landen die schwierigen Fälle", sagt Wittwer-Backofen. "In der Regel haben diese Menschen wenig Spuren hinterlassen und ohne Registrierung in Deutschland gelebt."

Schneller und preiswerter

Im Vergleich zur "herkömmlichen" plastischen Rekonstruktion habe das seit eineinhalb Jahren angewandte Verfahren zwei wesentliche Vorteile. "Es ist schneller und verursacht nur etwa ein Drittel der bislang anfallenden Kosten." Von der Analyse bis zur fertigen Rekonstruktion am Bildschirm dauert es etwa zwei Wochen. Kostenpunkt: etwa 900 Euro. Die plastische Rekonstruktion dauert hingegen meist zwei bis drei Monate. Allerdings kann der Gesuchte bei dieser Methode dreidimensional gezeigt werden. Am Computer ist derzeit nur eine Frontalansicht möglich.

Gute Vorarbeit ist alles

Bei der Suche nach der Identität stützt sich die Anthropologin auf die Datenbank des Bundeskriminalamtes (BKA) in Wiesbaden. "Wir haben etwa 1100 Bilder von Menschen verschiedener Ethnien gespeichert", sagt BKA-Sprecherin Birgit Heib. Das Bild entsteht in nur vier bis fünf Stunden. Entscheidend aber ist die Vorarbeit. Zunächst wird anhand des Zahnzementes das Alter der Leiche bestimmt. "Dann nehmen wir etwa 80 Maße am Schädel", sagt Ursula Wittwer-Backofen. Gemessen werden Strecken, Bögen und Winkel.

Kleine Nase = kleine Ohren

Bei der Rekonstruktion orientieren sich die Wissenschaftler an allgemeinen Erkenntnissen: Die Mundwinkel liegen auf der Höhe der Eckzähne und die Neigung des "knöchernen Nasenbodens" gibt Auskunft über Stups-, Knubbel- oder Hakenform der Nase. Position und Größe des Riechorgans geben zudem Auskunft über die Lage der Ohren. "Wer eine kleine niedrige Nase hat, hat auch kleine Ohren", sagt Wittwer-Backofen.

Der Schädel verrät die Herkunft

Die großen ethnischen Gruppen in Afrika, Asien oder Osteuropa lassen sich auf Grund spezifischer Schädelformen leicht bestimmen. Aber selbst innerhalb eines Landes gibt es Unterschiede: "Wir können einen Norddeutschen von einem Alpenländer unterscheiden." Wenn das fertige Bild am Computer zu 70 Prozent dem Original entspricht, ist Wittwer-Backofen mehr als zufrieden.

Nur kurz Hinschauen

Das Phantombild dient nicht dem direkten Vergleich mit einem Passbild. Es geht vielmehr um das kurze Hinschauen etwa bei einer Fernsehfahndung: "Dann konzentriert sich der Betrachter auf das Wesentliche. Wir erkennen ja auch nach 20 Jahren einen Bekannten wieder, obwohl er gealtert ist und Bart und Brille trägt."

50 unbekannte Leichen allein im Vorjahr

An Arbeit dürfte es den Forschern nicht mangeln. Allein im Vorjahr wurden dem BKA 50 unbekannte Leichen gemeldet. Die Gesamtzahl aus den vergangenen Jahren dürfte wesentlich höher sein. Mitgezählt werden auch Fälle aus dem Ausland, bei denen die dortigen Behörden einen Bezug zu Deutschland vermuten. "Es gibt Fälle, die liegen mehr als 30 Jahre zurück", sagt BKA-Sprecherin Heib. "Und einige werden wohl nie geklärt werden können."

Helmut Reuter / DPA
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.