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MWC 2018: Matebook X Pro: Mit diesem Macbook-Klon will Huawei das Notebook neu erfinden

Auf dem Mobile World Congress zeigen die Hersteller ihre neuen Smartphones. Huawei wollte für seine wohl lieber eine eigene Bühne - und stellte lieber seinen neuen Super-Laptop vor.

Huawei Matebook X Pro

Das Matebook X Pro hat einen extrem schmalen Display-Rand

Es ist eine jährliche Tradition: Ende Februar beginnt in Barcelona der Mobile World Congress, am Sonntag vor dem offiziellen Start zeigen die Smartphone-Größen ihre neuen Spitzengeräte. Vor allem für kleinere Hersteller ist so Aufmerksamkeit garantiert. Die großen stehen dagegen vor einem Dilemma: In der Masse gehen die Geräte leicht unter. Huawei hat sich deshalb wie letztes Jahr für eine Extrawurst entschieden - und statt eines Smartphones ein Notebook gezeigt.

Das hört auf den Namen Matebook X Pro - ein Schelm, wer dabei an das Macbook Pro und das iPhone X denkt. Tatsächlich ist das Matebook X Pro aber innovativer als der Name vermuten lässt. Mit dem extrem schlanken Notebook will Huawei einige unserer Gewohnheiten über den Haufen werfen.

Alles schlank macht der MWC

Das fängt beim kompakten Gehäuse und dem schmalen Bildschirmrahmen an. Nachdem letztes Jahr die Ränder bei Smartphones schrumpften, sind nun nach Huawei die Notebooks dran. So packt man ein 14-Zoll-Display in ein Gehäuse, das schlanker ist als ein Macbook Air. Damit das passt, kommt der Bildschirm im ungewöhnlich breiten 2:3-Format. Und zwingt den Hersteller zu cleveren Lösungen. Weil im Rahmen kaum noch Platz für die Kamera ist, klappt sie sich nun aus der F5-Taste der Tastatur aus. Ob der daraus entstehende Winkel uns dann noch besonders vorteilhaft aussehen lässt, muss ein Test zeigen.

Rein technisch muss sich das Matebook X ebenfalls nicht verstecken. Das Display löst mit beeidruckenden 2000 x 3000 Bildpunkten auf, lässt sich zudem als Touchscreen benutzen. Drin werkelt je nach Modell ein i5- oder i7-Prozessor der achten Generation von Intel, mit der Nvidia GForce MX 150 ist sogar eine echte Grafikkarte verbaut. Laut Angaben von Huawe-Chef Richard Yu soll das Matebook X dadurch sogar stark genug für Profi-Zocker sein. Der Akku soll bis zu 15 Stunden durchhalten.

Matebook X Pro: die Preise

Auch im Detail finden sich schöne Lösungen. Im Powerbutton steckt ein Fingerabdruckscanner, der das Gerät auf Wunsch gleich entsperrt. Die mit einer Hintergundbeleuchtung ausgestattete Vollformat-Tastatur ist spritzwassergeschützt. Die Boxen unterstützen Dolby Video. Trotz dünnem Gehäuse und modernen USB-C-Buchsen sind auch klassische USB-Anschlüsse und eine Klinkenbuchse verbaut.

Die Preise liegen zwischen 1499 Euro für ein Modell mit i5, 8 GB Arbeits- und 256 GB Datenpeicher und 1899 Euro für die Vollausstattung mit i7, 16GB Arbeits- und 512 GB Datenspeicher. Sicher nicht günstig, für die gebotene Leistung aber in Ordnung.