HOME
Test

Huawei Matebook X im Test: Macbook-Herausforderer mit Weltraumtechnik

Im Smartphone-Markt ist Huawei längst eine feste Größe. Nun betreten die Chinesen Neuland: Mit dem Matebook X fordert der Konzern Apple, HP und Asus heraus. Beim Notebook-Erstling macht Huawei vieles richtig - doch es gibt auch ein paar Mankos.

Das Matebook X kostet 1400 Euro

Das Matebook X kostet 1400 Euro

Im Smartphone-Geschäft ist Huawei längst ganz vorne dabei: Nicht nur bei den Verkaufszahlen hat der Konzern traditionelle Hersteller wie LG und Sony weit hinter sich gelassen, auch in puncto Innovationen zählt man zur den Treibern der Branche. Nun haben die Chinesen den nächsten Markt ins Auge gefasst: Notebooks. Die wurden während des Tablet-Hypes totgesagt, trotzdem erzielen die Geräte noch solide Verkaufszahlen. Wir haben das neue Matebook X von Huawei getestet.

Schlank und schick

Bei einem Notebook sind zunächst zwei Dinge entscheidend: Gewicht und Maße. Denn niemand möchte einen schweren, dicken Klotz mit sich herumschleppen. Das ist beim Matebook X glücklicherweise nicht der Fall: Es ist 1,2 Zentimeter dick und wiegt 1,05 Kilogramm. Das kann sich für ein Notebook mit 13,3-Zoll-Display sehen lassen.

Auch sonst hat Huawei viel richtig gemacht: Das Matebook X fühlt sich hochwertig an, das schnörkellose Aluminiumgehäuse wirkt zeitlos elegant, wie man es von einem Profigerät erwartet. In puncto Verarbeitung muss sich das Matebook definitiv nicht hinter der Konkurrenz aus Cupertino verstecken.

zwei USB-C-Schnittstellen und eine Kopfhörerbuchse - mehr Anschlüsse hat das Matebook X nicht.

zwei USB-C-Schnittstellen und eine Kopfhörerbuchse - mehr Anschlüsse hat das Matebook X nicht.

Das schmale Design fordert nur bei den Anschlüssen seinen Tribut: Links und rechts befindet sich jeweils ein USB-C-Anschluss, wobei nur der linke zum Laden geeignet ist (rechts liegt ein DisplayPort-Signal an). Eine Kopfhörerbuchse ist ebenfalls verbaut. Immerhin ist im Lieferumfang ein Dock-Adapter enthalten, mit dem ein USB-A-, ein weiterer USB-C-, ein HDMI- und ein VGA-Eingang nachgerüstet werden. Einige Konkurrenten verlangen für so einen Adapter einen Aufpreis um die 80 Euro.

Glänzendes Display und Fingerscanner

Das 13,3-Zoll-Display hat ein 3:2-Format und löst mit 2160 x 1440 Pixeln auf. Die Helligkeit ist sehr gut, auch bei der Schärfe und Farbwiedergabe gibt es nichts zu meckern. Eine wichtige Info für Mediengestalter: Der Bildschirm hat eine glänzende und damit spiegelnde Oberfläche und ist nicht matt. Apple lässt grüßen.

Eine Besonderheit des Matebook X ist der in den An/Aus-Schalter integrierte Fingerabdruckscanner, der mit Windows Hello kompatibel ist. Damit funktioniert die Anmeldung am Rechner genauso flott wie am Smartphone.

Der An/Aus-Schalter hat einen eingebauten Fingerabdruckscanner.

Der An/Aus-Schalter hat einen eingebauten Fingerabdruckscanner.

Kühlende Weltraumtechnik

Im Inneren stecken ein aktueller Core-i5-Prozessor der Kaby-Lake-Generation von Intel, acht Gigabyte RAM und eine (fest verbaute) 256-Gigabyte-SSD. Zum Vergleich: Apple setzt bei seinem Macbook auf die schwächeren Core-M-Chips. Wlan wird natürlich im modernen ac-Standard unterstützt. Ein aktiver Lüfter ist nicht verbaut, das Matebook X ist also flüsterleise. Huawei setzt bei der Kühlung des Prozessors auf das MEPCM-System (Micro-encapsulated Phase Change Material). In dem Kühlsystem befinden sich kleine Kapseln, die sich bei Hitze verflüssigen und so Wärme speichern. Bei Dauerbelastung ist das aus der Raumfahrt stammende Material komplett geschmolzen, dann drosseln Prozessor und Grafikchip in der Regel ihre Leistung. Beim Abkühlen wird das Material wieder fest.

Im normalen Office-Betrieb (Powerpoint, Office, Browser etc.) bleibt der Rechner kühl. Auch anspruchsvollere Anwendungen wie Photoshop laufen ohne Probleme. Wer aber hochauflösende Videos schneiden möchte, sollte besser zu einem leistungsfähigeren Computer greifen. Für Gamer ist das Notebook mangels echter Grafikkarte ohnehin nicht zu empfehlen.

Das Matebook X ist 1,2 Zentimeter dick und wiegt 1,05 Kilogramm

Das Matebook X ist 1,2 Zentimeter dick und wiegt 1,05 Kilogramm

Flache Tastatur, satter Sound

Gut gefallen hat uns die Größe der Tastatur. Sie reicht von Kante zu Kante, die Tasten sind damit fast genauso groß wie bei einer Standardtastatur. Der Hub ist allerdings deutlich flacher, was beim Tippen zunächst ungewohnt ist. Der Druckpunkt könnte für unseren Geschmack etwas fester und das Touchpad etwas größer sein - man gewöhnt sich jedoch nach ein paar Tagen daran.

Dann sind da noch die Dolby-Atmos-Lautsprecher. Zwar ist der Sound erstaunlich satt und kann auch laut aufgedreht werden, es fehlen jedoch spürbar Bässe. Das ist angesichts der Größe wenig verwunderlich. Der Atmos-typische Effekt, bei dem Geräusche von oben zu kommen scheinen, ist allerdings nicht der Rede wert. Ohnehin dürften die meisten Nutzer die entsprechenden Filme entweder mit Kopfhörern oder direkt auf dem großen Fernseher sehen. Alles in allem ist der Sound mehr als zufriedenstellend, der "Dolby Atmos"-Schriftzug aber nicht mehr als ein Marketing-Gag.

Mittelmäßig ist die Akkulaufzeit. Huawei verspricht zehn Stunden, die dürften jedoch nur im Office-Betrieb mit niedrigster Bildschirmhelligkeit drin sein. Je nach Belastung ist nach rund sechs Stunden Schluss. Hier machen Apple (Macbook) und Microsoft (Surface) eine bessere Figur. Vielleicht kann Huawei via Update nachbessern.

Für das kompakte Gehäuse ist der Sound relativ satt - Wunder darf man aber nicht erwarten.

Für das kompakte Gehäuse ist der Sound relativ satt - Wunder darf man aber nicht erwarten.

Fazit: Gelungene Premiere

Das Matebook X ist schick, edel designt und hochwertig verarbeitet. Einige Innovationen wie ein Fingerabdruckscanner im Power-Button und ein komplett lautloses Passiv-Kühlsystem stellen sich im Test als praktische Neuerungen heraus. Der eingebaute Lautsprecher macht eine gute Figur, man sollte sich angesichts des "Dolby Atmos"-Schriftzugs aber nicht zu viel erwarten. Dank des beigelegten Adapters ist die Begrenzung auf zwei USB-C-Schnittstellen zu verschmerzen.

Es gibt aber auch ein paar Mankos: Im Sonnenlicht spiegelt das ansonsten tolle Glossy-Display stark. Bei lang anhaltender Belastung wird der Prozessor spürbar gedrosselt, was das Notebook für leistungsintensive Arbeiten unbrauchbar macht. Der Druckpunkt der Tastatur könnte etwas genauer sein. Die größte Schwäche ist der mittelmäßige Akku, einen ganzen Tag übersteht das Huawei-Notebook ohne Steckdose nicht.

Insgesamt ist das Matebook X ein empfehlenswertes Notebook für all jene, denen Mobilität wichtig ist und die auf der Suche nach einem Macbook mit Windows-Betriebssystem sind. Mit 1400 Euro ist es aber ziemlich teuer, in diesem Segment dürften viele Nutzer dann doch eher zu vertrauten Marken wie Apple, Asus, Dell und HP greifen.

Weitere Tests auf stern.de

Themen in diesem Artikel
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(