Notebook-Taschen Couture für Computer


Ab in die gelbe Tonne mit dem schwarzen Nylonranzen. Erst in Designer-Outfits machen tragbare Rechner eine richtig gute Figur.

Jeden Tag spielen sich überall auf der Welt an Bahngleisen und an Gepäckausgaben von Flughäfen Szenen ab, die an Agentenfilme erinnern - zwei Männer in dunklen Anzügen stehen stumm beieinander und stellen zwei schwarze Taschen zwischen sich, die genau gleich aussehen. Werden da gerade brisante Informationen übergeben? Wird der eine gleich zur Tasche des anderen greifen und danach unauffällig verschwinden?

Manchmal geschieht das, und dann gibt es Ärger. Die beiden stellen zu Hause fest, dass sie den Computer eines Fremden auspacken - und alles nur, weil sie eine schwarze, unscheinbare Notebook-Tasche besitzen wie jeder andere. Und das ist eigentlich nicht zu erklären: Beide - und all die anderen mit ihren schwarzen Taschen - haben sich wohl über Monate hinweg Gedanken darüber gemacht, welches Notebook sie sich kaufen sollen: das schnelle vielleicht oder das robuste, das kleine oder das silberne. Und dann stecken sie ihr neues funkelndes High-End-Artefakt in ebenso wasser- wie geschmacksabweisende Low-End-Plastikriegel.

Zum Glück scheinen so viele Menschen ihre Notebooks zu verwechseln, dass immer mehr bunte und schöne Notebook-Taschen entworfen werden - angefangen von pinkfarbener High-End-Designerware von Julien Macdonald (685 Euro) und Salvatore Ferragamo (730 Euro) bis zu der praktischen, bunten und preiswerten 4in1-Tasche von Lemonfish, angeboten im Internet für 111 Euro inklusive Versand.

Natürlich: Nicht alle hübschen Notebook-Taschen müssen schrill sein - und Schwarz ist nicht immer öde. Wichtig ist am Ende nur, dass die Tasche so zum Träger passt wie das Notebook, das sie schützt. Und auch, dass die ganzen Agenten mit ihren austauschbaren Langweiler-Taschen ein klein wenig neidisch werden.

Sven Stillich print

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