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PlayStation Portable: Virus in der Hosentasche

Trojaner, Viren und andere digitale Plagegeister sind im PC-Bereich leidiger Alltag. Nun droht Konsolenbesitzern gleiches Schicksal: Ein Virus soll Sonys tragbare PlayStation sogar zerstören können.

Rund fünf Wochen nach Veröffentlichung der PlayStation Portable (PSP) geistern wahre Schreckensmeldungen durch die Spielerforen. Besitzer der mobilen Videospielkonsole berichten von unerklärbaren Abstürzen. Schlimmer noch: Nach dem Neustart bleibt der Bildschirm schwarz. Das Betriebsystem der PSP fährt nicht mehr hoch. Nie mehr. Wie Heise Online meldet, könnte ein Virus Ursache für diesen Totalausfall sein; dieses soll einige Dateien des Festspeichers (Flash-ROM) der PSP löschen. Und genau dort sitzt das Betriebsystem der Konsole. Und ohne das läuft nichts.

Hat sich das Virus erst einmal auf der PSP eingenistet, dann gibt es wenig Hoffnung. Denn im Gegensatz zum Lese- und Schreibspeicher (RAM) oder einem Datenlaufwerk kann ein Festspeicher nicht neu beschrieben oder formatiert werden.

Wo lauert der Erreger?

Grund zur Panik besteht aber keinesfalls. Wer mit der PSP spielt oder surft, muss sich keine Sorgen machen. Auch kabelloser Mehrspielerspaß kann weiterhin entspannt genossen werden. Das Virus verbreitet sich nicht eigenständig. Es soll ausschließlich in der so genannten Homebrew-Software lauern, die mittlerweile auf vielen Online-Angeboten zu finden ist.

Wer solche selbst erstellten Programme über den PC auf der Konsole installiert und sich dadurch das Virus einfängt, der darf auf Hilfe seitens des Herstellers Sony nicht hoffen. Sämtliche Garantieansprüche erlöschen durch die Nutzung von nicht autorisierter Software. Eine offizielle Stellungnahme seitens Sony liegt aktuell noch nicht vor. Fest steht dagegen, dass die Sicherheitslücken des aktuellen Betriebssystems 2.0 durch eine neue Firmware in Kürze geschlossen werden. In den USA und Japan wurden entsprechende Updates auf Version 2.01 bereits veröffentlicht.

Udo Lewalter