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Preis, Gewicht, Kabellänge und Klang im Vergleich Die fünf besten Gaming-Headsets im Test

Im Moment geht es auf der Gamescom in Köln heiß her. Hier fünf Beispiele an neu erschienen Headsets, die sich nicht nur für Gamer eignen.

Im Moment geht es auf der Gamescom in Köln heiß her. Hier fünf Beispiele an neu erschienen Headsets, die sich nicht nur für Gamer eignen.

1. Sony DR-GA500: Die Designer von Sony scheinen an "Mass Effect" gedacht zu haben, als sie das Headset gestalteten. Commander Shepard könnte damit durch die Galaxie reisen, um diese vor der Zerstörung zu retten. Es wurde speziell für PC-Gamer entwickelt und beinhaltet eine relativ große digitale Signalverarbeitungseinheit, welche mit der Soundkarte via USB verbunden wird. Die 40-mm-Treibereinheit soll außerdem das Klangfeld begrenzen, sodass beispielsweise Schrittlaute verstärkt werden, während Explosionsgeräusche stummer erscheinen. Der beschriebene Effekt war aber kaum wahrnehmbar. Man ist also besser beraten, eine vernünftige Soundkarte zu kaufen, als hier für ein unnötiges Extra zu zahlen. Sonys Headset bietet außerdem einen Dolby Pro Logic IIx Decoder für 7.1-Kanal-3D-Surround-Sound-Effekte, welcher aber ebenfalls nicht überzeugt. Darüber hinaus sind die Kopfhörer nicht sehr komfortabel und sitzen viel zu eng. Mit einem Gewicht von 240 Gramm ist es zwar relativ leicht, aber mit einer Kabellänge von nur 1,5 Meter erreicht das Headset nicht mal den üblichen Standard. Im Handel wird es zwischen 111 Euro und 130 Euro angeboten. Fazit: 6/10.

2. Logitech G930: Logitech bietet eines der besten Headsets, das derzeit im Handel erhältlich ist, an - denn es ist ein kabellos und funktioniert. Der Klang ist kristallklar und weiträumig mit einem dezenten Bass und angenehmen Höhen. Logitech schafft es tatsächlich Surround-Sound herzustellen, ohne die Klangweite zu mindern. Obwohl die Kopfhörer mit knapp 435 Gramm eher schwer sind, werden sie niemals unbequem. Sie haben, abhängig von den Bedingungen, eine Reichweite von bis zu 12 Metern und können während des Gebrauches aufgeladen werden. Die Ladezeit ohne gleichzeitigen Gebrauch wird von Logitech mit 2,5 Stunden angegeben und der Akku soll im Dauergebrauch bis zu 10 Stunden halten. Ein kleines Manko ist, dass das Headset mit Windows nicht zu hundert Prozent kompatibel zu sein scheint und es vorkommen kann, dass man mit den Headset-Bedienknöpfen das Windows Media Center nicht immer steuern kann. Der hohe Preis (179 Euro als unverbindliche Preisempfehlung) ist dennoch gerechtfertig. Wenn man es sich leisten kann, sollte man auf dieses Headset nicht verzichten. Fazit: 9/10.

3. Sennheiser PC333D: USB-Soundkarten sind mittlerweile überall erhältlich und jedes der fünf vorgestellten Headsets ist damit ausgestattet. Sennheisers Karte ist die kleinste und bietet nur einen Knopf, um Dolby-Sound abzuschalten, und die übliche Mikrofon- sowie Kopfhörerbuchse. Das Headset selbst bietet angenehmes Tragegefühl und wiegt 255 Gramm. Es besitzt eine einseitige Kabelführung mit einer Kabellänge von zwei Metern. Der Kopfhörer sitzt eng auf der Ohrmuschel, sodass ablenkende Hintergrundgeräusche ausgeblendet werden. Das Mikrofon reduziert tatsächlich, wie vom Hersteller angegeben, die Umgebungsgeräusche. Dennoch wird das Headset zu teuer angeboten und hat ein schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis, denn die Bauteile, die wie Stahl aussehen, sind aus Plastik, das Kabel ist von minderwertiger Qualität und die USB-Soundkarte kostet in der Herstellung wahrscheinlich nicht mehr als zehn Euro. Knapp 120 Euro sind deshalb für dieses Headset zu teuer. Würde es günstiger sein, könnte man aber durchaus über einen Kauf nachdenken. Fazit: 7/10.

4. Sharkoon XTatic: Das Headset wird vom Hersteller für Konsolen sowie PCs empfohlen und hat einem optischen Audioausgang, mit welchem der Klang in 7.1 Surround-Sound umgewandelt wird. Das ist theoretisch eine gute Idee, aber nur wenige PCs verfügen über einen optischen Ausgang und das Sharkoon-Headset ist mit den üblichen coaxialen Ausgängen nicht kompatibel. Es kann zwar eine Verbindung über USB hergestellt werden, aber man erhält als Ergebnis nur einen kratzigen Monoklang. Leider ist dieser Punkt so ausschlaggebend, dass selbst das bequeme Tragegefühl, die offensichtliche Qualität des Headsets sowie das geringe Gewicht von nur 110 Gramm und die außerordentliche Kabellänge von 3,6 Metern die Bewertung nicht retten können. Die angebotenen Preise liegen zwischen 99 und 120 Euro. Fazit: 5/10.

5. Creative Sound Blaster Tactic: Nachdem Creative sich mit dem WoW-Headset lächerlich gemacht hat, setzt der Hersteller aus Singapur nun auf das Sound Blaster Tactic, um seinen Status als Klangexperte wiederherzustellen. Das Headset wird bei einigen Händlern bereits zum Preis von 45 Euro angeboten und ist damit das günstigste im Test. Leider macht es auch einen minderqualitativen Eindruck. Die Kopfhörer sind so gestaltet, dass sie innen ausgehöhlt wurden, wodurch man das Gefühl bekommt, in eine Muschel zu lauschen und alle Hintergrundgeräuche ein Echo bekommen. Auch das Mikrofon gehört nicht zu den besten und konnte nicht sehr laut eingestellt werden. Mit der Installation entsprechender Software kann man dieses Problem üblicherweise beheben, aber das führte leider zum Absturz des Creative Control Panels. Dafür müssen leider Punkte abgezogen werden, auch wenn es günstig zu erwerben ist. Mit einem Gewicht von 275 Gramm und einer Kabellänge von knapp zwei Metern bietet das Headset den üblichen Standard. Fazit: 7/10.

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