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Gute Modelle ab 160 Euro Stiftung Warentest prüft Tablets - und Huawei holt Apple ein

Gute Modelle ab 160 Euro: Stiftung Warentest prüft Tablets - und Huawei holt Apple ein
Die Stiftung Warentest prüft nicht in der Berliner Zentrale, sondern in Testlabors, deren Standorte geheim gehalten werden. Der stern durfte sich eines von innen anschauen.
 
In den Räumen sind aufwendige Prüfstände aufgebaut, die zum Teil eigens für die Stiftung Warentest entwickelt wurden. Staubsauger, Werkzeuge, Küchengeräte – jedes Produkt muss verschiedene Tests überstehen.
 
Wie lange halt eine Bohrmaschine durch?
 
Dafür läuft sie in eine elektrische Vorrichtung eingespannt, die das Gerät immer wieder gegen einen Widerstand anbohren lässt. So wird in 33 Stunden eine Lebensdauer von 10 Jahren simuliert
 
Hat eine Bohrmaschine technische Schwachstellen gibt sie schließlich den Geist auf.
 
Einen Raum weiter werden Astscheren für den Garten getestet. 6000 Mal muss die große Astschere sich durch den hölzernen Prüfstab knacken, um den Dauertest zu bestehen. Bei Billiggeräten bricht irgendwann die Klinge oder der Griff. Der Prüfabfall taugt immerhin noch als Futter für den Kamin.
 
Auch der Labortest für Hochdruckreiniger hat einen ganz speziellen Aufbau. Zunächst wird eine mit schwarzer Farbe bemalte Hartschaumplatte in eine Glasvitrine gelegt. Nun fährt die Platte langsam unter der Düse des Reinigers hindurch, der die Farbe möglichst großflächig und gleichmäßig entfernt.
 
Der Vergleich der Platten zeigt, wie unterschiedlich gut die verschiedenen Hochdruckreiniger säubern. Ein breiter gleichmäßiger Streifen bedeutet ein gutes Ergebnis.
 
In der Testküche werden Backöfen, Mikrowellen und andere Küchengeräte getestet.
 
Mit Hilfe von normierten Muffins wird untersucht, welcher Backofen halt, was er verspricht.
 
Es gibt sogar ein eigenes Chemielabor. Hier werden Produkte auf gefährliche Schadstoffe untersucht.
 
Das Prüfinstitut testet nicht nur für die Stiftung Warentest. Auch Hersteller lassen hier ihre Protoypen durchchecken. Auch Diese dürfen auch wir leider nicht filmen.
 
Auf 8200 Quadratmetern wird alles Mögliche geprüft.
 
Wenn die Hersteller irgendwo Mist gemacht haben – hier kommt es raus.

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Tablets müssen nicht teuer sein, selbst Apple hat dieses Jahr ein bezahlbareres Modell vorgestellt. Stiftung Warentest hat es gemeinsam mit zwölf anderen Geräten getestet. Ein "gutes" Gerät gibt es schon für 160 Euro.

Ob als Entertainment-Maschine für den Flug oder als News- und Ebook-Lesegerät am Pool: Im Urlaub ist ein Tablet enorm praktisch. Doch welches Modell soll es sein? Stiftung Warentest hat 13 neue Geräte getestet und sie mit sieben älteren Modellen verglichen. Die zwei wichtigsten Erkenntnisse des Tests: Huawei kann mit Apple mithalten - und gute Tablets gibt es auch für kleines Geld.

Im Test entschied sich Stiftung Warentest für Modelle, die eine Mobilfunk-Verbindung per LTE unterstützen. Braucht man die nicht, kann man oft Geld sparen, indem man ein reines Wlan-Modell kauft. Beim iPad wurden zudem Geräte mit größerer Speicherausstattung geprüft. Die Logik dahinter: Anders als bei Android-Tablets lässt sich bei iPads nicht der Speicher über eine MicroSD-Karte erweitern. Allerdings gibt es auch bei Android einige Einschränkungen. Apps und deren Daten lassen sich teilweise nicht auf der Karte speichern.

Huawei und Apple gleichauf

Der Spitzenreiter stammt aus Cupertino: Das bereits im Dezember letzten Jahres getestete iPad Pro 10,5 bleibt im Vergleich das beste Tablet. Vor allem die sehr hohe Leistung und das brillante Display sind laut Warentest herausragend. Echte Mankos gibt es nicht. Als einziges Gerät im Vergleich hat das iPad Pro eine 1 vor dem Komma: Die Gesamtnote ist "gut" (1,9). Das hat seinen Preis. Ab 630 Euro kostet das iPad Pro in der kleinsten Speicherausführung mit 32GB, das getestete Modell mit 256 GB Speicher und LTE gibt es gar erst ab 915 Euro.

Bei den neuen Modellen muss sich Apple die Krone teilen. Apples Spar-Tablet - schlicht "iPad" genannt - kann mit einer Gesamtwertung "gut" (2,0) fast mit dem großen mithalten, erklärt Warentest. Beim Display, den Funktionen und dem Akku muss man dafür aber leichte Abstriche machen. Das fiel im stern-Test ebenfalls auf. Wer sich daran nicht stört, kann mächtig sparen: In der kleinsten Ausführung kostet das iPad aktuell ab 315 Euro, das getestete Modell mit 128 GB Speicher und LTE schlägt mit 515 Euro zu Buche.

Gleichauf mit Apple kommt Huawei. Der chinesische Hersteller zieht mit seinem ebenfalls frisch getesteten Mediapad M5 10,8 mit dem Spar-iPad gleich, obwohl weder Display noch Leistung auf demselben Niveau sind. Warentest nennt explizit 3D-Spiele und Videobearbeitung als Bereiche, in denen die iPads klar überlegen sind. Dafür kann Huawei beim Akku punkten. Der hält ähnlich lange durch, ist aber deutlich schneller geladen. Der Preis ist ebenfalls vergleichbar: 350 Euro kostet die kleinste Ausstattung mit 32 GB Speicher, für 450 Euro gibt es 64 GB und LTE.

Spartablet mit "guter" Leistung

Der Preis-Leistungs-Sieg geht aber an einen ganz anderen Hersteller: Gerade einmal 160 Euro kostet das Lenovo Tab 4 10 - und schafft trotzdem eine "gute" (2,4) Gesamtwertung. Vor allem die Akkuleistung überzeugt, das Display ist ordentlich, aber mit 1280 x 800 Bildpunkten etwas niedrig aufgelöst. Zu diesem Preis ist das ein akzeptabler Kompromiss.

Den ausführlichen Test finden Sie gegen Gebühr bei test.de.


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