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Werbeprospekte: PC-Kauderwelsch verwirrt Verbraucher

Mobile AMD, integriertes Wireless Lan und Bildschirm mit Glare-Technologie - wer kein Computerfreak ist, versteht meist nur Bahnhof. Denn in den Prospekten der Elektronikanbieter jagt ein Fachjargon den anderen.

PC-Kauderwelsch und englische Abkürzungen machen in PC-Dingen nicht ganz so versierten Verbrauchern zu schaffen. Sie werden verunsichert und fragen sich, welche Bedeutung wohl hinter den Begriffen steckt.

ATI und AMD - fast könnte man meinen, die Buchstaben stammen aus einem Text einer deutschen HipHop-Gruppe. Doch weit gefehlt: "AMD ist ein Firmenname und einer der Hauptkonkurrenten von Intel", erklärt Peter Knaak von der Stiftung Warentest in Berlin. AMD steht für Advanced Micro Devices. Der US-amerikanische Chiphersteller entwickelt und produziert unter anderem Mikroprozessoren und Chipsätze für die Computerbranche. Steht das Wort mobile vor AMD ist damit ein Strom sparender Prozessor für Notebooks gemeint. ATI ist ein Hersteller für Grafikchips.

Wissen, was wichtig ist

Für Verbraucher sei es nicht relevant, diese Abkürzungen zu kennen, meint Knaak. Wichtiger sei es da schon eher, zu wissen, was ein Bildschirm mit Glare-Technologie verspricht: "Wenn Sie damit im Garten sitzen, sehen sie nämlich nichts mehr." Derzeit gelten Bildschirme mit Spiegelung als der Renner schlechthin. Ein Modetrend, der im Verkaufsraum Eindruck macht, weil Fotos und Filme auf dem Schirm in noch satteren Farben strahlen. Für Verbraucher, die am PC oder Notebook arbeiten möchten, sei das aber eine "schlechte Sache, weil das Licht reflektiert". Wer auf eine gute Entspiegelung Wert legt, muss tiefer in die Tasche greifen, so Knaak. "Das ist richtig aufwendig und teuer."

PC-Kauderwelsch sieht Knaak als Verschleierungstaktik einiger Anbieter an, die in Prospekten für ihr Sortiment werben: "Dem Kunden soll alles Mögliche untergejubelt werden." Er empfiehlt, zum Fachhändler zu gehen. Dort erfahren Verbraucher auch, welche Bedeutung bestimmte Buchstaben bei CD- und DVD-Rohlingen haben: Das einfache "R" steht für "recordable", also für einmal beschreibbare, "RW" für "rewritable" - also wiederbeschreibbare Speichermedien.

Auch Georg Schnurer von der Fachzeitschrift "c't" kritisiert die Verkaufstaktik mancher Elektrofachmärkte: "Der Käufer soll mit vielen komischen Begriffen verwirrt werden." Viele Anbieter seien auch schlichtweg zu bequem, Abkürzungen zu erklären. "Der Eindruck soll entstehen, dass es sich bei dem Produkt um etwas ganz Tolles handelt."

"Super" ist nicht immer super

So tummelt sich auch das Wort "Super" in vielen Anzeigen. Es soll dem Verbraucher eine gesteigerte Funktionalität des Gerätes weismachen. Und "Hyper-Transport" klingt irgendwie auch schicker und wendiger als "bidirektionale Hochgeschwindigkeitsverbindung zwischen mehreren integrierten Schaltkreisen". Was in vielen Annoncen als "Shared Memory" beworben wird, kann sich bei genauem Hinsehen als Ausrüstungsschwäche entpuppen. Denn übersetzt bedeutet das so viel wie aufgeteilter Speicher. Das Gesamtsystem wird durch diese Funktion deutlich langsamer.

Von Fallstricken in den Anzeigen der Anbieter spricht auch Thomas Hagen von der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein in Kiel: "Jeder Begriff kann da zur Falle werden." Der Käufer werde oft mit Gerätefunktionen versorgt, obwohl die eine oder andere technische Nuance nicht benötigt wird. "Weil die Beratung oft nicht gut ist, bekommt der Kunde Dinge mitgeliefert, die er gar nicht braucht, von denen er nicht einmal wusste." Da kann es beim Kauf eines Computers schon vorkommen, dass Verbraucher den Zwei-Jahresvertrag bei einem Onlinedienst gleich mitbestellen. "Mit einem Mal hat man Kosten zu tragen, von denen man nichts geahnt hat", so der Verbraucherschützer.

Daher empfiehlt Hagen, erst zu überlegen, welches Gerät mit welcher Funktion gebraucht wird. Erst der zweite Schritt sollte ins Fachgeschäft führen. Wer auf Nummer sicher gehen will, so Hagen, der nimmt sich einen Bekannten mit, der mit der Materie befasst ist und sich vom PC-Kauderwelsch nicht blenden lässt. "Da geht dann bestimmt nichts schief."

Stefanie Zenke/DPA / DPA
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.