Wettbewerbsbeschwerde Microsoft muss Vista wegen Google ändern


Wieder wird Microsoft gezwungen, sein Betriebssystem für die Konkurrenz zu öffnen. Konkret wird die Suchfunktion von Windows Vista so geändert, dass Alternativprodukte leichter eingebunden werden können. Der Suchmaschinenriese Google hatte sich zuvor beschwert.

Microsoft muss nach einer Beschwerde von Google sein neues Betriebssystem Windows Vista ändern. Die US-Justizbehörden und Microsoft erklärten am späten Dienstagabend, der Softwarekonzern werde bei Vista Suchfunktionen für Konkurrenz-Anwendungen leichter zugänglich machen. Entsprechende Änderungen werde es auch beim Browser "Internet Explorer" und im "Start"-Menü geben. Zudem habe Microsoft zugesagt, anderen Produkt-Entwicklern wie Google mehr technische Informationen zu geben, damit sie die Leistung ihrer Suchfunktions-Programme unter Vista verbessern können. Google nannte die Entscheidung einen Schritt in die richtige Richtung, der aber noch nicht ausreiche. Der Konzern hatte moniert, die Desktop-Suchfunktion benachteilige Wettbewerber.

Das erst vor wenigen Monaten eingeführte Betriebssystem Vista ist bereits scharf von Konzernen wie IBM, Nokia, Sun Microsystems und Oracle kritisiert worden. Die Firmen monieren, Microsoft setze bei Vista die schon von der EU verurteilte Wettbewerbsbehinderung fort. Die EU-Kommission wirft dem US-Konzern vor, seine marktbeherrschende Stellung bei Betriebssystemen auszunutzen, um Anbieter anderer Programme zu verdrängen.

Vista ist der Nachfolger des Betriebssystems Windows XP, das auf den meisten Computern weltweit läuft. Die Entwicklung des neuen Programms dauerte mehr als fünf Jahre, die Markteinführung wurde mehrfach verschoben. Microsoft erzielt mehr als die Hälfte seines Umsatzes und fast seinen gesamten Gewinn mit dem Betriebssystem Windows und dem Softwarepaket Office.

Reuters Reuters

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