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"Dungeon Keeper" für iOS und Android: Dieses Spiel ist eine Frechheit

Mit "Dungeon Keeper" hat sich EA einen echten Spieleklassiker geschnappt - und ihn richtig versaut. Denn wer länger als nur ein paar Minuten Spaß haben will, muss zahlen. Eine Nicht-Kauf-Empfehlung.

Von Timo Brücken

Eigentlich hätte der Videospielriese Electronic Arts (EA) die Vorlage nur noch verwandeln müssen: Mit "Dungeon Keeper" kam 1997 ein wahrer Strategie-Klassiker für den PC auf den Markt. Bis heute lieben Fans das Aufbauspiel für seinen schwarzen Humor und die Horden an skurrilen Monstern, obwohl die Grafik mittlerweile natürlich hoffnungslos veraltet ist. EA und die Entwicklerfirma Mythic hätten es sich also so einfach machen können: Die Optik aufbohren, ein paar neue Features einbauen, ansonsten alles beim Alten belassen - und das Remake für Tablets und Smartphones wäre ein Volltreffer geworden. Doch es kam anders, "Dungeon Keeper" für iPad, iPhone und Android ist eine Frechheit von einem Spiel.

Wie schon im Original muss man im Remake ein unterirdisches Verlies errichten, Monster züchten, Fallen für Angreifer aufstellen und die "Dungeons" anderer Kerkermeister attackieren. Auch die Hauptfigur Horny ist wieder mit von der Partie. Der rote Dämon mit den riesigen Hörnern erklärt dem Spieler mit hämischen Kommentaren, was er zu tun hat: Neue Räume ins Erdreich graben und darin Gebäude errichten. Dazu braucht man einerseits Arbeiter, die sogenannten Imps, und andererseits Ressourcen: Gold, Steine und Juwelen. Und genau hier liegt das Problem, die Arbeiter sind schrecklich langsam und die Rohstoffe ständig knapp.

Juwelen weg, Spielspaß kaputt

Um ein kleines Quadrat mit Steinen durchsetzter Erde auszugraben, braucht ein Imp sage und schreibe vier Stunden. Um das sogenannte Gildenversteck zu bauen, mit dessen Hilfe man sich mit anderen Spielern vernetzen kann, sogar sechs Stunden. Vorher muss man allerdings schon 16 der besagten Erdquadrate als Bauplatz freigelegt haben. Selbst für sehr geduldige Menschen ist das eine harte Probe.

Verkürzen lassen sich die Wartezeiten nur mit Hilfe von Juwelen. Doch die sind leider schon nach kurzer Zeit verbraucht, und es kommen so schnell keine neuen nach. Es sei denn, man gibt echtes Geld aus: 500 grüne Edelsteine kosten 4,49 Euro, 14.000 hingegen 89,99. Dafür bekäme man 20 Exemplare des alten "Dungeon Keeper". Im Endeffekt bedeutet das: Wer nicht stundenlang selbst auf die kleinsten Spielfortschritte warten oder aber Unmengen echte Währung für unechte Klunker hinblättern will, hat am neuen "Dungeon Keeper" schon nach höchstens 30 Minuten keinen Spaß mehr.

Ekelhaft und unverschämt

Spiele, die man umsonst herunterladen kann, die aber für neue Figuren, Waffen oder Level Geld verlangen, sind auf dem Mobilmarkt üblich und auch nicht per se schlecht. An den meisten hat man auch ohne kostenpflichtige Updates lange Spaß. Und wer nicht genug bekommen kann, zahlt eben. Doch "Dungeon Keeper" treibt das Prinzip der sogenannten In-App-Käufe auf seine traurige Spitze. EA und Mythic machen gar keinen Hehl daraus, dass sie die Spieler abzocken wollen. Nein, sie missbrauchen sogar die Kommentare von Spielfigur Horny, um ihre Message rüberzubringen: Na, keine Lust zu warten? Dann mach doch mal dein Portemonee auf. Das ist ekelhaft und unverschämt.

Das Games-Magazin "The Escapist" hat völlig recht: "'Dungeon Keeper' ist kein Spiel. Es ist ein zynisch konstruiertes Geldscheffel-System." Von stern.de gibt es deswegen eine klare Nicht-Kauf-Empfehlung. Allen, die sich die App jedoch schon heruntergeladen haben, sei die Empfehlung der Kollegen von "Superlevel" ans Herz gelegt: Weg damit!

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Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.