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Erfolgsreihe vor dem Aus EA Sports deutet Ende der Zusammenarbeit mit FIFA an

Ein Computerbildschirm mit der Aufschrift FIFA 22
Der wohl letzte Teil der erfolgreichen Gaming-Reihe "FIFA" erschien am 1. Oktober für alle Spielekonsolen (Symbolbild)
© Jakub Porzycki / Picture Alliance
Die FIFA-Titel zählen seit vielen Jahren zu den erfolgreichsten Videospielen überhaupt. Vor wenigen Wochen erschien mit FIFA 22 der neueste Teil der Serie. Nun deutet sich an: Es könnte der letzte seiner Art gewesen sein.

Alle Jahre wieder erscheint mit "FIFA" ein neuer Teil der weltweit größten und am häufigsten verkauften Gaming-Sportsimulation. Erst kürzlich, am 1. Oktober, wurde der neueste Titel "FIFA 22" veröffentlicht. Innerhalb einer Woche katapultierte sich das Game von Electronic Arts an die Spitze der Plattform-Charts von Microsofts XBox und Sonys Playstation. Laut dem Marktforschungsunternehmen GFK Entertainment war es der "mit Abstand erfolgreichste Games-Start des bisherigen Jahres".

FIFA 22 wohl letzter Titel der Erfolgsreihe

Im Trubel um die neuen Hypermotion-Features und Online-Modi von "FIFA 22" kristallisiert sich nun heraus, dass es wohl der letzte Titel in der traditionellen Reihe sein wird. In einer Pressemitteilung bestätigte EA Sports, dass der im Mai 2013 geschlossene Vertrag zwischen dem Spielentwickler und dem Fußball-Weltverband FIFA Ende 2022 ausläuft. Die beiden Partner vereint eine langjährige Kooperation, die bis ins Jahr 1993 zurückreicht.  

Dennoch scheint zumindest zum jetzigen Zeitpunkt klar, dass die Zeichen keinesfalls auf eine Verlängerung hindeuten. Dem Branchenmagazin Golem zufolge könnten überzogene Forderungen der Funktionäre ein Grund für das Aus sein. Eventuell will sich der Spieleentwickler künftig auch einfach anders positionieren. EAs Geschäftsführer Cam Weber wird nicht entgangen sein, dass die höchst umstrittene Fußball-Weltmeisterschaft in Katar im nächsten Winter ein negatives Licht auf das Game werfen könnte.

EA will auch in Zukunft Fußballspiele veröffentlichen

Fußballfans und Gamer können allerdings aufatmen. Eine Fußballsimulation von EA wird in jedem Fall auch im kommenden Jahr erscheinen. Mit Blick auf die Zukunft müsste jedoch noch die Idee geprüft werden, die globalen EA-Sports-Fußballspiele umzubenennen, so Weber.

Die auslaufende Vereinbarung zwischen dem Entwickler und der FIFA dreht sich insbesondere um Lizenzrechte. EA betonte jedoch, dass man mit den namenhaften Profiligen Uefa Champions League, der Uefa Europa League, den Conmebol Libertadores, der Premier League, der Bundesliga und La Liga Santander eigene Verträge abgeschlossen hätte.

Hinzu kämen Verträge mit außenstehenden Lizenzpartnern, die den Zugang zu "mehr als 17.000 Athleten in über 700 Mannschaften, in 100 Stadien und über 30 Ligen auf der ganzen Welt" ermöglichen würden. Die Authentizität kommender Games könne daher nicht in Frage gestellt werden.

Aktionäre lassen EA-Kurs in die Tiefe stürzen

Die Beschwichtigungsversuche des Unternehmens stießen bei den Aktionären wohl trotz allem auf taube Ohren. Innerhalb kürzester Zeit nach Release der Pressemitteilung fiel der Kurs der EA-Aktie um über fünf Prozent in die Tiefe.

Bei EA Sports scheint man dagegen zuversichtlich in die Zukunft zu gucken. Man würde den Kunden nun noch mehr in den Mittelpunkt stellen, um die "beste Spielerfahrung für Fußballfans überall" zu schaffen. Der Name eines immer wieder negativ in die Schlagzeilen geratenden Verbandes scheint dabei angesichts des großen Erfolgs der letzten Jahre lediglich ein lästiges Anhängsel zu sein.

Erfolgsreihe vor dem Aus: EA Sports deutet Ende der Zusammenarbeit mit FIFA an

Sehen Sie im Video: Diese Änderung rief bei vielen Teenagern Kopfschütteln hervor. Chinesische Anbieter sind nach den neuen Regeln dazu verpflichtet, Online-Spiele für unter 18-Jährige auf drei Stunden pro Woche zu beschränken.

Quellen:EA Sports, Golem, Polygon


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