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Pistole statt Pikachu Wegen bewaffnetem Raubüberfall: US-Polizei warnt vor "Pokémon Go"

Die halbe Welt spielt "Pokémon Go" - das lockt auch Kriminelle auf den Plan.
Die halbe Welt spielt "Pokémon Go" - das lockt auch Kriminelle auf den Plan.
© iStockphoto/EPA/JUSTIN LANE
"Pokémon Go" ist die derzeit angesagteste App. Leider nutzen auch Kriminelle die Jagd nach den knuddeligen Monstern aus. Eine Bande überfiel mehr als zehn Opfer mit vorgehaltener Pistole.

Die ganze Welt ist im "Pokémon Go"-Fieber: Knapp eine Woche nach der Veröffentlichung bricht die Smartphone-App alle Rekorde. Schon jetzt hat sie mehr Nutzer als die Dating-App Tinder, geschätzt ist sie schon auf fünf Prozent der US-amerikanischen Android-Smartphones installiert. Ein irrer Erfolg. Bisher ist das Spiel offiziell nur in den USA, Neuseeland und Australien verfügbar, doch über Umwege haben sich Tausende Spieler auch hierzulande "Pokémon Go" auf ihrem Smartphone installiert.

"Pokémon Go" ist ein sogenanntes "Augmented Reality"-Spiel. Es geht darum, möglichst viele der knuddeligen Monster zu fangen. Alles, was der Spieler dazu braucht, ist sein Smartphone: Via GPS wird der Nutzer geortet, seine Spielfigur befindet sich auf einer Straßenkarte, auf der die Monster gefangen werden können. Schaut man auf sein Smartphone, wird das virtuelle Pokémon in das echte Live-Kamerabild eingeblendet - das sorgt mitunter für kuriose Situationen, wenn etwa ein Monster in der eigenen Badewanne sitzt.

Kriminelle überfallen "Pokémon Go"-Spieler

Doch der Hype um "Pokémon Go" hat auch seine Schattenseiten - nun warnt sogar die Polizei des US-Bundesstaats Missouri vor der App. Denn in der Nacht von Samstag auf Sonntag stellten vier jugendliche Kriminelle im Alter zwischen 16 und 18 Jahren zahlreichen Pokémon-Fans eine Falle. Die bewaffnete Gang lockte ihre Opfer mithilfe eines "PokéStop" - besonderen Orten, an denen Spieler etwa Gegenstände einsammeln können - an eine unbeobachtete Stelle. Die Zeitung "USA Today" berichtet von zehn bis elf Raubüberfällen.

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Weitere Details gab die Polizei nicht bekannt. Die Polizei warnt auf ihrer Facebook-Seite aber vor der App und rät Nutzern und insbesondere Eltern von Kindern, beim Spielen von "Pokémon Go" sehr vorsichtig zu sein - besonders, wenn es um Kontakt mit Fremden gehe.

Am vergangenen Wochenende kam es auch zu einem anderen schrecklichen Vorfall, als eine 19-jährige Teenagerin auf der Jagd nach einem Wasser-Pokémon in Wyoming eine Wasserleiche entdeckte.

cf

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