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Wegen US-Protesten: Sony setzt Zeichen gegen Rassismus – und verschiebt Playstation-5-Event

Am Donnerstag wollte Sony Spiele-Neuheiten für seine neue Spielekonsole, die Playstation 5, bekanntgeben. Stattdessen hat der japanische Konzern das Event verschoben und ein Zeichen gegen Rassismus gesetzt – wie derzeit viele Unternehmen.

Sony sagt Playstation-5-Event ab

Wegen der Proteste in den USA hat Sony sein Playstation-5-Event verschoben

Picture Alliance

Es ist ein klares Statement gegen Rassismus: Der Spielekonsolenhersteller Sony hat eine für Donnerstag geplante Präsentation zur Playstation 5 abgesagt. Der Grund seien die Proteste in den USA nach dem Tod von George Floyd. "Es fühlt sich für uns gerade nicht richtig an zu feiern", schrieb der offizielle Playstation-Account am Montagabend auf Twitter. "Für den Moment sollten wichtigere Stimmen zu Wort kommen."

Ursprünglich hatte Sony in einem Live-Stream einen Ausblick auf die "Zukunft des Gaming" geben wollen. Fans und Experten rechneten mit der Enthüllung der Playstation 5. Bislang ist wenig über die neue Konsole bekannt – im Gegensatz zur Konkurrenz-Konsole Xbox Series X, die um Weihnachten in den Handel kommen soll. Umso bemerkenswerter ist nun die Entscheidung des japanischen Konzerns, das Event auf unbestimmte Zeit zu verschieben.

Xbox solidarisiert sich mit Playstation

Schon stundenlang zuvor hatte Sony über den Playstation-Account den Hashtag #BlackLivesMatter getwittert. Damit solidarisierte sich das Unternehmen mit den vielen Protestierenden, die nach nach dem Tod von George Floyd gegen Polizeigewalt und Rassismus auf die Straße gegangen waren.

Auch auf dem Hauptaccount positionierte sich Sony deutlich. "Unsere Produkte können ersetzt werden. Geht das auch mit Leben?", entgegnete das Unternehmen einem kritischen Nutzer. Sogar Xbox solidarisierte sich mit Sony. "Wir stehen zusammen", schrieb der Konkurrent und teilte einen Tweet des offiziellen Playstation-Accounts.

Auch andere Unternehmen beziehen Stellung

Sony ist indes nicht das einzige Unternehmen, das auf die derzeitigen Proteste in den USA reagiert. Google verschob seine geplante Präsentation von Android 11, die ursprünglich für den 3. Juni angesetzt war. Und auch der "Fifa"-Hersteller Electronic Arts sagte ein Event zu seiner American-Football-Simulation "Madden NFL 21" ab. "Wir werden einen anderen Zeitpunkt finden, um mit euch über Football zu sprechen", hieß es. "Dies ist größer als ein Spiel, größer als der Sport, und es verlangt, dass wir alle zusammenstehen und uns für Veränderungen einsetzen."

rpw