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Videospiel "inFAMOUS: Second Son" im Test: "GTA 5" mit Superkräften?

Superkräfte, offene Spielwelt und charismatischer Held: Das Actionspiel "InFAMOUS: Second Son" wandelt auf den Spuren von "X-Men" und "GTA 5". Der erste wirkliche Kaufgrund für die Playstation 4?

Von Olaf Bleich und Benedikt Plass-Fleßenkämper

Was ist eigentlich ein Held? Der Duden definiert ihn als jemanden, "der sich mit Unerschrockenheit und Mut einer schweren Aufgabe stellt, eine ungewöhnliche Tat vollbringt, die ihm Bewunderung einbringt." All das wäre der Revoluzzer Delsin Rowe auch gerne. Doch er passt einfach nicht in das Schema des typischen Ritters in schillernder Rüstung. Er besprüht Wände mit Graffiti, kommt häufig mit dem Gesetz in Konflikt und hält sich auch sonst nicht an die Regeln. Und dennoch ist er der Held im exklusiv für die Playstation 4 erscheinenden Actionspiel "inFAMOUS: Second Son".

Gut oder böse?

In einer Welt, in der Menschen mit Superkräften – so genannte Conduits – gejagt und weggesperrt werden, stellt sich Delsin wagemutig gegen das totalitäre Regime des D.U.P. (Department of Unified Protection) und dessen fiese Anführerin Augustine. Aber wie soll diese Revolution stattfinden? Im Rahmen des gesunden Menschenverstandes und ohne unnötiges Blutvergießen? Oder ohne Rücksicht auf Verluste, notfalls mit Gewalt? Gut oder böse? Diese Gretchenfrage ist ein Kernelement in "inFAMOUS: Second Son".

Engel links, Teufel rechts

Kurz nach dem Beginn des Abenteuers gerät Delsin durch eine unglückliche Fügung ebenfalls an Superkräfte. Plötzlich huscht er als Rauchwolke durch Gitter und verschießt glühende Bomben aus den Händen. Kein Wunder, dass alsbald das D.U.P. auf ihn aufmerksam wird. Als Augustine Delsins Ziehmutter Betty bedroht, tritt auch das so genannte Karma-System in Kraft:Soll Delsin seine Familie und seine Freunde einfach im Stich lassen? Oder soll er sich selbst in Gefahr begeben, um sie zu retten? Das Actionspiel setzt im Spielverlauf immer wieder auf dieses vergleichsweise einfache Moralsystem. Durch gute oder böse Taten füllt sich ein jederzeit sichtbarer Balken auf und schaltet so mit der Zeit neue Fähigkeiten frei. Als guter Junge verhindert Delsin später Drogendeals oder heilt von der D.U.P. verletzte Passanten. Als böser Bube löst er hingegen Demonstrationen gewaltsam auf und pulverisiert gnadenlos seine Gegner.

Dieses Moralsystem ist nicht sonderlich komplex und erlaubt keine Grauzonen, erfüllt aber seinen Zweck. Es motiviert den Spieler, "inFAMOUS: Second Son" auch ein zweites Mal durchspielen zu wollen. Denn bei den für die Geschichte relevanten Karma-Momenten erhält man andere Zwischensequenzen und prägt somit auch den Spielverlauf. Ein zweiter Anlauf lohnt sich also auf jeden Fall.

Zwei Brüder erobern Seattle

"inFAMOUS: Second Son" ist kein geradliniges Abenteuer wie etwa "The Last of Us". Delsins Geschichte spielt in der offenen Großstadtwelt von Seattle. Hier hat sich das D.U.P. bereits großflächig breit gemacht. Ähnlich wie im Ego-Shooter "Far Cry 3" muss Delsin in den Vierteln zunächst Radartürme ausschalten, um so die Kartenfunktion seines Handys zu aktivieren. Über das Zerstören von Überwachungskameras oder Kontrollpunkten reduziert der Mutant den Einfluss des D.U.P. in den jeweiligen Bereichen.

Delsin erhält dabei Funkunterstützung von seinem Bruder Reggie. Der ist als gesetzestreuer Polizist mit starkem Idealismus sein moralisches Pendant. Genau deshalb ecken die beiden Brüder im Spielverlauf immer wieder an. Über Funk weist Reggie Delsin auf Nebenmissionen hin oder führt ihn zu neuen Tatorten. Die Interaktion der beiden erinnert an typische Buddy-Movies wie "Lethal Weapon" oder "Rush Hour". Obwohl sich Reggie und Delsin gelegentlich spinnefeind sind, spürt man ihre emotionale Verbindung jederzeit, was die SPielfigur sympathisch macht.

Open-World-Abenteuerspielplatz

Seattle ist für Delsin ein riesiger Spielplatz mit unzähligen versteckten Geheimnissen und Möglichkeiten, seine Kräfte aufzuwerten. Mit Hilfe von Energiescherben, die teils in Fahrzeugen des D.U.P. versteckt sind, schaltet man im Spielverlauf unzählige neue Fertigkeiten in dem etwas unübersichtlichen Talentbaum frei. Das "Jagen" und "Sammeln" von Fähigkeiten und Informationen motiviert und ist dank Delsins Superkräften eine unterhaltsame Art, die Zeit tot zu schlagen. Die Qualität der Nebenaufgaben schwankt allerdings von kreativ wie beim Graffiti-Mini-Game oder Kamera-Suchspielen bis hin zu durchschnittlichen "Geh zu Punkt X und schlage dort alle Feinde"-Einsätzen.

Kampf und Chaos

Zimperlich geht Delsin auf seinem Rachefeldzug gegen das D.U.P. nicht vor. Hektische und teils sehr unübersichtliche Kämpfe säumen seinen Pfad der Zerstörung. Aufgrund der hohen Spielgeschwindigkeit, einer wahren Flut von Grafik-Effekten und zahlreichen Feinden geht die Übersicht leider immer wieder flöten. Nicht selten weiß man gar nicht, aus welcher Richtung Delsin überhaupt attackiert wird. Speziell die Nahkampfattacken leiden unter der zu nahen Kameraperspektive, die zwar die tollen Animationen treffend in Szene setzt, dem Spieler jedoch den Blick für das Wesentliche nimmt. Das Kampfsystem von "inFAMOUS: Second Son" ist mit seinen Superkräften extrem launig, aber zugleich auch ziemlich chaotisch.

Im Gegensatz etwa zum aktuellen "Castlevania: Lords of Shadow 2", wo Dracula auf Knopfdruck zwischen seinen Waffensystemen wechselt, muss Delsin nämlich mit der Umgebung interagieren, um seine Fertigkeiten zu verändern. Will er etwa von Rauch- auf Neon-Kräfte umschalten, gilt es, an einem Reklameschild zunächst die Energie absorbieren, ehe er die neuen Kräfte benutzen kann. Dieser Kniff bremst den freien Kampfverlauf zuweilen aus und sorgt nicht selten dafür, dass Feinde Delsin beim Waffenwechsel noch einige Treffer verpassen.

PS4-Grafikpracht

Trotz seiner Macken muss man "inFAMOUS: Second Son" allerdings zugute halten, dass es stellenweise absolut fantastisch aussieht. Dank Tausender Partikel- und Lichteffekte saust Delsin als pinker Neonblitz Gebäude empor. Gegnerische Offiziere poltern dagegen als fliegender Steinhaufen durch die Gegend. Gelegentlicher Regen sorgt in Kombination mit in Echtzeit berechneten Lichtverhältnissen für eine gelungene Großstadtstimmung. "Second Son" ist ein optischer Leckerbissen, der Besitzer der Xbox One neidisch zur Playstation 4 hinüber schielen lässt. Die Zwischensequenzen geizen ebenfalls nicht mit Details. Die Gesichtszüge sind dank messerscharfer 1080p-Grafik auch auf Distanz noch gut zu erkennen und reflektieren die Emotionen der Charaktere ganz ausgezeichnet.

Fazit: Richtig schön böse – aber kein Super-Hit

"inFAMOUS: Second Son" ist leider kein "GTA V" mit Superkräften. Dafür fehlt es einfach an der notwendigen Genialität. Speziell die schwankende Qualität des Missionsdesigns und das Kampfsystem lassen Wünsche offen. Das ändert aber nichts daran, dass der PS4-Titel ein spektakuläres Abenteuer in einem wirklich hübsch anzusehenden Seattle geworden ist. Die Masse an Sammelobjekten und der Spaß am Verbessern der Heldenfertigkeiten machen eine Großteil der Motivation von "inFAMOUS: Second Son" aus. Die Geschichte profitiert außerdem von dem Karma-System, so simpel es auch sein mag: Hier entscheidet der Spieler, ob er ein netter Mutant oder ein Superschurke sein möchte – und bekommt sofort die Konsequenzen seines Tuns zu spüren. So ist "inFAMOUS" zwar nicht der erhoffte Überflieger, aber eine Reise nach Seattle lohnt sich für Action-Freunde allemal.

Hersteller/Vertrieb:Sucker Punch/Sony
Genre:Action
Plattform:Playstation 4
Preis:69,99 Euro
Altersfreigabe:ab 18 Jahren
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(