HOME

ARD-Reportage: Gestohlene Fingerabdrücke: Wie im Darknet Ihre Biodaten gehandelt werden

Biometrische Daten sollen uns eindeutig erkennbar machen und damit die Sicherheit von Ausweisen, Smartphones und vielem weiteren erhöhen. Doch Kriminelle haben längst begonnen, die Daten zu handeln - und stellen uns vor ein unlösbares Problem.

Biometrische Daten wie der Fingerabdruck lassen sich extrem leicht erbeuten

Biometrische Daten wie der Fingerabdruck lassen sich extrem leicht erbeuten

Getty Images

Zeig mir deinen Fingerabdruck oder deine Iris und ich sage dir, wer du bist. Immer häufiger identifizieren wir uns im Alltag mit biometrischen Daten, sei es beim Entsperren des Smartphones oder mit Daten in unserem Personalausweis. Die Daten haben klare Vorteile: Man hat sie stets dabei, sie können nicht wie ein Passwort vergessen werden und sie sind eindeutig einem einzelnen Menschen zuzuordnen. Doch genau diese Vorteile könnten sich zum Problem entwickeln.

Denn die Daten werden längst von Kriminellen und Terroristen missbraucht. Das zeigt die ARD-Reportage "Pässe für Kriminelle", die am 6. August um 22.45 Uhr auf dem Ersten läuft. So stöberten die Journalisten im Darkweb genannten Teil des Internets ganze Listen von biometrischen Daten auf, die dort zum Kauf angeboten werden. Und dann für kriminelle Zwecke und Identitätsdiebstahl missbraucht werden. 

Unlösbares Dilemma

Das führt zu einem gigantischen Problem: "Wenn Ihre Daten einmal missbraucht wurden, werden Sie sie Ihr Leben lang nicht mehr benutzen können", erklärt Experte Gunnar Porada in dem Bericht. Ein unlösbares Dilemma - schließlich kann man den Fingerabdruck nicht wie ein Passwort einfach ändern.

Wie einfach der Missbrauch ist, wird ebenfalls gezeigt. Mit einem Ausdruck eines Fingerabdruck und etwas Holzleim wird da von einem Hacker des Chaos Computer Clubs sogar der bislang einzige Scanner ausgetrickst, der mit einer "Lebenderkennung" wirbt. Auch der Iris-Scanner von Samsungs Galaxy S9 geht einer Kombination von Ausdruck und Kontaktlinse auf den Leim. Solche Methoden bleiben nicht auf die Theorie beschränkt: Bei einer Razzia von IS-Terroristen fand die türkische Polizei tatsächlich gefälschte Fingerabdrücke.

Fingerabdrücke im Millionen-Paket

Ein weiteres Problem biometrischen Daten ist, wie leicht man an sie herankommt. Ständig hinterlassen wir Fingerabdrücke, auch ein ausreichend hoch aufgelöstes Foto reicht aus, um eine Kopie zu erstellen, wie Forscher letztes Jahr bewiesen. Noch schlimmer ist allerdings, dass immer mehr Staaten und Firmen gigantische Datenbanken mit biometrischen Daten aufbauen - und sie dadurch zur möglichen Hacker-Beute machen. 

In den USA wurde etwa in einem einzelnen Hack die biometrischen Daten von 5,6 Millionen Menschen gestohlen, so der Bericht. In Indien konnten Hacker gar die Datensätze von 1,2 Milliarden Bürgern abgreifen - inklusive der jeweiligen Fingerabdrücke.

Der Behörden-Scanner ist unsicher

Doch selbst bei der Erhebung der Daten in den Behörden selbst gibt es dramatische Lücken. Wer heute einen Reisepass beantragt, muss dazu einen Fingerabdruck abgeben. Der dazu in deutschen Amtsstuben benutzte Scanner ist aber angreifbar, wie Experte Porada im Bericht vorführt. 

Der schockierend einfache Grund: Die Daten kommen unverschlüsselt vom Scanner, erst der Computer macht sie unlesbar. Mit einem von Porada geschriebenen Trojaner lässt sich in der Zeit dazwischen aber das Bild abgreifen - oder gar manipulieren. So kann man einem unbescholtenen Bürger den Fingerabdruck stehlen oder ihm gar - in der Behördendatenbank - einen anderen unterjubeln. Der Identitätsdiebstahl könnte also sehr bald noch ganz andere Dimensionen annehmen.

mma
Themen in diesem Artikel
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(