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Musik-Streaming-Dienst: Bulgarisches Schlitzohr soll Spotify um Millionen erleichtert haben - ohne sich strafbar zu machen

Jemand aus Bulgarien hat einem Medienbericht zufolge den Musik-Streaming-Dienst Spotify ausgetrickst. Mit einer sehr kreativen Masche soll er sich ein Vermögen erschlichen haben. Und das offenbar, ohne das Gesetz zu brechen.

Der Musik-Streaming-Dienst Spotify

Der Musik-Streaming-Dienst Spotify ist offenbar einer legalen Abzocke zum Opfer gefallen

Picture Alliance

Beim Musik-Streaming-Dienst Spotify kann jeder eigene Musikstücke hochladen, sich als Urheber registrieren lassen und so Geld verdienen. Doch die aberwitzige Masche, über die das britische Fachportal "Music Business Worldwide" berichtet, war so sicher nicht im Sinne des Erfinders. Demnach hat sich ein Unbekannter aus Bulgarien im vergangenen Jahr einen Millionenbetrag an Urheberauszahlungen bei Spotify erschlichen. Dafür brauchte er nur ein paar hundert eigens erstellte Songs, an denen er die Rechte hatte, und jede Menge Fake-Premiumaccounts. Das Gesetz scheint er dabei nicht gebrochen zu haben. Das Portal beruft sich bei seiner Recherche auf "mehrere Musiklabel-Insider", die anonym bleiben wollten. Spotify wollte dem Bericht zufolge die Geschichte weder bestätigten noch dementieren, habe aber betont, "die Manipulation von Streaming-Aktivitäten extrem ernst zu nehmen".

Ein paar tausend Dollar im Monat und eine Bot-Armee

Aber fangen wir von Vorne an. Laut "Music Business Worldwide" soll der unbekannte Bulgare Mitte 2017 hunderte eigene Musikstücke bei hochgeladen und in mindestens zwei Playlists namens "Soulful Music" und "Music From The Heart" gesammelt haben. Die Songs selbst seien jeweils nur knapp länger als 30 Sekunden gewesen, die Mindestlänge für eine Vergütung an den Urheber. Beide Playlists seien in den kommenden Monaten unzählige Male aufgerufen worden.

"Soulful Music" habe es zwischenzeitlich in einem vertraulichen Spotify-Ranking auf Platz 35 der klickstärksten Listen weltweit geschafft. In den nur auf die beschränkten Charts gar auf Rang elf. "Music From The Heart" habe demnach auf Platz 82 weltweit und auf Rang 22 in den USA gelegen. Von den Spotify-Rankings, die regelmäßig an Verantwortliche in der Musikindustrie verschickt würden, habe das Portal Screenshots vorliegen.

Hauptsächlich abgerufen wurden beide Listen demnach von rund 1200 Premium-Accounts. Dass die Songs trotzdem genügend Abspielungen erreichen, um in besagten Rankings aufzutauchen, sei nur möglich, wenn diese auf allen Accounts in Dauerschleife liefen. Und genau das scheint die Masche gewesen zu sein. Das Portal vermutetet, dass die Premium-Accounts mit automatisierten Programmen rund um die Uhr die abriefen.

Umsatze in Millionenhöhe erschummelt

Durchschnittlich seien die Songs der Playlist "Soulful Music" 43 Sekunden lang gewesen. So errechnet "Music Business Worldwide", dass ein Premium-Nutzer in der Dauerschleife auf etwas über 60.000 Abspielungen pro Monat kommen kann. Im Kollektiv der 1200-Accounts-starken Bot-Armee sind das 72 Millionen Aufrufe im Monat.

Bezahlt werden Urheber bei Spotify demnach mit einem sehr kleinen Betrag pro 30-sekündiger Abspielung ihres Werks. Einer zurückhaltenden Schätzungen zufolge liege dieser Betrag bei 0,004 . Mal 72 Millionen Abrufe könnten so knapp unter 300.000 US-Dollar pro Monat und Playlist erwirtschaftet werden. Mit schlaueren Bots, die nach 30 Sekunden einfach auf das nächste Lied springen, sogar mehr als 400.000 US-Dollar. Der Unbekannte soll mindestens zwei Playlists gehabt haben und diese mindestens vier Monate betrieben haben. So käme er auf einen Umsatz im Millionenbereich. Ohne Probleme hätte er so die rund 12.000 US-Dollar monatlich für die 1200 Premium-Accounts wieder hereingeholt. 

Unklar bleibt, wie viele Personen hinter der Abzockmasche standen. Für die Accounts hätten der oder die Schummler jeweils eigene Email-Adressen und Identitäten anlegen müssen. Zudem wären jede Menge Rechner nötig gewesen. Bis Oktober 2017 habe die Masche funktioniert, ehe dem Bulgaren offenbar sein Erfolg zum Verhängnis wurde. Er sei letztlich von der legitimen Konkurrenz aus der Musikbranche an Spotify gemeldet worden und der Dienst habe die meisten Songs gelöscht. Da für die benutzten Accounts ordnungsgemäß bezahlt worden war, scheinen keine Gesetze verletzt worden zu sein.

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fin
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.