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Abzocke im Netz: Bald soll Schluss sein mit Abofallen

Die Abzocke im Internet mit Abofallen und nur scheinbar kostenlosen Inhalten wie Rezepten und Hausaufgabenhilfen ist einer der größten Nervfaktoren im Web. Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger verspricht, dass damit 2011 Schluss ist.

Auf keinen Fall zahlen, wenn die Abzocker Geld fordern

Auf keinen Fall zahlen, wenn die Abzocker Geld fordern

2010 wird Millionen Internetsurfern unangenehm in Erinnerung bleiben: Kaum einer, der nicht in eine der lästigen Abofallen hineingeraten ist und plötzlich Geld zahlen soll, obwohl er doch gar nichts bewusst bestellt hat. Selbst den früheren Hamburger Oberbürgermeister Ole von Beust hat es kalt erwischt, wie "Finanztest" berichtet. Wie unzählige andere Bürger hat auch er lediglich nach kostenlosen Inhalten oder Programmen gesucht, in seinem Fall war es ein spezielles Kochrezept für Gulasch. Ein unbedachter Mausklick - und schon kommt wenig später die erste Rechnung. Die meisten haben dann ein dubioses Abonnement in Höhe von 96 Euro am Hals über ein oder zwei Jahre Laufzeit - und jede Menge Ärger.

Mal sollen die Betroffenen Witze heruntergeladen haben, Hausaufgabentipps, Routenplaner oder Ahnenforschung. Mal geht es um Intelligenztests, Lehrstellensuche oder Virenschutzprogramme. Hunderte solcher Seiten sind im Netz, die so tun, als sei ihr Service gratis. Fast immer sind die Hinweise auf Kosten so gut versteckt, dass sie übersehen werden.

Mit der Massenplage soll jetzt bald Schluss sein. Die Bundesregierung will dem Abkassieren endlich einen Riegel vorschieben. Schon im Jahr 2011 dürfte es so weit sein. Dann soll die sogenannte Buttonlösung den Abofallen den Boden entziehen, wie Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) ankündigte. Künftig sollen Internet-Nutzer klare Hinweise auf eine Kostenpflicht erhalten. Nur wer per Mausklick bestätigt, dass das Angebot seinen Preis hat, darf zur Kasse gebeten werden. In Frankreich gibt es bereits eine "Buttonlösung". Kostenfallen sind dort kein Thema.

Keine Adresse rausrücken für Basteltipps

"Auch geübte Surfer fallen serienweise rein", sagt Jutta Gurkmann vom Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv). Die Verbraucherzentralen können sich kaum retten vor Anfragen genervter, ratloser Bürger. Etwa 22.000 Beschwerden laufen pro Monat ein, so die Schätzungen. Viele Betroffene wehren sich anfänglich noch gegen die Rechnungen aus heiterem Himmel. Werden sie dann aber durch ständige Mahnschreiben und Inkassodrohungen unter Druck gesetzt, zahlen viele am Ende doch - häufig nur, um den Spuk endlich los zu sein. Der vzbv schätzt den Schaden in Deutschland auf mehrere Millionen Euro.

Die neuste trickreiche Variante trifft jetzt auch Besitzer von Smartphones, warnt Gurkmann. Klicken sie beim Internet-Spaziergang auf Werbebanner, sitzen sie ebenfalls schnell in einer Abo-Falle fest. Über den Netzbetreiber wird dann versucht, für angeblich kostenpflichtige Dienstleistungen abzukassieren.

Mit dem geplanten Gesetz werde endlich geholfen, ist Bettina Dittrich, Juristin der Verbraucherzentrale Sachsen, überzeugt. Wann es greift, ist noch unklar. Bis dahin sollten Verbraucher aber weiterhin auf der Hut sein.

Sobald Internet-Nutzer auf der Suche nach kostenlosen Programmen nach persönlichen Daten wie dem Namen, der Anschrift oder der E-Mail-Adresse gefragt werden, sollten die Alarmglocken schrillen, mahnt Dittrich zur Vorsicht. Warum sollte die Anschrift beim Abrufen kostenloser Horoskope oder Hausaufgabentipps wichtig sein?

Bloß nicht zahlen

Wer frech eine Rechnung zugeschickt bekommt, braucht nicht bezahlen. Wer nichts bestellt hat, muss auch nichts überweisen. Ein juristischer Vertrag kam schließlich nicht zustande. In der Regel sind die Forderungen völlig aus der Luft gegriffen. Dutzende Gerichte haben laut Gurkmann bereits so geurteilt.

Trotzdem halten es Verbraucherschützer für wichtig, den angeblichen Vertrag mitsamt Kostenpflicht zur Sicherheit per Einschreiben zu bestreiten. Gratis-Musterbriefe für Erwachsene wie für Minderjährige gibt es bei allen Verbraucherzentralen, beispielsweise online unter www.vz-rlp.de/muster. Immer neue Mahnungen von Rechtsanwälten, Drohungen mit Zwangsvollstreckung, Pfändung oder Gerichtsvollzieher könnten dann getrost ignoriert werden, so Dittrich.

Berrit Gräber, DAPD / dapd
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.