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Große Herausforderungen für Netzanbieter: Die Telekom muss nun Geld in die Hand nehmen

Tim Höttges will die Telekom zum führenden und wertvollsten Netz- und Mobilfunkanbieter Europas machen. Dafür muss er viel Geld in die Hand nehmen. Eine Analyse.

Tim Höttges ist in wenigen Wochen ein Jahr im Amt.

Tim Höttges ist in wenigen Wochen ein Jahr im Amt.

Netzausbau und schnelles Internet, ein scharfer Wettbewerb im Inland, Auktionen von Funkfrequenzen im Jahr 2015 und die Zukunft des US-Geschäfts: Auf Telekom-Chef Tim Höttges rollt in den kommenden Monaten eine Menge Arbeit zu. Seit Jahresanfang steht der 52-jährige Manager an der Spitze des Riesen, dessen Finanzen er zuvor mehrere Jahre lang zusammenhielt. Sein Ziel: "Wir wollen führender und wertvollster Telekommunikationsanbieter in Europa werden."

Und dazu gehört vor allem die Infrastruktur. "Wir können Netz besser", ätzte der Manager erst vor wenigen Tagen in der "Süddeutschen Zeitung" gegen den Internetgiganten Google.

An dem Unternehmen arbeitet sich Höttges ohnehin immer wieder gerne ab. Ihm missfällt, dass Telekom-Konzerne viel Geld in Netze investieren, andere aber mit ihren Diensten die Infrastruktur nutzen und den großen Reibach machen. Doch eine Alternative zum Netzausbau hat Höttges kaum.

Branche steht vor Herausforderung

In Deutschland steht die Branche vor der Herausforderung, ihre Zusagen bei der flächendeckenden Versorgung der Haushalte mit einem schnellen Internetanschluss bis 2018 einzuhalten. Allein im kommenden Jahr sollen acht Milliarden Euro in das schnelle Internet investiert werden. Davon will die Telekom allein die Hälfte tragen. Und dabei bleibt es nicht. Das Management muss auch dafür sorgen, dass Investitionsmittel für die Auslandstöchter der Telekom bereitstehen.

Das gilt vor allem für die Mobilfunktochter in den USA, die Höttges gern verkaufen würde, wenn der Preis stimmt. Doch auch nach mehreren Anläufen bleibt die Zukunft ungewiss. Der drittgrößte Anbieter des Landes Sprint ließ seine Ambitionen offenbar fallen, weil er erhebliche wettbewerbsrechtliche Probleme auf sich zukommen sah.

Zuvor war schon AT&T mit dem Versuch gescheitert, T-Mobile US zu übernehmen. Die Aufsichtsbehörden stoppten den Deal. Zuletzt präsentierte die wenig bekannte französische Telefon- und Internetfirma Illiad eine Kaufofferte, blitzte damit aber bei der Telekom ab. Derzeit wird als ein Kaufinteressent nur noch der US-Satellitenbetreiber Dish gehandelt.

Rasantes Kundenwachstum der Telekom-Tochter

Dass die Telekom-Tochter mit einem rasanten Kundenwachstum seit einigen Monaten die Branche aufmischt, kommt Höttges nicht ungelegen. Denn das treibt den Kaufpreis hoch. Ohnehin sieht sich der Telekom-Chef in den USA nicht unter Verkaufsdruck und für eine Fusion oder Übernahme gut gerüstet. Allein im dritten Quartal verzeichnete T-Mobile USA 2,3 Millionen Neukunden. Einziger Wermutstropfen: Die aggressive Kundenakquise drückt die Ergebnisse ins Minus.

Auch wenn Kundenzahlen und Umsätze stimmen, für Höttges ist der Fall USA keineswegs ein Zuckerschlecken: 2015 steht eine weitere Auktion von Funkspektren ins Haus, die dem Konzern teuer zu stehen kommen könnte. Bei einem rechtzeitigen Verkauf, würden dem Unternehmen die erwarteten milliardenschweren Ausgaben für den Erwerb von Spektren erspart bleiben.

Versteigerung der Mobilfunkfrequenzen steht an

Auch in Deutschland kommt es im Frühjahr zu einer weiteren Versteigerung von Mobilfunkfrequenzen. Im zweiten Quartal sollen unter anderem die sogenannten GSM-Frequenzen für D-Netze und E-Netze in den Bändern 900 und 1800 Megahertz sowie möglichst auch das 700 Megahertz-Paket unter den Hammer kommen. Letzteres - auch digitale Dividende II genannt - ist ein wichtiger Baustein in der Digitalen Agenda der Bundesregierung. Ob die Fernsehsender, die diese Bänder noch für DVB-T nutzen, rechtzeitig das 700er-Band räumen werden oder wollen, steht in den Sternen. Diese Frequenzen eignen sich besonders, um das schnelle Internet in entlegene Dörfer zu bringen.

Für Höttges ist indes klar, dass Frequenzauktionen nicht dazu genutzt werden sollten, öffentliche Haushalte zu sanieren. "Je teurer die Auktion, umso später kommt die Infrastruktur, von der der Kunde auch etwas hat", warnt der Telekom-Chef. Und sein Vorstandskollege Niek Jan van Damme forderte unlängst eine stärkere Subventionierung. Eine Überlegung dabei ist, Teile der Einnahmen aus den Auktionen wieder in den Breitbandausbau zu investieren.

cf/DPA / DPA
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.