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US-Justiz: Chinesische Hacker sollen Siemens angegriffen haben

Die US-Justiz klagt drei Chinesen an, mehrere Unternehmen gehackt zu haben. Auch Siemens wurde zum Ziel der Angreifer. Sie sollen mehr als 400 Gigabyte an empfindlichen Daten entwendet haben.

Schutzhelme von Siemens

Bei einem Hackerangriff auf Siemens wurden mehr als 400 Gigabyte an geschützten Daten gestohlen

Drei Chinesen haben aus Sicht des US-Justizministeriums mehrere große Cyber-Attacken durchgeführt. Die Aktionen zwischen 2011 und Mai 2017 sollen sich gegen den deutschen Großkonzern Siemens sowie zwei weitere Unternehmen gerichtet haben. 

Bei den Hackern handele es sich um Gründer, Manager und Mitarbeiter der chinesischen Firma Guangzhou Bo Yu Information Technology Company Limited ("Boyusec"), heißt es in der am Montag veröffentlichten Anklageschrift. 

Siemens räumt Datensicherheit hohe Priorität ein

Bei Siemens versuchten die Hacker den US-Ermittlern zufolge unter anderem im Mai und Juni 2014 Passwörter und Nutzernamen von Mitarbeitern zu erbeuten. Zwischen Juni und August 2015 sollen rund 407 Gigabyte an geschützten Daten entwendet worden sein. Siemens äußere sich aus Prinzip nicht zu Angelegenheiten der internen Sicherheit, sagte ein Unternehmenssprecher auf Nachfrage. Datensicherheit sei jedoch weltweit von höchster Priorität für den Konzern. "Wir überwachen und schützen unsere Infrastruktur rigoros." 

fri / DPA