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Chronik: Der Kampf der Musikindustrie gegen die Tauschbörsen

Der Kampf der Musikindustrie gegen die Tauschbörsen

Die amerikanische Musikindustrie wehrt sich seit Ende der 90er Jahre gegen die Verbreitung von urheberrechtlich geschützten Songs im Internet. Folgende Chronik hält die wichtigsten Ereignisse der vergangenen Jahre fest.

7.12.1999:

Der Verband der amerikanischen Musikindustrie (RIAA) verklagt die Internet-Tauschbörse Napster in San Francisco wegen Verstößen gegen die Copyright-Gesetze.

26.7.2000:

Bezirksrichterin Marilyn Hall Patel ordnet die Schließung von Napster an. Der Beschluss wird zwei Tage später mit einer einstweiligen Anordnung aufgehoben.

12.2.2001:

Ein Berufungsgericht verfügt, dass Napster dafür sorgen muss, dass keine urheberrechtlich geschützte Musik über sein Computernetz getauscht wird.

Oktober 2001:

Die RIAA verklagt die Unternehmen, welche die File-Sharing-Dienste Grokster und Morpheus bereitgestellt haben. Später wird auch das Kazaa-Netz in die Klage einbezogen.

Mai 2002:

Die RIAA verklagt die Musik-Web-Site Audiogalaxy.

17.6.2002:

In einem außergerichtlichen Vergleich erklärt sich Audiogalaxy zur Zahlung einer "beträchtlichen Summe" bereit und entfernt den größten Teil der zum Download angebotenen Dateien.

3.4.2003:

Die RIAA verklagt vier Studenten, die mehrere tausend Songs in einem Universitätsnetz zum Download angeboten haben.

25.4.2003:

Ein Bundesrichter in Los Angeles entscheidet, dass die Unternehmen hinter Morpheus und Grokster nicht für illegal angebotene Dateien in diesen Netzen verantwortlich gemacht werden können. Über eine Berufung der Kläger ist noch nicht entschieden.

29.4.2003:

Die RIAA verschickt Millionen von E-Mails an die Nutzer der File-Sharing-Dienste Kazaa und Grokster mit der Mahnung, dass der Tausch urheberrechtlich geschützter Musik illegal ist.

2.5.2003:

In der Klage gegen vier Studenten wird ein Vergleich erzielt: Die Studenten zahlen Schadensersatz von jeweils 12.000 bis 17.500 Dollar.

5.6.2003:

Nach einer Niederlage vor Gericht händigt der Internet-Provider Verizon der RIAA die Namen von vier Kunden aus, denen der Verband den illegalen Download von Musik vorwirft.

25.6.2003:

Die RIAA kündigt massive Schadensersatzklagen gegen die Nutzer von File-Sharing-Diensten an.