HOME

Umstrittene neue Funktion: Facebook als Dating-Portal? Zuckerberg zeigt, dass er gar nichts verstanden hat

Mitten im Datenskandal feiert Mark Zuckerberg Facebooks neue Dating-Funktion. Doch die gigantische Vertrauenskrise des Unternehmens wird die wohl nicht lösen können - im Gegenteil.

Mark Zuckerberg F8 Facebook

Mark Zuckerberg stellte auf der Messe F8 Facebooks neue Datingfunktion vor

AP

Jedes Jahr im Mai feiert -CEO Mark Zuckerberg auf der hauseigenen Entwicklermesse F8 die eigenen Leistungen - und kündigt begeistert neue Features an. Dieses Jahr hätte der Zeitpunkt kaum schlechter liegen können: Der Social-Media-Gigant steckt immer noch tief im Skandal um seinen viel zu laxen Umgang mit Nutzerdaten. Und Zuckerbergs Rede dürfte das Vertrauen kaum zurückgewinnen.

Während die Nutzer sich zurecht fragen, welche Informationen das Netzwerk eigentlich über sie anhäuft, kündigt der Chef eine neue Dating-Funktion an. Die soll über die gesammelten Informationen und die Freundesliste den perfekten Partner finden - und dabei noch mehr Daten sammeln. Dass die Nutzer in der aktuellen Lage darauf nicht gerade begeistert reagieren könnten, scheint Facebook gar nicht in den Sinn gekommen zu sein. Von "Wired" darauf angesprochen, fragte Mark Zuckerberg offenbar überrascht: "Glauben Sie, dass es gerade ein schlechter Zeitpunkt ist, das anzukündigen?"

Zuckerberg hört zu - und versteht das Problem nicht

Dabei hatte sich der Facebook-Gründer so sehr bemüht zu zeigen, dass man zugehört hatte. Immer wieder betonte er während seiner Präsentation, dass Facebook seine Verantwortung bisher nicht ernst genug genommen hätte, man das aber ändern wollte. Nur welche Sorgen sich die Nutzer wirklich machen, scheint Facebook bisher gar nicht begriffen zu haben.

Während die Nutzer sich fragen, was der Konzern alles noch über sie wissen will und ihm sogar extreme Schritte zutrauen - etwa die Mikrofone ihres Smartphones anzuzapfen -, glaubt Facebook wohl, dass es bei der Angst nur um die Weitergabe der Daten an Dritte geht. "Unsere Priorität ist, die Daten der Nutzer zu schützen", sagte Zuckerberg gegenüber "Wired". Und auch die angekündigten Maßnahmen verhindern nicht die Datensammelei durch Facebook - sondern nur die durch Dritte.

Datenschutz nur nach Außen

Das angekündigte Programm zur Löschung der Nutzerhistorie stellt sich etwa beim genaueren Hinsehen als Feigenblatt heraus. Statt dem Nutzer zu erlauben, sämtliche von Facebook angehäuften Daten zu löschen, kann er nur die Informationen löschen, die Facebook mittels anderer Webseiten und Apps über seine Nutzer sammelt. Die Daten, die Facebook selbst zusammenrafft, bleiben unangetastet, erklärte Facebooks Privacy-Chef Erin Egan in einem Blogpost. Und auch die Drittdaten kann man nicht vollständig löschen: Stattdessen werden sie einfach vom eigenen Konto entkoppelt und dann anonymisiert weiter gehandelt. Na dann.

Statt sich zu fragen, ob das Problem vielleicht im datenhungrigen Geschäftsmodell von Facebook selbst liegt, scheint Zuckerberg den Datenskandal lieber hinter sich lassen zu wollen. Immer wieder betonte er in seiner F8-Rede, dass man weiter Neues kreieren wolle. Und sieht Facebook in der Rolle des Weltverbesserers. "Ich glaube, dass wir Technologie so gestalten sollten, dass sie Leute zusammenbringt", sagte er in seiner Rede. "Es gibt keine Garantie, dass wir das richtig hinbekommen, es ist nicht einfach. Wir werden Fehler machen und sie werden Folgen haben. Was ich aber garantieren kann, ist, dass die Welt sich nicht alleine in diese Richtung bewegen wird, wenn wir nicht daran arbeiten."

Auch bei der Dating-Funktion will Facebook wieder auf die Unmengen an Nutzerdaten zugreifen, um die richtigen Personen miteinander zu verkuppeln. Wie genau das funktioniert ist noch geheim, allerdings soll man potentielle Partner über gemeinsame Interessen, Gruppen oder per Like markierte Veranstaltungen vorgeschlagen bekommen. Wer auf der Freundesliste steht, wird automatisch aussortiert, Freunde von Freunden werden aber als mögliche Kuppelversuche angeboten. Bedenkt man, wie unheimlich schon die Freundesvorschläge durch Facebook manchmal sind, darf man durchaus auf das Ergebnis gespannt sein.

Der Whatsapp-Gründer hatte genug

Vielleicht hätte Zuckerberg auch auf Jan Koum hören sollen. Der Whatsapp-Gründer kündigte am Montag an, bei Facebook auszusteigen. Der bekennende Privatsphäre-Anhänger scheint Berichten zufolge unüberbrückbare Differenzen bei der Auswertung von Whatsapp-Daten durch Facebook zu sehen. Er hatte eine ausführliche Verschlüsselung der Chats eingeführt, die Facebook wohl immer weiter aufweichen wollte, um noch mehr Daten abzugreifen. Es würde zur Logik Zuckerbergs passen - schließlich stammt Whatsapp nicht von Drittanbietern sondern gehört direkt zu Facebook.

An einem Punkt scheint Facebook dann doch Skrupel bekommen zu haben. Die Ankündigung des gruseligsten neuen Produkts hat sich das Unternehmen wohl gespart: Laut verschiedenen Medienberichten wollte man auf der F8 als Highlight einen eigenen Sprachlautsprecher à la Amazon Echo vorstellen und damit endgültig Facebook-Mikrofone bei den Nutzern zu Hause installieren. Wegen der aktuellen Stimmung wurden die Pläne dann aber doch lieber auf Eis gelegt. Vorläufig zumindest.

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.