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Frommes Netzwerk Facegloria: Auf diesem Facebook gibt es Amen statt Likes

Weil es ihnen bei Facebook zu viel Gewalt und Pornografie gibt, haben diese Christen ein eigenes soziales Netzwerk gestartet. Die Idee kommt aus Brasilien.

Hier sieht man einen Screenshot des frommen Netzwerks Facegloria

So sieht die Startseite des frommen Netzwerks Facegloria aus.

Soziale Netzwerke dienen in erster Linie zur Selbstdarstellung: Ein Selfie hier, ein Selfie da. In Badehose oder Bikini in der Sonne oder in feucht-fröhlicher Runde aus der Strandbar im Urlaub. Einige gläubige Christen wollten Bilder dieser Art nicht mehr sehen - und haben kurzerhand ein eigens Netzwerk gestartet.


Facegloria  heißt das fromme Facebook - und hier drückt man "Amen" statt "Gefällt mir". Auf die Idee gekommen ist eine Gruppe gläubiger Christen in Brasilien. Der Grund: "Auf Facebook sieht man viel Gewalt und Pornografie. Deshalb wollten wir eine eigene Plattform entwickeln. Eine, auf der wir über Gott und die Liebe sprechen und das Wort Gottes verbreiten können“, wird einer der Gründer, Web-Designer Atilla Barros, im britischen Telegraph  zitiert.

 Innerhalb eines Monats haben sich laut Telegraph rund 100 Tausend neue User angemeldet - und die müssen sich an strenge Regeln halten: Fluchen ist verboten! Es gibt sogar eine Liste mit 600 verbannten Wörtern. Und auch das Verbreiten von pornografischen Inhalten ist natürlich untersagt. Vor allem, wenn es sich dabei um die Darstellung homosexueller Liebe handelt.

Schlüpfrige Bilder werden gelöscht

Überwacht wird das Ganze von 20 ehrenamtlichen Helfern, die das Netzwerk nach verdächtigen Postings scannen. Schimpfwörter, schlüpfrige Selfies oder Bikinibilder werden ebenso zensiert wie Bilder von Alkohol und Zigaretten. Allerdings kämen Bilder dieser Art kaum bis gar nicht vor, verrät einer der freiwilligen Helfer: "Aber unser User posten so etwas in der Regel einfach nicht."

Wie Facebook, nur besser

Die Macher haben ein ambitioniertes Ziel: Sie wollen, dass alle brasilianischen Christen zu Facegloria wechseln. Und sie haben eine Mission: "Wir wollen ein moralisch und technisch bessere Version als Facebook sein", sagt Atilla Barros. Na, da kann man wohl nur sagen: Amen!

as