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Fake News: Schweizer Rechtspopulist hetzt mit falschem Zitat gegen Renate Künast

So schnell verbreiten sich Fake News, also erfundene Nachrichten, über Facebook: Ein Schweizer Rechtspopulist hat ein vermeintliches Zitat Renate Künasts gepostet, das die Politikerin nie gesagt hat. Es wurde mehr als 4000 Mal geteilt.

Fake News bei Facebook: Screenshot von der FB-Seite eines Schweizer Rechtspopulisten

Renate Künast ist Opfer einer sogenannten Fake News geworden

Ignaz Bearth ist fleißig unterwegs auf Facebook. Er ist Gründer und Parteipräsident der Schweizer Mini-Rechtspartei DPS (Direktdemokratische Partei Schweiz), feiert Norbert Hofer, findet die herkömmlichen Medien doof und Muslime sowieso. Als Lieblingsbuch gibt er Thilo Sarrazins "Deutschland schafft sich ab" an, was tatsächlich noch eines der gemäßigteren Dinge ist, die man über ihn sagen kann. Früher mal war er Mitglied der rechtsextremen Partei National Orientierter Schweizer (PNOS). Er war auch Sprecher und Gesicht der Schweizer Pegida-Bewegung, bis er 2015 zurücktrat. "Zum Wohle der Bewegung" schrieb er damals. Der Hintergrund: Er soll eine rechtsradikale Vergangenheit haben, Freundschaften mit Rassisten pflegen und Likes auf Facebook gekauft haben.

Jetzt hat Bearth offenbar gemerkt, dass man gar keine Abendspaziergänge oder Parteiprogramme braucht, um mächtig zu zündeln. Auch er nutzt die Gunst der Stunde, um vor dem Hintergrund des Freiburger Mordfalls Maria L. Stimmung gegen Flüchtlinge und die so geschimpften "Gutmenschen" zu machen. Als eine Vertreterin letzterer hat er unschwer Renate Künast ausgemacht - und nun ein angebliches Zitat von ihr gepostet, das offenbar falsch ist, aber stundenlang auf Facebook stand und tausendfach geteilt wurde.

Fake News: Erfinden, seriös verpacken und dann posten

Die Masche ist ebenso einfach, wie sie inzwischen bekannt sein sollte: Man erfindet etwas, verpackt es ohne größeren Aufwand hinter einer seriösen Fassade und schickt es in die Welt hinaus, auf dass es sich verbreite. In diesem Fall postete Bearth den plumpen Spruch: "der traumatisierte Junge Flüchtling hat zwar getötet man muss ihm aber jetzt trotzdem helfen" (Rechtschreibung beibehalten). Die Worte werden Renate Künast zugeschrieben, ein daneben gesetztes "Süddeutsche Zeitung" soll Authentizität suggerieren.

Bearth stellte die Bild-Wort-Kombo auf seinen Facebook-Account und schrieb dazu: "KRANK oder?!?" Binnen kurzer Zeit war der Beitrag über 4500 mal geteilt und mit zahlreichen empörten Kommentaren versehen.


Facebook reagiert lange nicht

Natürlich wurde auch Stefan Plöchinger, Mitglied der Chefredaktion der "Süddeutschen Zeitung" und für die digitalen Projekte dort verantwortlich, auf das Zitat aufmerksam. Und stellt in einem Post klar, dass es eine Falschmeldung ist. Man habe die Sache Facebook schon ein paar Stunden zuvor gemeldet, aber es sei nichts passiert. 


Auch mehrere andere hatten das soziale Netzwerk auf den Post aufmerksam gemacht - erstmal ohne Erfolg. Besonders seit der US-Wahl wird Facebook stark dafür kritisiert, nicht oder nicht schnell genug gegen Falschmeldungen vorzugehen. Viele machen solche Fake News, die sich, einmal in die Welt gesetzt, rasant verbreiten, auch für den Erfolg Donald Trumps bei der US-Präsidentenwahl mitverantwortlich.

Zum aktuellen Fall meldete sich Renate Künast selbst zu Wort und gab an, dass das Zitat frei erfunden ist.


Immerhin: Offenbar hat Facebook inzwischen reagiert. Der Link zur Falschmeldung führt nun jedenfalls ins Leere. Fast zwei Tage lang stand die Meldung aber online. Sie dürfte erreicht haben, was und wen der Absender damit erreichen wollte.

car
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.