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Twittersammlung eines Fischers: Fiese Tiefseeungeheuer - Was einem Russen so ins Netz geht

Was schwimmen bloß für schreckliche Wesen unter der Meeresoberfläche herum? Der Twitter-Account von Roman Fedortsov lehrt einen das Gruseln. Der Fischer fotografiert die Kreaturen der Tiefsee, die ihm ins Netz gegangen sind. 

Roman Fedortsov geht eine nette Mischung ins Netz.

Roman Fedortsov lebt in Murmansk, dem russischen Hafen am Nordmeer. Er arbeitet auf einem großen Trawler und fotografiert die merkwürdigen Kreaturen, die sich in seinem Netz verfangen. Und, ehrlich gesagt, ist man beinahe schockiert, was da alles in der Tiefe umherschwimmt. Angefangen von achtbeinigen Schalentieren bis hin zu Fischen, die wie ein Aal aussehen, deren Maul aber nur aus Zähnen zu bestehen scheint.

Besonders verblüffend ist dabei, dass die gruselige Ausbeute auf seinem Twitteraccount aus einem kurzen Zeitraum stammt. Erst Anfang des Jahres hat Fedortsov mit dem Fotografieren angefangen. Gefischt wird allerdings nicht nur im Nordmeer, Fedortsovs Trawler fährt bis ins Mittelmeer. Dabei lehrt schon das Nordmeer die Europäer das Fürchten, seitdem die gigantische Kamtschatkakrabbe (Paralithodes camtschaticus) an der Küste Norwegens entlang immer weiter nach Süden kommt. Zuerst entdeckte die Seite Ruposters die Sammlung des Fischers, danach berichtete die "Moscow Times".

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Einige der Fische, so das Tier mit den Zähnen ein sogenannter Kragenhai, sind überlebende Relikte aus der Urzeit. Selbst von der Chimaera, dem "Ghost Shark" konnte Fedortsov Fotos machen. Unter dem Foto eines schwarz glänzenden kleinen Alien-Ungeheuers schrieb er: "Wir streiten noch immer darüber, was das sein kann." Dazu gesellen sich Tiefseehaie, seltene Grenadier-Fische und ein gigantischer Mondfisch, neben dem die Fischer wie Zwerge wirken. 

Alle Fische sind übrigens natürlichen Ursprungs und verdanken ihr bizarres Aussehen nicht versunkenen russischen Atom-U-Booten.

Abgesehen von den Fischen merkt man dem Account die langen Nächte auf See an. Dann widmet sich Fedortsov dem Sport und typisch russischen Witzen über das Leben in Kälte und Schnee. Auch Montagen von randalierenden Haustieren liebt er. Etwa von Hunden, die treuherzig blickend neben dem frisch zerfetzten Sofa sitzen, daneben der Spruch "The russians did it."

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