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U-Boot-Bau: Kommen nach Superyachten nun die Luxus-U-Boote für die Superreichen?

Eine Yacht hat jeder Milliardär, aber ein U-Boot? Mehrere Firmen bieten grandiose Entwürfe an, doch nur eine Werft baut tatsächlich ein Privat-U-Boot.

Die M7 erinnert an den US-Zerstörer Zumwalt und ist auch fast so teuer.

Die M7 erinnert an den US-Zerstörer Zumwalt und ist auch fast so teuer.

Eine Mega- besitzt heute fast jeder Milliardär. Wer wirklich auffallen will, könnte in Zukunft auch ein Luxus-U-Boot sein Eigen nennen. Die österreichische Firma Migaloo Private Submersible Yachts will das M7 U-Boot bauen. Mit über 200 Metern Länge soll das U-Boot jeden erdenklichen Luxus bieten. Vip-Suiten für die Gäste, ein Hangar für den Hubschrauber und einen Swimmingpool auf dem Sonnendeck. 

Das Sonnendeck muss freilich geräumt werden, wenn M7 abtaucht. Migaloo denkt an eine Tauchtiefe von immerhin 500 Metern. Unter Wasser soll M7 20 Knoten mit seinen dieselelektrischen Motoren erreichen. Billig wird der Spaß allerdings nicht. Christian Gumpold, CEO von Migaloo, rechnet mit Kosten von etwa 2,3 Milliarden Dollar. Wahlweise will die Firma allerdings auch kleinere und günstigere Boote anbieten.

Extreme Kosten

Fragt sich nur, ob die dann auch ein eigenes Innen-Dock besitzen, in dem ein Mini-U-Boot unter Wasser anlegen kann. Normalerweise werden in der Nase eines U-Boots die Schächte für Torpedos untergebracht. M7 sieht dort ein zweigeschossiges Appartement für den Eigner vor. Versehen mit Fenstern, die einen Blick auf die Unterwasserwelt ermöglichen, und einer eigenen Schleuse, mir der man eine Art von Terrasse betreten kann. 

Private dieser Größe gibt es derzeit nicht. Relativ verbreitet sind kleinere Tauch-Kapseln, die in große Tiefen absteigen können, aber nicht selbstständig auf den Meeren operieren. Luxus-U-Boote gibt es schon gar nicht. Aber in letzter Zeit sind mehrere private Firmen mit Entwürfen an die Öffentlichkeit getreten. Stewart Campbell, Herausgeber von "Boat International", ist skeptisch. Gegenüber "Bloomberg" sagte er: "Das ist eine ungeheure Ingenieursleistung und Neuland. Beim Yachtbau geht es immer um Volumen. Wie viel Raum können sie einem Rumpf und einem Aufbau unterbringen. Die Superyacht-Welt wird von Kosten-per-Tonne-Kalkulationen bestimmt. Ich fürchte, bei diesen Super-U-Booten explodiert diese Gleichung. Man bekommt einfach wenig nutzbaren Raum für das Geld."Auch die Unterhaltskosten dürften die einer Überwasser-Yacht weit übersteigen. 

Keine Erfahrungen im zivilen Bereich

Hinzu kommt, dass nur wenige Büros und Werften Erfahrungen mit dem Bau großer U-Boote haben. Und die wenigen, die es können, sind beim Militär unter Vertrag. Trotzdem bleibt das Luxus-U-Boot für die Superreichen kein Traum. Migaloo wartet noch auf Auftraggeber, aber Ocean Submarine aus den Niederlanden baut derzeit ein etwa 20 Meter großes U-Boot für einen privaten Kunden. 2018 soll es übergeben werden. Ocean Submarine ist kein Neuling auf dem Gebiet. Die Firma besitzt Erfahrungen im militärischen Bereich. Das niederländische Boot ist mit 20 Millionen Euro durchaus erschwinglich und besitzt ebenfalls spannende Features. So kann es mit seinem Fahrwerk direkt vom Wasser an Land rollen.

Trotz der schönen Pläne von Migaloo Private Submersible Yachts ist es unwahrscheinlich, dass jemand die Firma mit dem Bau eines Luxus-U-Bootes beauftragt. Wenn es dazu kommt, könnte eher eine Firma aus dem militärischen U-Boot-Bau den Auftrag bekommen. China soll derzeit eine Mega-Fabrik bauen, in der parallel vier Groß-U-Boote gebaut werden können. Da wären Kapazitäten für ein derartiges Milliardärs-Spielzeug frei.

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