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Adobe Flash: Google Chrome schmeißt den Flash-Player raus - für immer

Adobes Flash-Player dürfte eines der meistgehassten Programme der Welt sein. Jetzt hat Google dem Plug-in endgültig die Tür zu gemacht. Zu schnell sollten sich Flash-Hasser aber nicht freuen.

Adobe Flash

Der Flash Player sorgt immer wieder für Ärger. Jetzt wird er aus Google Chrome verbannt.

Es gibt viele Gründe, den Flash-Player nicht zu mögen. Früher brachte er regelmäßig den Browser zum Absturz, heute frisst er immer noch viel zu viele Ressourcen und ist dank einer Unmenge von Lücken eigentlich ununterbrochen ein Sicherheitsrisiko. Apple Gründer Steve Jobs schrieb schon 2010 einen langen Brief, in dem er seinen Hass auf Flash ausführlich erklärte. Jetzt hat auch  genug.

Schon im Mai kündigte Google an, man wolle Flash endlich aus dem Chrome-Browser verbannen. Jetzt macht der Konzern ernst. In einem Blog-Beitrag kündigt das Chrome-Team das Ende des ungeliebten Plug-ins an. Und erklärt auch gleich, wie man dabei vorgehen will. Einfach den Stecker zu ziehen, würde nämlich leider nicht funktionieren.

Langsames Ausrollen

Um Flash loszuwerden, soll Chrome auf den offenen Standard HTML5 umstellen. Zum Test, wie gut das funktioniert, werden zunächst nur 1 Prozent der Nutzer der aktuellen Chrome-Version 55 umgestellt. Bei Nutzern der Testversion von Chrome 56 sind es bereits 50 Prozent. Im Februar sollen alle Nutzer mit dem dann finalen Chrome 56 folgen.

Will der Nutzer sich trotzdem Flash-Inhalte ansehen, muss er das beim Besuch der Seite bestätigen. Zunächst poppt das entsprechende Fenster aber nur auf Seiten auf, die man zum ersten Mal besucht. Dann sollen langsam immer mehr Seiten folgen, auf denen man sich regelmäßig herumtreibt. So will Google verhindern, dass Nutzer überfordert werden und man plötzlich bei jeder Seite genervt Popups wegklicken müssen. Im Laufe der Zeit dürften es dann immer weniger werden.

Das klare Ziel: Die Betreiber der Seiten sollen gezwungen werden, auf HTML5 zu setzen, statt auf Flash. Wenn die Nutzer die Wahl haben, etwa Flash-Werbung einfach zu ignorieren, entgehen den Betreibern Werbeeinnahmen. Da Chrome weltweit der beliebteste Browser ist, könnte der Plan tatsächlich aufgehen.

Adobe steht nicht mehr auf Flash

Auch Adobe hat längst mitbekommen, wie unbeliebt das eigene Programm ist. Und die entsprechenden Konsequenzen gezogen. Vor einem knappen Jahr warf man die Bezeichnung Flash aus dem Entwicklungs-Tool "Adobe Flash Professional". Seitdem heißt es "Adobe Animate CC" und soll vor allem zur Entwicklung von HTML5-Inhalten genutzt werden. Man geht ja mit der Zeit.

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