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Google Drive Internetriese eröffnet seinen Online-Speicherdienst


Google hat seinen Speicherdienst Google Drive offiziell vorgestellt. Computernutzer sollen ihr digitales Leben komplett im Netz verbringen können. Allerdings stößt der Internet-Konzern auf viele Wettbewerber.

Der US-Internetkonzern Google hat am Dienstag seinen lange erwarteten Online-Speicherdienst Google Drive aus der Taufe gehoben. Nutzer können bis zu fünf Gigabyte an Fotos, Videos und anderen Daten kostenlos auf einem virtuellen Laufwerk im Netz speichern. Gegen eine Gebühr können auch größere Datenmengen ausgelagert werden. Google Drive steht in Konkurrenz zu ähnlichen Speicherdiensten wie etwa iCloud von Apple.

Der Dienst kann über die Internetadresse #link;;drive.google.com aufgerufen werden. Dazu bietet Google eine auf PC- und Macintosh-Rechner zugeschnittene Software zur Verwaltung der Daten. Außerdem präsentierte der Konzern eine entsprechende Anwendung für Smartphones und Tablet-PCs, die mit dem Google-Betriebssystem Android laufen. Eine Version für mobile Apple-Geräte wie das iPhone oder das iPad soll folgen.

Cloud Computing, das Rechnen in der Datenwolke im Internet, gilt als Technologie der Zukunft. Dabei sind Fotos, Musikstücke und andere Dateien oder Anwendungen nicht mehr auf einem festen Rechner gespeichert, sondern in das Netz ausgelagert. Die Daten befinden sich auf großen Servern irgendwo in der Welt, die Nutzer rufen sie über ihren Internetbrowser auf. Das kann von jedem Computer oder Smartphone geschehen.

Diskussion um gespeicherte Daten

Der Online-Speicher von Google sei darauf ausgerichtet, "Menschen dabei zu helfen, ihr Leben in der Wolke zu leben", sagte Google-Manager Sundar Pichai während einer Telefonkonferenz mit Journalisten. "Wir wollen sicherstellen, dass Daten unserer Nutzer zugänglich sind, wo immer sie sich aufhalten."

Unmittelbar nach dem Start ging eine Debatte um den Umgang mit den gespeichterten Daten los, in Anlehnung an die jüngst angepassten allgemeinen Google-Datenschutzbedingungen. Einige Nutzer äußerten die Befürchtung, sie würden Google damit die Erlaubnis erteilen, ihre Daten zu veröffentlichen oder weiterzuverbreiten. Ein Google-Sprecher betonte dazu am Mittwoch: "Die Daten gehören den Nutzern. Google wird sie nicht veröffentlichen oder bearbeiten."

Rivale Microsoft hatte erst am Montag angekündigt, sein SkyDrive um diverse Funktionen zu erweitern, etwa um eine nahtlose Integration für Windows-PCs und einen automatischen Abgleich von Dateien. Auch Apple bietet mit der iCloud Speicherplatz in der Wolke an. In Deutschland gibt es unter anderem bei Strato und der Deutschen Telekom virtuelle Laufwerke.

kave/AFP/DPA DPA

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