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iPhone 14, neue AirPods und mehr Versteckte Hinweise verraten es: Apple plant so viele neue Produkte wie nie

Apple-Chef Tim Cook neben den neuen Modellen des Macbook Air bei der WWDC
Apple-Chef Tim Cook neben den neuen Modellen des Macbook Air. Auf der Bühne der WWDC-Keynote hatte sich Cook vornehm zurückgehalten.
© Justin Sullivan / AFP
Auf der Hausmesse WWDC hat Apple jede Menge Neuerungen zu zeigen gehabt. Doch die sollen nur die Grundlage bieten - für eine der größten Wellen an Neuvorstellungen, die Apple je zu zeigen hatte.

Es hat Tradition: Im Sommer zeigt Apple seine neuen Betriebssysteme, im Herbst folgen dann iPhone, Apple Watch, iPads und neue Notebooks. Doch was Apple dieses Jahr auf der Hausmesse WWDC zu zeigen hatte (hier finden Sie die ausführliche Berichterstattung vor Ort) soll über das gewohnte Maß hinausgehen. Denn Apple hat in den nächsten Monaten noch einiges vor.

Der Konzern will auf einen Schlag quasi sein gesamtes Produktportfolio neu auflegen: Insider-Quellen zufolge soll Apple dieses Jahr noch vier neue iPhone-Modelle, drei Apple Watches, neue Highend- und Einsteiger-iPads, mehrere Macs mit M2-Chips, neue AirPods Pro, einen überarbeiteten Homepod und ein verbessertes Apple TV auf den Markt bringen. Die größte Neuerung plant der Konzern demnach für Anfang nächsten Jahres ein: Mit seiner ersten Mixed-Reality-Brille, die sowohl Virtual Reality (VR) als auch Augmented Reality (AR) unterstützen soll, will der Konzern den ersten Schritt in die Welt nach dem Smartphone wagen.  

Jede Menge Vorzeichen

Das geht aus einem aktuellen Bericht des gewöhnlich hervorragend informierten Mark Gurman bei "Bloomberg" hervor. Seinen zahlreichen Quellen bei Apple zufolge hat der Konzern mit den Neuvorstellungen iOS 16, iPadOS und macOS nämlich nicht nur gezeigt, was im Herbst auf uns an aktuellen Geräte zukommt. Sondern soll er auch das Fundament für Unmengen an kommenden Geräten gelegt haben.

Ein Beispiel ist der überarbeitete Lockscreen des iPhones. War der bislang bei allen Nutzern weitgehend gleich aufgebaut, erlaubt Apple mit dem im September erwarteten iOS 16 eine bisher ungekannte Anpassbarkeit, etwa durch frei wählbare Widgets, neue Benachrichtigungen und einen flexibleren Look (hier erfahren Sie mehr). Den vollen Vorteil davon sollen aber vor allem Besitzer eines iPhone-14-Modells haben, glaubt Gurman: Die neuen iPhones sollen ähnlich wie neuere Apple Watches ihr Display nicht ganz abschalten, sondern immer einen Teil der Informationen anzeigen können. 

Apple stellt das neue Macbook Air vor

Ein weiteres Indiz, dass diese Funktion für die kommenden iPhones eine besonders große Rolle spielen könnte: Im für Apples Tablets entwickelten System iPadOS 16 finden sich nahezu alle Neuerungen des kommenden iOS - außer eben der anpassbare Lockscreen.

Besonders spannend werden laut Gurman dieses Jahr vor allem die Pro-Modelle. Sie sollen unter anderem eine stark verbesserte Kamera, einen schmaleren Displayrand und eben das Always-On-Display bekommen. Bei den "normalen" Modellen des iPhone 14 soll Apple sich zurückhalten, sie sollen den A15-Chip des Vorgängers bekommen, statt die starke A-16-Variante der Pros. Eine spannende Entwicklung gibt es aber doch: Statt eines iPhone 14 Mini plant Apple wohl erstmals eine Max-Version des Einsteiger-iPhones mit 6,7 Zoll. Bislang gab es nur das teure Pro-Modell in dieser Größe.

iPad und Mac wachsen zusammen

Aber auch bei den iPads gibt es erste Anzeichen, was diese Geräte können könnten. Mit iPadOS 16 und seiner Hauptfunktion "Stage Manager" lässt Apple seine Tablets noch mehr zu Computern werden (hier erfahren Sie mehr). Das Problem: Das funktioniert nur auf den Modellen mit Apples Desktop-Chip M1. Die kommenden iPad Pro sollen daher nun den leistungsfähigeren M2-Chip bekommen, der bislang nur im Macbook Pro (hier bei uns im Test) zu finden ist. Damit sind dann fünf statt bisher drei iPad-Modelle in der Lage, den Stage Manager zu nutzen.

Eine Neuerung beim Spar-iPad steht ebenfalls an: Als letztes Modell setzt es immer noch auf den Lightning-Anschluss. Nach Gurmans Informationen steht nun im Herbst der Wechsel auf USB-C an. Damit wären die iPhones die letzten Hauptgeräte, die noch auf Lightning setzen. Hier erwartet er den Wechsel im nächsten Jahr.

Auch bei den Macs soll Apple auf den M2 setzen. Bei den im späteren Herbst erwarteten Highend-Modellen des Macbook Pro setzt der Konzern wenig überraschend die leistungsfähigeren Varianten seines neuen Chips ein, so Gurman. Die versprechen viel Leistung: Der M1 Pro und M1 Max sind immer noch potenter als der einfache M2, ihre Nachfolger dürften noch einmal kräftig zulegen. 

Neues am Handgelenk und im Wohnzimmer

Bei der Apple Watch ist vor allem Weiterentwicklung angesagt. Die Apple Watch 8 soll denselben Chip erhalten, der auch schon die Vorgänger Apple Watch 6 und Apple Watch 7 antreibt, auch beim Design soll sich nichts gegenüber de Vorgängermodell ändern. Das neue System WatchOS 8 lässt erahnen, dass Apple vor allem die Sportfans mit besserer Erkennung der Fitness-Daten ansprechen möchte. Eventuell könnte die neue Uhr hier Vorteile bieten. Zudem soll es ein komplett neues Modell geben: Eine Variante der Apple Watch 8 soll sich mit besonders robustem Gehäuse vor allem an Outdoor-Fans und Extremsportler richten. 

Auch im Audio- und Homeentertainment-Bereich erwartet Gurman Neuheiten: Die neuen AirPods Pro sollen noch besser klingen, mit besserer Unterstützung für Spatial Audio, also Raumklang, hat Apple in seinen Systemen zudem die Grundlage für neue Hörerfahrungen gelegt. Nachdem der große Homepod gestrichen wurde, soll er nun in einer verbesserten Neuauflage ein Comeback feiern. Und das AppleTV soll mit einem neuen Prozessor noch besser als Spielkonsolen-Ersatz geeignet sein.

Die Revolution am Horizont

Apples größten Schritt erwarten Gurmans Quellen allerdings Anfang des nächsten Jahres: Mit seiner ersten Mixed-Reality-Brille will Apple dann demnach die Grenzen zwischen der digitalen und der echten Welt einreißen. Das einer Ski-Brille ähnlichen Apple-Modell soll sowohl rein virtuelle Räume betretbar machen (VR), als auch die echte Welt um digitale Inhalte erweitern können (AR). Für letzteres reichen Kameras das Bild der Außenwelt nach innen. 

Die geplante Mixed-Reality-Brille lässt sich nach Insider-Quellen Dank eines M2-Prozessors unabhängig von weiterer Hardware nutzen. Kabel oder Funkverbindungen sind also trotz jeder Menge Leistung nicht nötig.

Augmented Reality wird von Apple-Chef Tim Cook bereits seit Jahren als der nächste große Schritt bewertet. Die kommende Brille gilt dabei nur als Einstieg. Apples Ziel ist es, AR-Brillen zu entwickeln, die von normalen kaum zu unterscheiden sind. Sie sollen unsere Wahrnehmung des Alltags mit digitalen Zusatzinformationen nachhaltig verändern.

Quelle:Bloomberg


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