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Kostenloses Tool Prüfen Sie, ob Ihre Passwörter ausspioniert wurden

Das Hasso-Plattner-Institut hat ein Tool bereitgestellt, mit dem Sie überprüfen können, ob die eigenen Daten von Cyberkriminellen geklaut wurden. Das Ganze dauert nur fünf Minuten.

Täglich werden im Netz digitale Identitäten geklaut. Die erbeuteten Daten werden anschließend in speziellen Online-Datenbanken verkauft, etwa an Spammer, Virenprogrammierer oder sonstige Cyberkriminelle. Doch woher weiß man, ob die eigenen Daten gestohlen wurden und wann man die Zugänge besser ändern sollte?

Das Hasso-Plattner-Institut hat das Tool "HPI Identity Leak Checker" zur Verfügung gestellt, mit dem User anhand der E-Mail-Adresse herausfinden können, ob persönliche Identitätsdaten bereits im Netz veröffentlicht wurden. Laut eigenen Angaben umfasst die Datenbank 160 Millionen Datensätze. Sie beinhalten die E-Mail-Adresse des Nutzers, etwaige Passwörter, Vor- und Zunamen, Kreditkarten- und Bankkontodaten, Telefonnummern, Anschriften, Geburtsdaten und Sozialversicherungsnummern.

Das Vorgehen ähnelt dem beim Prüf-Tool des BSI, das vor einigen Wochen veröffentlicht wurde: Taucht die eingegebene E-Mail-Adresse in der Datenbank auf, erhält man vom Institut eine Mail. Darin heißt es: "Achtung: Ihre E-Mail Adresse taucht in mindestens einer gestohlenen und unrechtmäßig veröffentlichten Identitätsdatenbank (sogenannter Identity Leak) auf." Sofern möglich, gibt der "Identity Leak Checker" konkrete Tipps. Bei einem online verfügbaren Passwort rät das Tool etwa, das Kennwort für sämtliche Accounts zu ändern, die mit der betroffenen E-Mail erstellt wurden.

Erhält man keine E-Mail, ist das ein gutes Zeichen. Allerdings erlaubt es nicht den Rückschluss, dass die eigenen Daten absolut sicher sind.

Das Hasso-Plattner-Institut versichert zudem, dass in das Online-Tool eingegebene E-Mail-Adressen verschlüsselt werden. Eine Attacke auf die Datenbank des HPI wäre somit für Cyberkriminelle wertlos.

cf

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