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Arbeiten bei Facebook: Nach diesen Kriterien stellt Mark Zuckerberg ein

Ein Job bei Facebook ist für viele ein Traum. Wie sich der erfüllen lässt, verriet nun Mark Zuckerberg. Der Facebook-Gründer findet, bisher sei er mit dieser goldenen Regel gut gefahren.

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg plauderte in Barcelona über sich und sein Unternehmen

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg plauderte in Barcelona über sich und sein Unternehmen

Nicht wenige Menschen träumen davon, für Facebook zu arbeiten. Warum auch nicht? Das Unternehmen ist modern und erfreut sich seit Jahren stetigen Wachstums. Auf dem "Mobile World Congress" in Barcelona machte Chef Mark Zuckerberg nun publik, nach welchen Kriterien er seine Mitarbeiter aussucht. Dies berichtet der US-Fernsehsender "CNN".

"Ich werde jemanden nur dann einstellen, wenn ich selbst auch für diese Person arbeiten würde", gab der 30-Jährige sein simples Prinzip gegenüber den Zuhörern preis. "Ich denke, mit dieser Regel bin ich bisher ziemlich gut gefahren." Er und sein Team würden vor allem nach Leuten Ausschau halten, deren persönlichen Werte sich mit denen des Unternehmens decken, so Zuckerberg. Während der Frage-Antwort-Runde gestand er auch, dass es nicht immer leicht sei, die richtigen Kandidaten zu finden. Oft sei bei Facebook einfach mehr Arbeit zu erledigen, als die Bewerber bewältigen könnten. Dies könne dazu führen, dass jemand eingestellt würde, der vielleicht nicht der beste Kandidat für den Job sei. "Facebook ist kein Unternehmen für jeden", so der Multimilliardär.

Zuckerberg gibt Erfolgstipps

Neben der "Enthüllung" seiner Einstellungskriterien, beantwortete Zuckerberg mehr als ein Dutzend weiterer Fragen über ihn und sein soziales Netzwerk. Ein Erfolgsfaktor sei beispielsweise, das eigene Team so klein wie möglich zu halten. "Facebook erreicht mehr als eine Milliarde Menschen auf der ganzen Welt, aber unser Team besteht aus weniger als 10.000 Menschen", sagte der 30-Jährige. Dies sei nur durch moderne Technik möglich. "Große Unternehmen werden zu aufgebläht."

Für mögliche Nachahmer hielt Zuckerberg einige Tipps bereit. "Das Wichtigste ist, Glauben an sich zu haben und sich zu vertrauen", erklärte der junge Facebook-Chef. Gerade wenn man noch jung sei, höre man oft, dass einem die Erfahrung fehle oder es Leute gebe, die deutlich erfahrener seien als man selbst. Sein Kommentar: "Ich habe Facebook gestartet, als ich 19 war." Man solle sich daher niemals unter Wert verkaufen, egal was man mache.

Auch auf das Thema "Zensur" ging der Unternehmer ein. Man wolle so vielen Menschen wie möglich eine Stimme geben, sagte Zuckerberg. Trotzdem gelte es, bestehende Gesetze des jeweiligen Landes einzuhalten und zu berücksichtigen. "Wir überprüfen jede Anfrage sehr gründlich und machen auch jedes Mal einen Rückzieher, wenn wir denken, dass etwas zu weit geht", so Zuckerberg. Die kürzlich gestellten Anträge Russlands und der Türkei, bestimmte Inhalte zu sperren, erachtete das Unternehmen zum Beispiel als legal, auch wenn man damit persönlich nicht einverstanden sein müsse.

"Was Gewalt anstachelt, nehmen wir herunter"

Hinsichtlich der Bekämpfung von Hassbeiträgen gab der 30-Jährige zu, dass die Grenze zwischen sachlich falsch und Uneinigkeit nun mal nicht schwarz oder weiß sei. Wenn aber eine Menge Leute denselben Eintrag melden würden, würde Facebook der Angelegenheit natürlich Aufmerksamkeit schenken. "Alles, was Gewalt oder Terrorismus anstachelt, nehmen wir natürlich sofort herunter."

Angesprochen auf die Zukunftspläne Facebooks, sagte Zuckerberg, in den nächsten Jahren unter anderem Videoinhalte vorantreiben zu wollen und sich zudem auf die Bereiche "virtuelle und erweiterte Realität" zu fokussieren.

mod