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Neue Online-Videothek: Google Play startet in Deutschland

Auf der Plattform Google Play konnte man sich in Deutschland bisher nur Apps und Bücher herunterladen - jetzt können auch Filme ausgeliehen werden. Musik gibt es aber immer noch nicht.

Der Internetriese Google hat in Deutschland den Verleih von Filmen über das Internet gestartet. Zum Auftakt können Anwender unter knapp 700 Filmen auswählen. "Wir werden das Angebot schnell ausbauen und die Inhalte weiterer Filmstudios auf Play präsentieren", sagte Google-Manager Alexander Goethel am Donnerstag in London. Die Plattform ist vom Computer oder über Smartphones und Tabletrechner mit dem Google-Betriebssystem Android erreichbar.

Google bietet über Play in Deutschland bislang Apps, Bücher und nun auch Filme an. Im Vergleich zum Play-Store in den USA fehlen noch Musik und Zeitschriften. Play-Kunden in den USA können Filme auch kaufen, während Google in Deutschland bislang nur als Filmverleiher auftritt. Parallel kann man sich hierzulande ausgewählte Filme über Googles Videoplattform YouTube ansehen.

Google kooperiert mit großen Filmstudios wie Disney, Paramount Pictures und Universum Film. Es fehlen aber wichtige Anbieter wie Warner, Fox oder MGM, die beispielsweise von Apple über iTunes angeboten werden. Allerdings hatte das Apple-Portal zum Start im April 2009 auch nur einige hundert Filme im Angebot.

Das Unternehmen will aktuelle Blockbuster für 3,99 Euro in normaler Qualität und für 4,99 Euro hochauflösend anbieten. Ältere Filme gibt es für 2,99 Euro in normaler und 3,99 Euro in hoher Qualität. Die Nutzer haben nach dem Ausleihen 30 Tage Zeit, sich den Film anzusehen. Haben sie damit einmal begonnen, bleiben ihnen dafür 48 Stunden.

Der Google-Dienst in Deutschland richtet sich vor allem an Besitzer von Smartphones und Tablet-Computer mit dem Betriebssystem Android. Hier können Filme über die Play-App von Google ausgeliehen werden. Auf einem Computer läuft der Verleih über einen herkömmlichen Web-Browser. Komplizierter wird eine Übertragung der Inhalte auf den Fernseher, da in Deutschland die Settopbox Google TV noch nicht verfügbar ist. Auch der Wohnzimmercomputer Nexus Q, der auf der Entwicklerkonferenz Google I/O vorgestellt wurde, kann diese Brückenfunktion nicht erfüllen, weil Google das Konzept noch einmal überarbeiten möchte.

jat/AFP/DPA / DPA