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Onlinemusikshops: Rhapsody greift iTunes an

Rhapsody, der gemeinsame Internetmusikladen der Softwarefirma Real Networks und dem Musiksender MTV, bläst zum direkten Angriff auf iTunes. Bisher bot das Portal Musik ausschließlich per Datenstrom an, der sich nicht ohne Weiteres abspeichern ließ. Nun sollen MP3-Downloads die Umsätze steigern.

Der digitale US-Musikdienst Rhapsody hat einen Angriff auf den Rivalen iTunes des Marktführers Apple angekündigt. In Zusammenarbeit mit Yahoo und Verizon Wireless will das Unternehmen Lieder im MP3-Format zum Download anbieten. Begleitet werde der Vorstoß von einer 50-Millionen-Dollar-Marketingkampagne, teilte Rhapsody mit.

Bislang hatte sich die Tochter von Real Networks und Viacoms MTV-Sparte auf unbegrenztes Streaming - Direktübertragungen im Internet - spezialisiert. Kunden hätten so jedoch nicht die Musik auf ihrem Apple iPod mitnehmen können, sagte Rhapsodys Vize-Präsident Neil Smith. "Wir konkurrieren nicht mehr gegen den iPod", erklärte er die neue Strategie. "Wir haben uns ihm verschrieben."

Apple hält in den USA mit iTunes 70 Prozent des Marktes für digitale Musik. Der Online-Laden ist inzwischen der größte Musik-Einzelhändler des Landes und hat seit seiner Einführung 2003 mehr als fünf Milliarden Stücke verkauft. Mehrere Unternehmen, darunter Napster, Wal-Mart und Amazon.com, haben eigene Online-Läden aufgebaut. Sie haben aber zu Apple bislang nicht aufschließen können.

Reuters / Reuters
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