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Achillesferse Parkplatz: Das autonome Auto kommt - aber ein Problem ist noch lange nicht gelöst

Schon in den nächsten Jahren sollen autonom fahrende Autos zur Selbstverständlichkeit werden. Die Hersteller basteln fleißig daran. Aber ein echtes  Problem ist noch lange nicht gelöst.

Ein Mann sitzt genervt von der Parkplatz-Suche im Auto

Einen Parkplatz zu suchen, macht keinen Spaß. Und das Navi ist auch keine Hilfe - zumindest noch nicht.

Wir befinden uns in einer merkwürdigen Zwischenzeit bei der Navigation: Die Autos wissen, wo's lang geht - nach dem Parkplatz muss man aber weiter selbst Ausschau halten. Das ist nervig und kostet unnötig Zeit. Kein Wunder also, dass die Parkplatzsuche bei den Navi-Entwicklern ganz oben auf der To-Do-Liste steht.

Den ersten Schritt zu einer Lösung macht aktuell Google. In den USA kann die Kartenlösung Google Maps seit Kurzem verkünden, wie die Parkplatzsituation am Ziel ausfällt. Die passende Lücke muss man sich aber weiter selbst suchen. Denn der Schritt vom reinen Erfassen der Parkplatzlage zur exakten Navigation zu einer freien Lücke ist eine gewaltige Hürde.

Kommt bald der Durchbruch?

Wie genau Google die Situation erfasst, verrät der Konzern zwar nicht. Vermutlich macht man es aber wie bei den Stauwarnungen und berechnet die Wahrscheinlichkeit auf Grundlage älterer Daten. Google wertet also einfach aus, wie oft Leute an dieser Stelle im Kreis herumfahren und einen freien Platz suchen.

Natürlich ist Google mit dieser Idee nicht alleine. Auch Navi-Hersteller basteln bereits an einer Parkplatz-Suche, wie Tomtom-Manager Andreas Erwig dem stern verriet. Die niederländische Navi-Größe verhandelt deshalb aktuell mit den großen deutschen Autoherstellern - und die haben reges Interesse. Bis die Technologie marktfertig in Autos landet, dürfte es aber noch mindestens ein paar Monate dauern.

So funktioniert die Parkplatz-Suche

Im Gegensatz zu Google verrät Tomtom, wie die Technik funktioniert - und wo die Probleme liegen. "Die Parkplatz-Situation wird über mehrere Ebenen gemessen. Als erstes sind da die historischen Daten: Wie lange suchen die Leute in der Regel um diese Zeit an diesem Ort? Dann kommt eine Live-Betrachtung der Fahrzeuge, die dort aktuell unterwegs sind, zur Verfeinerung hinzu", so Tomtom-Manager Erwig. Die suchenden Fahrzeuge seien meist gut zu erkennen: Sie fahren schlicht langsamer als der sonst flotte Verkehr. Und im schlimmsten Fall drehen sie Runden. Google dürfte ähnlich vorgehen.

Ein Problem dieses Ansatzes: Private Parkplätze sind schwer von öffentlichen zu unterscheiden. Wenn Mitarbeiter und Anwohner extrem kurz suchen müssen, heißt das nicht, dass jeder dort eine gute Parksituation vorfindet. "In Zukunft sollen deshalb auch Daten der Kommunen einbezogen werden", erklärte Erwig dem stern. Die Kommunen können etwa dabei helfen, einen Firmen- oder Schulparkplatz von einem öffentlichen zu unterscheiden. Einige bringen auch eigene Ideen ein.

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Digitale Kommunen

"Kassel ist etwa extrem innovativ. Dort wurden uns die Daten aus den Parkscheinautomaten angeboten, um einfließen zu lassen, wie oft und wie lange die kostenpflichtigen Parkplätze belegt sind." Auch, welche Plätze frei sind, könnte das Navi so natürlich zugefunkt bekommen. Diese Informationen bieten auch schon viele Parkhausbetreiber an.

Bis die Daten zu allen Orten vorliegen, könnte es aber noch eine Weile dauern. "Bei den Kommunen stoßen wir auf alle möglichen Reaktionen", so Erwig. "Manche sind begeistert, dass sich endlich etwas tut, andere schlicht mit den technischen Möglichkeiten überfordert. Da ist schon eine große Kluft zwischen den digital schnellen Kommunen und denen, die hinterher sind."

"Live-Daten der Auto-Sensoren wird Google nie erhalten"

Der letzte Schritt ist ohnehin ein anderer: Am besten lassen sich Parkplätze durch die Sensoren der vorbeifahrenden Autos erkennen. Bosch baut Sensoren, die die Länge und Tiefe von Parklücken ausmessen - und dann berechnen, ob das Auto hineinpasst. Ein Navigationssystem könnte dadurch in Zukunft wissen, wo sich Parkplätze befinden und dann die Daten anderer Autos nutzen, um zu sehen, ob sie frei sind. Die dazu benötigten Mess-Daten können die Navigationsanbieter aber nicht selbst erheben, sie müssen von den Autoherstellern geliefert werden.

Tomtom sieht hier eine mächtige Chance gegenüber Google. "Live-Daten der Auto-Sensoren wird Google vermutlich nie erhalten. Zumindest nicht von deutschen Herstellern", ist sich Erwig sicher. "Die haben zwar großes Interesse an dem Thema, sehen Google aber als Konkurrenten. Da könnten wir durch Kooperationen einen klaren Vorteil bekommen."

Was ist mit der Privatsphäre?

Auch beim Thema Privatsphäre sieht er keinen gemeinsamen Nenner zwischen Google und Mercedes und Co.: "Die deutschen Hersteller wissen, dass in Bezug auf die Privatsphäre ein Vertrauensverhältnis zwischen den Autobesitzern und dem Hersteller herrschen muss. Google lebt dagegen davon, die Daten Personen zuzuordnen. Auch die technischen Details der Wagen wollen die Auto-Hersteller natürlich lieber nicht mit einem Konkurrenten teilen."

Bei US-Herstellern kann das aber durchaus anders aussehen. Die Privatsphäre der Konsumenten spielt auf der anderen Seite des großen Teichs eine deutlich geringere Rolle, die Hersteller könnten geneigt sein, die Erfahrungen mit Google auszutauschen. Schließlich schaffte der Tech-Konzern bei der Entwicklung autonomer Autos schon beeindruckende Ergebnisse. Zudem bietet Google mit Android Auto ein Betriebssystem für Autos an, das schon jetzt rudimentären Zugang zu Auto-Daten wie Reifendruck und Tankanzeige hat. Weitere Sensoren könnten in Zukunft folgen. Android Auto wird übrigens auch von deutschen Herstellern wie Audi und Volkswagen in manchen Modellen eingesetzt, dient aktuell noch vor allem zur Steuerung von Multimedia-Funktionen wie Musik und Navigation.

Irgendwann erledigt sich das Problem von selbst

In Zukunft könnte sich das Parkplatz-Problem ohnehin weitgehend erledigen. Automatisch fahrende Autos könnten dann wie eine Mischung aus Car-Sharing, öffentlichem Nahverkehr und Taxen die Menschen bei Bedarf abholen und zum Ziel kutschieren. Einen Parkplatz brauchen sie dann eigentlich nur, wenn sie gerade mal nicht auf Tour sind. Doch auch, wenn wir ein autonom fahrendes Auto unser Eigen nennen, wird es uns dann einfach am Ziel herauslassen und sich seinen Parkplatz selbst suchen. Der "Fahrer" muss sich jedenfalls keine Sorgen mehr darum machen. 

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.