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Studie: E-Mail-Flut ist Belastung im Beruf

E-Mails scheinen sich zum Arbeitszeit-Killer zu entwickeln. Bei einer Studie klagte mehr als die Hälfte der Befragten über wachsenden Stress durch Elektropost. Doch der Drang, jede Mail sofort zu lesen, ist groß.

E-Mails rauben einer repräsentativen Umfrage zufolge deutschen Berufstätigen zunehmend ihre Arbeitszeit. Per E- Mail würden oft überflüssige oder sinnlose Informationen ausgetauscht, beklagen 59,3 Prozent der Befragten, die das Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid im Auftrag von "Süddeutsche Zeitung Wissen" interviewte. Jeder Dritte (34,9 Prozent) hat demnach den Eindruck, dass die berufliche Belastung durch E-Mails in letzter Zeit zugenommen hat. Jeder fünfte fühle sich in seiner Konzentration gestört (22,2 Prozent) und von anderer Arbeit abgehalten (20,9 Prozent).

Dennoch gaben mehr als ein Viertel (27,6 Prozent) der Befragten an, neue Mails im Büro umgehend zu lesen. 55,5 Prozent bestätigten, ihre beruflichen E-Mails sogar nach Feierabend oder am Wochenende von zu Hause aus abzurufen.

Raum für Missverständnisse

Schätzungen zufolge werden 60 Milliarden E-Mails pro Tag über das weltweite Datennetz verschickt, heißt es in dem Bericht weiter. Ein Großteil davon sei unsauber verfasst und auch dadurch ein Anlass für Zeit raubende Missverständnisse, erläuterte der Wirtschaftspsychologe Roman Soucek von der Universität Erlangen. Statt Termine umständlich per E-Mail zu vereinbaren, sollten die Menschen wieder öfter telefonieren.

TNS Emnid befragte im Mai 1005 Bundesbürger ab 14 Jahren.

DPA / DPA
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