HOME

Deutliche Mehrheit: Meinungsumfrage erklärt Martin Schulz zum "Verlierer des Jahres"

Fragt man die Deutschen nach dem politischen Verlierer des Jahres, scheint die Antwort recht deutlich auszufallen. Mit einigem Abstand besteigt SPD-Politiker Martin Schulz den ersten Platz des ungewollten Treppchens, gefolgt von zwei weiteren hochrangigen Politikern.

SPD-Politiker Martin Schulz beim Bundesparteitag in Berlin

In den vergangenen Monaten musste SPD-Kanzlerkandidat und Parteichef Martin Schulz viele Rückschläge einstecken

Am Ende des Jahres bekommt Martin Schulz doch noch seine Mehrheit, aber auf diese hätte er wohl gerne verzichtet: Der bei der Bundestagswahl unterlegene SPD-Kanzlerkandidat ist nach Ansicht von zwei Dritteln der Deutschen der "Verlierer des Jahres 2017". Dies ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar Emnid im Auftrag der Funke Mediengruppe. Auf Platz zwei und drei der Negativ-Rangliste landen CSU-Chef Horst Seehofer und die CDU-Vorsitzende Angela Merkel.

Alle drei Parteien hatten bei der Wahl im vergangenen September viele Stimmen eingebüßt. Anfang Januar beginnen sie Sondierungsgespräche über eine Regierungsbildung.

23 Prozent sehen Martin Schulz als Gewinner

Zwei von drei Befragten (67 Prozent) gaben an, SPD-Parteichef Schulz sei im zu Ende gehenden Jahr eher Verlierer gewesen. Für 23 Prozent ist er demnach eher Gewinner. Am zweitschlechtesten schneidet in der Umfrage der scheidende bayerische Ministerpräsident Seehofer ab, den 61 Prozent als Verlierer und 25 Prozent als Gewinner wahrnehmen. Auf Platz drei landet Kanzlerin Merkel, 53 Prozent sehen sie als Verliererin, 41 Prozent als Gewinnerin.

Am besten schneidet unter den ausgewählten Parteipolitikern der designierte bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) ab, das zweitbeste Ergebnis erzielt der scheidende Grünen-Chef Cem Özdemir - vor FDP-Chef Christian Lindner.

sve / DPA