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Wieder zweitstärkste Kraft: Erste Sonntagsfrage nach Sozialstaatskonzept: SPD legt zu, aber ...

Kann die SPD verloren gegangene Wähler mit ihrem neuen Sozialstaatskonzept zurückholen? Zumindest in der aktuellen Sonntagsfrage können die Sozialdemokraten zulegen. Allzu groß ist die Aussagekraft allerdings nicht.

SPD-Chefin Andrea Nahles und Generalsekretär Lars Klingbeil

SPD-Chefin Andrea Nahles und Generalsekretär Lars Klingbeil: Wende eingeläutet?

DPA

Kommen Hoffnung und Optimismus ins Willy-Brandt-Haus zurück? Zumindest dürften die SPD-Oberen in der Parteizentrale das Gefühl haben, auf dem richtigen Weg zu sein.

Nachdem die Sozialdemokraten öffentlich bekundeten, Hartz IV hinter sich lassen zu wollen und ihr neues Konzept für den Sozialstaat (u.a. mit einem sog. Bürgergeld und einer Erhöhung des Mindestlohns; eine Analyse der Vorschläge können Sie hier im stern nachlesen) vorgestellt haben, haben sie in der aktuellen Sonntagsfrage des Emnid-Instituts im Auftrag der "Bild am Sonntag" zugelegt. 

Sonntagsfrage: SPD legt zu

Wenn an diesem Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die SPD auf 19 Prozent und wäre damit nach langer Zeit wieder zweitstärkste Kraft im Parlament. Die Partei von Andrea Nahles hat im Vergleich zur Vorwoche um zwei Prozentpunkte zugelegt, während die Grünen zwei Punkte verloren. Die Union bleibt stärkste Kraft auf Bundesebene.

Die Ergebnisse des "Sonntagstrends" im Überblick:

  • CDU/CSU: 30 Prozent (Differenz zur Vorwoche: 0)
  • SPD: 19 Prozent (+2)
  • Gründe: 15 Prozent (-2)
  • AfD: 13 Prozent (0)
  • Linke: 9 Prozent (+1)
  • FDP: 8 Prozent (-1)
  • Sonstige: 5 Prozent (0)

Die Meinungsforscher haben insgesamt 1891 Bundesbürger befragt, die Umfrage gilt als repräsentativ. Einen kleinen Euphoriedämpfer gibt es allerdings für die SPD: Die Befragung fand vom 7. bis zum 13. Februar statt, ihr neues Sozialstaatskonzept hat die Partei erst am 10. Februar offiziell vorgestellt. Die Auswirkungen der neuen Strategie dürften sich daher erst in den kommenden Sonntagsfragen niederschlagen. Bis aus dem Willy-Brandt-Haus echter Jubel zu hören ist, wird es noch etwas dauern.

Aber in einem sind sich Sozialdemokraten wie Haushaltspolitiker Johannes Kahrs aus Hamburg schon jetzt einig. Er schrieb bei Twitter: "Die Richtung stimmt."

Neues Konzept: SPD beschließt: Bürgergeld statt Hartz IV

Quelle: "Bild am Sonntag", Tweet Johannes Kahrs

wue