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Sonntagsfrage: AfD im Aufwind - Partei erreicht neues Umfragehoch

In einer Umfrage erreicht die AfD neue Höchstwerte. Dennoch möchte der thüringische Landeschef Björn Höcke die Partei stramm rechts ausrichten. Kann die CSU die Populisten stoppen?

AfD-Vorsitzende Frauke Petry

Die AfD-Parteivorsitzenden Jörg Meuthen (l) und Frauke Petry auf dem AfD-Bundesparteitag in Stuttgart.

Nach dem Bundesparteitag in Stuttgart schwimmt die AfD auf einem Stimmungshoch. Nach einer aktuellen Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut Emnid im Auftrag der "Bild am Sonntag" geführt hat, kommt die Partei in der Sonntagsfrage auf 14 Prozent. Damit kann die AfD zum dritten Mal in Folge zulegen. Eine beachtliche Entwicklung: Mitte April hatte sie noch bei elf Prozent gelegen. Da die Grünen stagnieren, ist die von Frauke Petry geführte Gruppierung nun unangefochten die drittstärkste Partei in Deutschland.

Derweil möchte der thüringische AfD-Chef Björn Höcke seine Partei weiter stramm rechts ausrichten und fordert Gespräche mit der französischen Rechtsextremisten-Partei Front National (FN). "Die Parteiführungen von AfD und Front National sollten sich treffen, um sich auszutauschen und zu sehen, wo es Gemeinsamkeiten gibt", sagte Höcke der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Wenn es möglich sei, Vertrauen zwischen den führenden Köpfen beider Parteien aufzubauen, könne man "über verschiedene Formen der Zusammenarbeit entscheiden." Beide Parteien hätten die gleichen Ziele: Die Front National setze sich wie die AfD "gegen eine weitere Überfremdung ein und für den Erhalt der Identität der europäischen Völker", so Höcke.

AfD-Anhänger sympathisieren mit CSU

Ein Rechtskurs wäre für die AfD allerdings riskant - er könnte dem Umfragehoch ein Ende bereiten. Ungemach könnte aber auch von anderer Seite kommen: In Deutschland gibt es große Sympathien für eine bundesweite Ausdehnung der CSU. In einer Umfrage des Instituts infratest dimap im Auftrag der ARD-Reportage-Reihe "#Beckmann" haben sich 45 Prozent der Befragten dazu positiv geäußert, lediglich 40 Prozent fänden es "nicht gut". Selbst in der Union überwiegt die Zustimmung. Problematisch für die AfD: Unter den Anhängern dieser Partei sind sogar 68 Prozent dafür, dass die CSU nicht mehr nur in Bayern, sondern im ganzen Land wählbar ist.


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