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Streaming: Wie Spotify beim Streaming immer mehr den Anschluss verliert

Rein nach Kunden ist Spotify der König der Streamingdienste. Doch die anderen holen auf - und lassen den Primus immer älter aussehen.

Der Branchen-Primus Spotify wird von den Konkurrenten bei wichtigen Features immer weiter abgehängt

Der Branchen-Primus Spotify wird von den Konkurrenten bei wichtigen Features immer weiter abgehängt

Getty Images

Unmengen Musik aus aller Welt auf Abruf, gegen eine kleine Gebühr: Als Spotify an den Start ging, gingen die Träume von Millionen Musikfans von einer Musikflatrate in Erfüllung. Seitdem ist viel passiert. Und trotz der mit Abstand größten Anzahl von Abonnenten und konstantem Wachstum droht Spotify langsam den Anschluss zu verlieren.

Denn die Konkurrenz schläft nicht. Von kleineren Diensten wie Deezer mal abgesehen, haben mit Apple Music, Amazon Prime Music und Google Play Music gleich mehrere Internet-Schwergewichte eigene Streaming-Angebote in den Markt geworfen - und lassen Spotify immer älter aussehen. Vor allem bei der immer wichtiger werdenden Sprachsteuerung sieht der Primus im Vergleich mächtig alt aus.

Spotify und die Sprache

Durch die Verbreitung von Sprachlautsprechern wird es immer beliebter, den Musikdienst seiner Wahl über Sprache zu steuern. Die Steuerung per Sprache ist die Zukunft, auch im Auto setzt sich das immer mehr durch. Und genau hier hängt Spotify mächtig hinterher, wie "Techchrunch" in einer aktuellen Analyse zeigt. Während die Konkurrenten sich weitgehend über Sprache bedienen lassen, ist diese Funktion bei Spotify nur rudimentär möglich. Selbst, wenn man über den Titel sucht, findet Spotify viele Lieder demnach nicht. Doch die Konkurrenten sind längst zu viel mehr in der Lage.

Fragt man etwa Alexa nach einer bestimmten Songzeile, kann sie bei Amazon Music das passende Lied dazu finden. Siri lernt das Feature mit dem im Herbst kommenden iOS 12 ebenfalls, in Testversionen funktioniert es ganz ordentlich. Googles Assistant ist noch smarter - und kann neben der Suche über den Songtext sogar eine vorgesungene Melodie erkennen. Siri erkennt immerhin Lieder über den eingebauten Dienst Shazam, wenn man sie danach fragt. Spotify muss in diesem Bereich passen. Die Erkennung per Text wird zur Zeit nur in Japan angeboten, einen Zeitplan für andere Länder gibt es nicht.

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Spotify Tricks

1. Musik entdecken: Song- und Künstler-Radio starten

Manchmal entdeckt man einen neuen Song - und sucht sofort nach mehr Musik in diesem Stil. Dabei kann Spotify helfen. Wählen Sie dazu den gewünschten Song. Klicken Sie am PC oder Mac mit der rechten Maustaste darauf, in der App halten Sie den Titel gedrückt. Nun wählen Sie "Gehe zu Song-Radio" und schon erstellt Spotify eine Playlist auf Basis dieses Songs. Die ist nun auch unter dem "Radio" ganz einfach wiederzufinden.
Genauso lassen sich auch Radio-Sender auf Basis eines Künstlers erstellen. Dazu gehen Sie auf die Seite des Künstlers und wählen das Drei-Punkte-Symbol. Hier findet sich der Punkt "Künstler-Radio starten".
Übrigens: Mit den Symbolen für "Daumen hoch" und "Daumen runter" passen Sie den Radio-Sender an den eigenen Geschmack an. Für schlecht befundene Songs bricht Spotify sofort ab, sie werden in diesem Sender nicht mehr abgespielt. Gute Songs dagegen kommen häufiger wieder vor.

Spotify fehlt die Hardware

Doch auch Sprachsteuerung an sich ist alles andere als Spotifys Stärke. In der US-Version der Smartphone-App kann man zwar per Halten des Suchsymbols eine Sprachsuche einschalten, die reine Sprachsteuerung ohne Berührung, wie man sie von Siri, Googles Assistant oder Alexa gewohnt ist, kann Spotify aber nicht bieten.

Hinzu kommt: Das Problem dürfte sich in Zukunft nur noch verstärken: Spotify vertreibt keinen eigenen Sprachlautsprecher - und ist damit auf die Geräte der Konzerne angewiesen, die dem Dienst nun mit eigenen Musikangeboten auf die Pelle rücken. Auf dem Amazon Echo oder dem Google Home spielt es aber nur die zweite Geige. Auf Apples Homepod oder auch der Apple Watch ist der Dienst aber gleich ganz ausgesperrt. 

Die gerade angekündigte Zusammenarbeit mit Samsung für den neuen Sprachlautsprecher Galaxy Home dürfte kaum helfen. Der darauf installierte Assistent Bixby gilt als weitgehend unnütz, zudem ist er nur auf Koreanisch und Englisch verfügbar. Ein Verkaufsschlager dürfte er also in nächster Zeit nicht werden.

Wo sind die Songtexte?

Auch beim Umgang mit den Songtexten steht sich Spotify selbst im Weg. Vor zwei Jahren hatte der Dienst sein Feature zur Anzeige von Songtexten entfernt. Angeblich wollte man es überarbeiten, leider tauchte es aber nie wieder im vollen Umfang auf. Mit "Behind the Lyrcis" hat Spotify zwar seinen eigenen, bisher einmaligen Ansatz, der den Text und die Entstehung der Lieder erklärt und dafür von Fans geschätzt wird. Ganz glücklich macht das Angebot aber nicht: Die Infos stehen nicht zu jedem Song zur Verfügung. Wer nur den Text will, hat diese Option nicht: Die "Behind the Lyrics"-kacheln überdecken aber immer wieder die Texte selbst.

Andere Dienste wie Apple Music oder Amazon Music leben dagegen sehr viel Wert auf die Lyrics. Beide betreiben eigene Teams, die sich nur darum kümmern. Amazons Echo Show zeigt etwa auf Wunsch die Texte für jedes gespielte Lied - und wird dadurch praktisch zur Mini-Karaokemaschine.

Wie die Zukunft aussieht, wird sich zeigen müssen. Noch geht es Spotify sehr gut, weltweit ist der Dienst auch bei den zahlenden Abonnenten weltweit immer noch Spitze. Doch die Änderung steht schon an: In den USA hat Apple Music die Schweden bei den zahlenden Kunden nun erstmals überholt, verkündete Tim Cook vor kurzem. Spotify sollte sich also langsam etwas einfallen lassen.

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Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.