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New York 95.000 Euro Beute: Mann kauft 300 iPhones auf einen Schlag – und wird vor dem Laden ausgeraubt

Der schicke Glas-Würfel des Apple Store an der 5th Avenue in New York ist berühmt. Erst im August hatte es dort einen Polizeieinsatz wegen Schusswaffengebrauchs gegeben.
Der schicke Glas-Würfel des Apple Store an der 5th Avenue in New York ist berühmt. Erst im August hatte es dort einen Polizeieinsatz wegen Schusswaffengebrauchs gegeben.
© Niyi Fote/ / Picture Alliance
Immer wieder kommt es im Umfeld von Apple Stores zu spektakulären Überfällen. Nun wurde einem New Yorker gleich eine ganze Tasche voller iPhones geraubt.

Denkt man darüber nach, ist es eigentlich fast naheliegend: Wer im Apple Store einkauft, hat im Normalfall teure Premium-Produkte in seiner Einkaufstüte – und ist ein entsprechend lukratives Opfer. Beispiele wie der Raub am Montag dürften dieses Denken bei potenziellen Kriminellen nur anfeuern. Zwei Männer hatten in New York Apple-Kunden aufgelauert. Und sich mit Beute im Wert von 95.000 Euro aus dem Staub gemacht.

Das berichtet der lokale Radiosender "1010 Wins" unter Berufung auf die New Yorker Polizei. Der Käufer machte demnach einen regelrechten Großeinkauf. 300 iPhone 13 soll er auf einen Schlag gekauft haben. Mit drei großen Einkaufstüten verließ er demnach um 1 Uhr in der Früh den berühmten Apple Store an der 5th Avenue im Stadtteil Manhattan. Und wurde nach wenigen Metern von einem abbremsenden Auto blockiert.

Brutales Vorgehen

Nach Angaben der Polizei sollen dann zwei Männer aus dem Wagen gesprungen sein und ihn zur Herausgabe der Taschen aufgefordert haben. Das Opfer wollte nicht mitspielen. Und wehrte sich gegen den Angriff. Die Räuber setzen daraufhin auf Gewalt: Mit einem gezielten Schlag auf die Nase überwältigten sie den Mann, schnappten sich eine der Tüten und brausten im Fluchtwagen davon.

Für das Opfer war das ein herber Verlust: In der Tasche befanden sich 125 iPhones, der Wert liegt nach Angaben der Polizei bei 95.000 Euro. Schwer verletzt wurde das Opfer indes nicht, laut der Polizei verweigerte der Mann eine medizinische Versorgung am Tatort. Eine Fahndung sowie eine Beschreibung der Täter und des Wagens steht nach Angaben der Behörden noch aus.

Kein Einzelfall

Der iPhone-Großeinkauf des Opfers ist weniger ungewöhnlich, als man zunächst vermuten würde. Der Mann betreibt nach Angaben des Radiosenders einen eigenen Laden und verkaufte die Geräte dort weiter. Im Store sei er bereits für diese Art von Großeinkauf bekannt gewesen. Warum er sich ausgerechnet nachts für den Einkauf entschied, ist nicht bekannt. Beim Store ist das aber kein Problem: Der als Flaggschiff für das Apple-Design bekannte Laden ist rund um die Uhr geöffnet.

Dass Kriminelle in spektakulären Aktionen Apple Stores ins Visier nehmen, passiert immer wieder. In San Francisco hatten Diebe 2016 innerhalb von 12 Sekunden einen ganzen Apple Store geplündert. Ebenfalls in New York hatte sich ein Dieb einfach als Mitarbeiter verkleidet - und dann mit 19 iPhones den Laden verlassen. Auch in Deutschland waren die Läden bereits Ziel Krimineller: Am Berliner Kurfürstendamm hatten 2014 mehrere Bewaffnete einen Geldtransport vor dem Laden überfallen. Kurz davor hatten Einbrecher versucht, mit einem Auto die Glasfassade des Ladens zu durchbrechen. Auch dieses Jahr gab es schon einen atemberaubenden Überfall. In Amsterdam hatte ein schwerbewaffneter Räuber im Apple Store Geiseln genommen. Er wurde am Ende von einem Auto überfahren.

Quelle:1010Wins (via MSN)

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