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Wütende Kunden, ständige Überwachung: Angestellte packt aus: So geht es im Apple Store wirklich zu

Für viele seiner Fans ist Apple ein Traum-Arbeitgeber. Doch was geht wirklich in einem Apple Store vor sich? Eine Angestellte packt nun aus - und hat allerhand Skurriles zu berichten.

Apple Store

In den stylischen Apple Stores will Apple das perfekte Einkaufserlebnis bieten. Für die Angestellten ist das alles andere als ein Zuckerschlecken.

Für Apple zu arbeiten ist für viele Fans des Kult-Unternehmens ein Traum. Tolle Bezahlung und immer das neueste iPhone, so stellen sich viele die Arbeit beim wertvollsten Konzern der Welt vor. Doch zumindest die Arbeit als Verkäufer in den Apple Stores scheint alles andere als ein Traumjob zu sein.

Eigentlich sollen die Angestellten nicht über ihre Arbeit bei Apple reden, nicht privat, nicht in sozialen Netzwerken und schon gar nicht gegenüber der Presse. Dafür sorgt eine eigene Vertragsklausel. Eine ehemalige Apple-Angestellte aus Großbritannien hat nun trotzdem gegenüber dem "Business Insider" ein langes Interview über ihre Zeit im Apple Store gegeben. Und hatte einige Skurrilitäten auf Lager.

Zu wenig Geld für Apple-Produkte

Obwohl sie sich über den großen Stress und die fehlenden Beförderungsmöglichkeiten beschwert, scheint sie ihrer Zeit bei Apple zwischen Mitte 2011 und Ende 2015 durchaus auch Gutes abgewinnen zu können. So sei die Bezahlung für eine Verkaufs-Beschäftigung überdurchschnittlich hoch. Weil aber die meisten in Teilzeit angestellt waren, konnten sich viele Angestellte die geliebten Produkte trotzdem nicht selbst leisten – zumindest ohne Schulden zu machen. Da halfen auch die vielen Angestelltenrabatte nicht.

Sich über Provisionen Geld dazuzuverdienen, war nicht möglich. Apple wollte, dass die Kunden nur das kaufen, was sie brauchen - und nicht andere Produkte aufgeschwatzt bekommen. Die einzige Ausnahme: Zusatzleistungen wie die Garantieverlängerung "Apple Care" oder Mobilfunkverträge. Die sollten auch dann stets erwähnt werden, wenn die Kunden davon partout nichts hören wollten. Knapp zehn Hardware-Verkäufe macht der durchschnittliche Verkäufer so etwa pro Tag.

Überwachung mit Methode

Der Stress war trotzdem groß: Weil natürlich nicht jeder Kunde auch etwas kauft, musste die Verkäuferin teilweise weit über hundert Kundengespräche führen – jeden Tag. Dabei stand sie unter ständiger Beobachtung und wurde von den Vorgesetzten regelmäßig auf Fehler hingewiesen, falls sie von Apples strengen Verkaufsrichtlinien abwich.

Auch untereinander sollten sich die Angestellten überwachen und gegenseitig kritisieren. Dabei durfte sie nicht allgemein bleiben, sondern musste spezifische Aspekte der Arbeit loben oder ermahnen. Wenn ein Kollege das teuerste iPad-Modell verkaufte, wurde das etwa positiv erwähnt, dann aber bemängelt, dass man dem Kunden durchaus noch kostenpflichtige Trainings-Session mit dem Gerät hätte aufquatschen können. Besonders skurril: Die Manager fragten durchaus nach, was und wen man an diesem Tag eigentlich kritisiert hatte. So konnte sich ihren Angaben zufolge keiner der gegenseitigen Überwachung entziehen.

Morddrohung von Kunden

Die Kunden konnten natürlich ebenfalls den Tag verderben. Knapp einmal am Tag musste sich die Angestellte von erbosten Kunden als "Bitch" (Schlampe oder auch Zicke) bezeichnen lassen. Die Manager mussten in der Regel pro Mitarbeiter einmal am Tag in Konflikte mit aggressiven Kunden eingreifen. Sogar Todesdrohungen gehörten zum Job.

Ein besonders wütender Kunde drohte etwa, vor dem Laden zu warten und die Angestellte mit dem Auto zu überfahren. Über den genauen Grund ist sich die Verkäuferin zwar nicht mehr sicher, sie vermutet aber einen Defekt nach Ablaufen der Garantie als Auslöser. Ob der Kunde wirklich gewartet hat, weiß sie nicht. Sie hatte den Laden an dem Abend wegen Überstunde erst spät verlassen. Inwieweit auch andere Verkäufer um ihr Leben fürchten mussten, wusste sie nicht. Die Angestellten sollten nicht darüber reden.

Hoher Druck im Laden

Die Konkurrenz im Laden war indes groß. Die Verkäufer mussten zwar keine Quoten erreichen, es wurde aber eine gewisse Arbeitseinstellung erwartet - und darauf hingewiesen, wenn diese fehlte. Ersetzt werden kann man theoretisch schnell: Von den vielen Bewerbern auf eine Verkaufsposition werden nur sehr wenige genommen. Statistisch sei es einfacher, in US-Eliteuniversitäten wie Harvard angenommen zu werden, verrät die Angestellte. Der Verkäuferin zufolge werden trotzdem relativ wenige gekündigt. Die meisten gehen eher von selbst.

Immerhin ist der Konzern offen für Verbesserungsvorschläge. Als die Angestellte und eine Kollegin jeweils einen Vorschlag hatten, wie man die Stores verbessern könnte, meldete sich tatsächlich Apple-Chef Tim Cook - um sich persönlich zu bedanken. Die Ideen seien wirklich gut und Apple wolle sie auch in anderen Stores einführen. Eine wütende Mail eines anderen Kollegen, der forderte, den Kopfhörerhersteller "Beats" nicht zu kaufen, stieß dagegen auf taube Ohren.

Kultiger Konzern

Ein bisschen sei die Arbeit bei Apple schon wie ein Kult, gibt die Angestellte zu. Es werde eine absolute Faszination und Begeisterung für die Produkte erwartet. Zudem müssten sich die Angestellten regelmäßig Videos des Chef-Designers Jonathan Ive anschauen, in denen die Vorzüge der Produkte gepriesen werden. Das ist nicht für jeden etwas. Sie selbst habe das Gefühl gehabt, jeden Tag eine Apple-Maske tragen zu müssen, berichtet sie, andere hätten sogar regelmäßig wegen des hohen Arbeitsdrucks nach der Arbeit geweint.

Die Identifikation mit der Marke sei dennoch extrem groß. Keiner sei gezwungen worden ein iPhone zu benutzen, berichtet sie, - aber alle hätten es dennoch getan. Der eine von ihren hundert Kollegen, der ein Samsung-Smartphone besaß, sei wie ein Sonderling behandelt worden. Auch das viele Kollegen eine Apple Watch haben wollten, erklärt sie sich mit Gehirnwäsche. Schließlich ist Apples Smartwatch ihrer Meinung nach das nutzloseste Produkt des Konzerns.

Ist das überall so?

Ob die Berichte nun repräsentativ sind, ist nicht klar. Die Apple Stores folgen auf der ganzen Welt den gleichen Design-Richtlinien, auch die Verkaufs- und Gesprächsstrategien entscheidet der Konzern von ganz oben. Trotzdem lassen sich die Erfahrungen einer einzelnen Angestellten aus einem einzelnen Laden sicher nicht ohne weiteres auf alle anderen übertragen.

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Vor 15 Jahren wurde der erste Apple Store eröffnet. Seitdem ist viel passiert: Der Online-Handel nahm rasant Fahrt auf, Apple wurde zum wertvollsten Konzern der Welt. Deshalb wurde es höchste Zeit für einen Neuanstrich. Die erste Filiale, die nach dem neuen Konzept gestaltet wurde, befindet sich am Union Square in San Francisco.

mma
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.
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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.